Man muss den Tatsachen ins Auge blicken: Der Oberbefehlshaber der mächtigsten Streitkräfte der Welt, der Kommandeur über Atomcodes und Tarnkappenbomber, hat seine strategische Neuausrichtung vollzogen. Nicht im War Room des Pentagons, sondern zielstrebig hinter meinem Stapel Thermoboxen.
Als sich in Ankara die Triebwerke abkühlten, trat der Ernstfall ein. Donald Trump traute nämlich seinem eigenen Prunkstück nicht mehr über den Weg. Ausgerechnet das 400-Millionen-Dollar-Flugzeug, das ihm die Königsfamilie aus Katar geschenkt hatte – zweifellos das teuerste Bestechungs-… Pardon, „Freundschaftsgeschenk“ der Weltgeschichte –, erwies sich als Sicherheitsrisiko. Seine Bodyguards bekamen Schnappatmung, weil der fliegende Luxuspalast zwar mit Blattgold und feinstem Edelholz glänzt, aber über keinerlei militärische Abwehrausrüstung gegen feindliche Raketen verfügt. Goldene Armaturen bringen eben wenig, wenn das Chaff- und Flare-System fehlt.
Was also tun, wenn der geerbte Scheich-Bomber ohne Antimissile-Schutz nutzlos ist? Richtig: eine klassische militärische Finte. Während die Weltpresse dachte, er nehme demonstrativ die alte Air Force One, fand die wahre geopolitische Verlegung zwischen halbleeren Serviettenspendern und einer Palette Dosen-Cola statt.
Da steht er nun. Eingekeilt zwischen zwei Behältern für Currywurst und einem Sack Brötchen. Das Pentagon mag ein Budget von hunderten Milliarden Dollar verwalten, aber gegen den taktischen Schutzwall aus Edelstahl und Frischhaltefolie kommt keine Flugabwehr an. Welcher feindliche Geheimdienst würde den mächtigsten Mann des Planeten schon hinter den vegetarischen Frikadellen vermuten? Das ist keine Flucht vor dem iranischen Drohszenario, das ist eine meisterhafte Tarnoperation!
Die Lage im Container ist stabil, die Verhandlungen laufen: Mehr Ketchup, eine Extraportion Pommes und die Ausrufung der Feldküche zur diplomatischen Schutzzone. Geopolitik wird eben doch in der Küche gemacht.