Auf auf FuF werden gezielt Fakes verbreitet.

Schauen wir uns das hier an:

Die behauptete Fraunhofer‑Quelle trägt den Anschein wissenschaftlicher Autorität, doch bei genauer Betrachtung zerfällt dieser Eindruck rasch. Die Zahlen selbst wirken plausibel, sie entsprechen dem typischen Datenformat der Energy‑Charts des Fraunhofer ISE – stündliche Erzeugungswerte, Last, Marktpreise, installierte Leistungen. Genau solche Tabellen lassen sich dort für den 1. Juli 2025 abrufen. Doch die präsentierte Grafik stammt eindeutig nicht aus einer offiziellen Fraunhofer‑Publikation: Gestaltung, Farbwahl, Typografie und vor allem der polemische Kommentar darunter widersprechen vollständig dem nüchternen Stil des Instituts. Fraunhofer veröffentlicht keine politischen Wertungen, keine Schlagzeilen über „wirtschaftsschädliche Energiewende“ und keine emotionalen Deutungen von Einzelstunden.

Die Datenbasis ist also wahrscheinlich korrekt, die Quelle jedoch nicht. Es handelt sich um eine manuell zusammengestellte Collage, die Fraunhofer‑Zahlen nutzt, aber den Anschein einer offiziellen Darstellung erweckt. Die Schlussfolgerungen sind zudem verzerrt: Abregelungen lassen sich aus der Tabelle nicht belegen, der Abendpreis war hoch, aber keineswegs historisch einmalig, und die Interpretation ignoriert systemische Zusammenhänge wie Merit‑Order, Flexibilitätsbedarf und Speicherverfügbarkeit. So bleibt ein Bild, das mit echten Fraunhofer‑Daten arbeitet, aber nicht mit Fraunhofer‑Seriosität.

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