MERZ’ VERKEHRSMINISTER HAT DIE LÖSUNG: WENN DER RHEIN AUSTROCKNET, SCHICKEN WIR EINFACH 40.000 LKW!

Willkommen beim nächsten Hochbegabten aus dem Merz’schen Kabinett der Überforderten: Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

Seit Ende Juni warnt die Bundesanstalt für Gewässerkunde vor dem Niedrigwasser. Sieben Warnmeldungen folgten. Die Pegel fielen weiter, Schiffe konnten immer weniger laden, Transportkosten explodierten und die Industrie schlug Alarm.

Und was macht die Bundesregierung?

Sie wartet sechs Wochen – und präsentiert dann als eine ihrer zentralen Maßnahmen die Lockerung der Sonntagsfahrverbote für Lkw.

Genial. Ein durchschnittliches Binnenschiff ersetzt 100 bis 150 Lkw. Ein großes Rheinschiff sogar bis zu 280. Auf dem Rhein verkehren normalerweise rund 400 Schiffe täglich. Wollte man dieses Transportvolumen vollständig auf die Straße verlagern, bräuchte man mindestens 40.000 zusätzliche Lkw – jeden Tag.

Kleine Frage an den Verkehrsminister: Wo stehen diese 40.000 Lkw? Und wo verstecken sich die Fahrer?

Die Antwort der Speditionsbranche ist eindeutig: **Es gibt weder bei Fahrzeugen noch beim Personal eine „stille Reserve“.** Wer sonntags zusätzlich fährt, muss seine vorgeschriebene Ruhezeit an einem anderen Tag nehmen. Bilgers Maßnahme schafft also keine einzige zusätzliche Transportkapazität. Sie schiebt den Mangel lediglich im Kalender hin und her.

Das ist keine Verkehrsstrategie. Das ist politisches Hütchenspiel.

Bilger sagt dazu allen Ernstes:

„Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir könnten dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft besser durch diese schwierigen Wochen kommt.“

Herr Bilger, es geht nicht um ein paar „schwierige Wochen“. Es geht um eine sich verschärfende Klimakrise, die unsere Flüsse, Lieferketten, Landwirtschaft, Energieversorgung und Industriestandorte trifft. Das Niedrigwasser könnte die deutsche Wirtschaftsleistung allein im dritten Quartal um ein bis zwei Milliarden Euro drücken.

Gleichzeitig schätzt das Robert Koch-Institut allein für die extreme Hitze vom 22. bis 28. Juni rund 9.600 hitzebedingte Todesfälle. Insgesamt sind es 2026 bereits etwa 11.900.

Und diese Regierung redet immer noch über „das Wetter“.

Das ist der eigentliche Skandal: Die Folgen des Klimawandels stehen unübersehbar vor uns – und die Bundesregierung behandelt sie wie eine überraschende Ferienpanne, die man mit ein paar Ausnahmegenehmigungen verwalten könne.

Deutschland braucht widerstandsfähige Lieferketten, leistungsfähige Schienenwege, ausreichende Umschlagkapazitäten, frühzeitige Krisenplanung, klimafeste Infrastruktur und endlich eine Regierung, die Klimaschutz als Wirtschafts- und Industrieschutz begreift.

Stattdessen bekommen wir verspätete Krisentreffen, mathematisch absurde Scheinlösungen und einen Verkehrsminister, dessen politische Reichweite offenbar am nächsten Sonntag endet.

Friedrich Merz wollte Deutschland wieder nach vorne bringen. Tatsächlich organisiert sein Kabinett gerade den wirtschaftlichen Rückwärtsgang.

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Kvasir

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