Verfassungsgericht stülpt Schulkindern wieder Schleier über

Die IGGÖ klagte das Recht, Kinder verschleiert in die Schule schicken zu dürfen, beim Verfassungsgerichtshof mit dem Argument ein, dass auch orthodoxe Juden ihre kleinen Kinder mit Kippa in die Schule schicken dürften.

Die weltfremden Verfassungsrichter gaben den Verschleierern wie befürchtet nun recht. Solage man nicht auch Juden die Verkleidung ihrer Kinder verbiete, müsse man auch den Kindern von Islamisten ihr "Recht" auf verschleierten Schulbesuch zugestehen.

Tatsache ist jedoch, dass man an anderer Stelle sehr wohl einen Unterschied macht wie z.B. bei der weiblichen Genitalverstümmelung. Würde man der Logik des Verfassungsgerichtshofs folgen, dürfte man auch keine weibliche Genitalverstümmelung verbieten, solange man die männliche noch erlaubt.

Natürlich wäre es konsequenter beides zu verbieten. Ein Verbot der Verschleierung von Kindern in der Schule liegt jedoch auch ohne ein allgemeines Verbot religiöser Symbole sehr wohl im Ermessen des Gesetzgebers. Die Verfassung garantiert zwar Religionsfreiheit. Diese wäre allerdings auch ohne verschleierten Schulbesuch von Volksschulkindern gewährleistet.

Dass man jüdische Jungs mit Kippa in die Schule gehen lässt, ist noch lange kein Grund, muslimische Mädchen der islamistischen Uniformierung und Sexualisierung beim Schulbesuch preiszugeben.

Dass man in Österreich aufgrund der eigenen dunklen Vergangenheit davor zurückschreckt, orthodoxen Juden Vorschriften zu machen, wird von Islamisten sofort für ihre eigenen Zwecke ausgenützt. Die orthodoxen Juden werden dabei ausgerechnet von den größten Judenhassern unserer Zeit in Geiselhaft genommen.

Wären Islamisten wie orthdoxe Juden nur eine winzige Minderheit, könnte man wie bei den orthodoxen Juden über Probleme hinwegsehen. Nur in manchen Vierteln Jerusalems erreichen Orthodoxe die kritische Masse, die ein Zusammenleben sehr schwierig macht.

Der Islam ist jedoch nun einmal nicht das Judentum, sondern schon allein von der Menge seiner Anhänger ein völlig anderes Kaliber. Die orthodoxen Juden sind selbst in Israel nur eine Minderheit, die Islamisten hingegen unter Muslimen die stärkste politische Bewegung. Islamisten sind nicht das Gleiche wie Juden. Nur Gleiches müsste man gemäß des Gleichheitsgrundsatzes unserer Verfassung gleich behandeln.

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