Caritas & Co. nennen in ihren Armutsberichten stets alleinerziehende Mütter als Beispiele für Armut in Österreich. Und das nicht ganz zu Unrecht. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern muss mit weniger als 1.500 € an staatlicher Unterstützung (Mindestsicherung und Familienbeihilfe) auskommen, während eine typische Asyl-Familie (Vater, Mutter, 4 Kinder) über 2.500 € zur Verfügung hat.

Genau für jene real existierenden Armen soll es nun etwas mehr Geld geben, wobei man auch bei den allein erziehenden Müttern genau aufpassen sollte, dass man sie damit nicht zu ewig von staatlicher Hilfe abhängigen „Welfare Moms“ macht.

Migranten werden in Armutsberichten zwar stets auch als „armutsgefährdet“ genannt. Es ist jedoch eine Armut im Konjunktiv: „Würde der Staat nicht Mindestsicherung zahlen, wäre die Familie arm!“

Zumal die Familienbeihilfe weiter in gleicher Höhe ausbezahlt werden soll, stellen die geplanten Reduktionen für Kinder in Großfamilien keine Unmenschlichkeit, sondern die Herstellung eines vernünftigen Normalzustandes dar. Die nichtarbeitende Familie mit vier Kindern kommt dann immer noch auf rund 2.000 €. Das ist zwar nicht mehr superviel für 6 Personen, aber immer noch mehr als man in vielen Ländern bei ähnlichen Lebenserhaltungskosten durchschnittlich verdient.

Kinder sollten kein Luxus für Besserverdiener sein. Es darf aber auch nicht so sein, dass nichtarbeitende Menschen sich ein Luxus-Gehalt durch Kinder erwirtschaften können. Durch jene Anreize hatte man die falschen Familien zum Wachsen (und zum Einreisen) angeregt.

Selbst Sonja Wesehly gab am Ende zu, dass die Mindestsicherung einen Konstruktionsfehler hatte:

Die Presse: Trotzdem war die Mindestsicherung wohl nie für solche Großfamilien geplant, weil die Kinderzahl bei Österreichern eher zurückgeht. Ist das ein Konstruktionsfehler?

Sonja Wesehly: Ja, wobei die Debatte scheinheilig ist: Die ÖVP hat bei der Familienbeihilfe durchgesetzt, dass die Unterstützung mit jedem weiteren Kind steigt. Ab dem siebten Kind gibt es 50 Euro pro Kind mehr. Bei der Mindestsicherung sieht sie das jetzt anders?

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5031844/Wehsely_Mindestsicherung-als-Sogfaktor-ueberschaetzt

Sobald ein Genosse solche Fehler eingesteht, wird er jedoch rasch durch einen frischen Verblendeten ersetzt, der weiter in den rotgrünen Untergang reitet.

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