Der „Bevölkerungsaustausch“ war schon lange vor den Identitären das Kernthema der FPÖ. Mal unberechtigt, mal berechtiger. Manchmal sogar so berechtigt, dass das Thema auch von anderen wie Sebastian Kurz übenommen wurde.

Kurz hat vergessen, dass er gegen den Willen des linken Establishment gewählt worden ist. Und zwar für eine Politik, die sich mit FPÖ-Themen und Identitären-Aktionen deckt.

Mit seiner Hexenjagd gegen die Identitären und der Distanzierungsforderungen an die FPÖ, brachte er die FPÖ in eine Zwickmühle.

Je mehr sich die FPÖ-Politiker (von sich selbst) distanzieren mussten, desto einfacher wurde es, jeden Tag eine neue Nazi-Sau durchs Dorf zu treiben, von der sich die FPÖ dann wieder distanzieren musste.

Petitessen aus der österreichischen Provinz wurden zu Nazi-Weltskandalen aufgeblasen. Dies wäre wohl noch lange so weitergegangen, wenn nicht Strache endlich selbst das böse Wort ausgesprochen hätte.

Jetzt kann die Jagdgesellschaft nicht mehr auf kleine Provinz-Ratten losgehen, und Kurz wird es wohl schwer haben, von Strache eine Distanzierung von Strache einzufordern.

Um Kurz trotzdem zu so einem Manöver anzustiften, muss der ORF schon besonders schwere Geschütze auffahren, die Kurz beweisen sollen, dass dies die ganze Welt von ihm erwarte:

Vom britischen „Guardian“, der „New York Times“ („NYT“) und der „Washington Post“ („WP“) bis zur EU-Ausgabe von „Politico“ und dem europäischen Sender Euronews berichteten Journalistinnen und Journalisten über Straches Wortwahl und den rechtsextrem geprägten Begriff.

Die „Süddeutsche Zeitung“ („SZ“) prangerte unterdessen an, dass es in Österreich dem Vizekanzler überhaupt möglich sei, einen rechtsextrem geprägten Begriff zu nutzen, und ortet zudem ein Aufeinanderfolgen an Grenzüberschreitungen: „Jahrzehntelang hat die FPÖ die Grenzen des Sagbaren immer weiter ausgereizt“, schreibt die „SZ“ am Montag.

https://orf.at/stories/3120400/

Die Nennung der NY Times ist im Zusammenhang mit den FPÖ-Skandalen zum Rattengedicht und der manipulierten Stürmer-Karikatur besonders lustig.

Die NY Times steht nämlich gerade selbst wegen einer antisemitischen Karikatur in der Kritik, bei der Netanjahu als Juden-Hund dargestellt wird, der den blinden Trump-Juden führt.

Die Karikatur der großen NY Times übertrifft sowohl das Rattengedicht aus dem kleinen Braunau, das nicht Migranten, sondern alle Menschen als Ratten dargestellt hatte, als auch die Karikatur der FPÖ-Jugend, die man schon kräftig mit einem Bildprogramm manipulieren musste, um damit überhaupt ein Stürmer-Skandälchen hinzubekommen.

Doch man muss nicht in die Ferne schweifen, um die Doppelmoral der angeblichen Nazijäger anzutreffen.

In der feinen SZ wurde Zuckerberg als Krake mit jüdischer Hakennase dargestellt:

Aber Hauptsache meine Wenigkeit wurde auf Zuckerbergs Seite wegen "Hassrede" gegen arme Islamisten, die für "die neuen Juden" gehalten werden, für 30 Tage gesperrt.

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