Wir reden immer über unsere Werte und unsere Demokratie und unser Grundgesetz, und die Rechte, die ja für alle gleich gelten sollen. Wenn ich dann solche Vorverurteilung sehe, wie das jetzt gerade im Fall Fernandes ist, stell ich mir heute immer öfters die Frage: "Gelten heute die Werte und demokratische Regeln nur denen, die auf der richtigen Seite stehen und nicht ALLEN Menschen gleich?
Natürlich gibt es schreckliche Männer, die sich nicht unter Kontrolle haben oder ihren Frust durch die Abwertung anderer Menschen abarbeiten wollen. Da bin ich auch der Meinung, dass darf nicht so sein.
Aber dass man heute Männer immer gleich unter Generalverdacht stellt und auch bei den kleinsten "Verfehlungen" und dem geringsten Verdacht, er könnte das gemacht haben, alle Rechte streicht, ist eben auch nicht richtig. Auch Männer, sogar die Arschlöcher darunter, haben Rechte.
Und wenn wir ihnen diese Rechte einfach aberkennen, dann verhalten wir uns nicht nach den geltenden Werten. Die Unschuldsvermutung ist ein großer Wert, zumindest wurde das immer so dargestellt. Und das alle Menschen vor Gericht gleich sein müssen, ebenso.
Jetzt nehmen wir uns heraus, dass dies für manche Menschen nicht mehr gelten soll. Z.B. für Männer, oder soll ich besser sagen für weiße Männer. Denn bei Männern mit Migrationshintergrund sehen wir ja gerne auch mal weg, wenn sie das Gleiche machen. Da werden sogar Vergewaltigungen vertuscht, dass zählt dann wohl unter Kulturgut dieser Männer. Dass sie Frauen sich Untertan machen, das zählt man zur Religionsfreiheit.
Also wenn ein Mann mit Migrationshintergrund, der noch Moslem ist, eine Frau vergewaltigt, dann scheint das heute nicht so schlimm zu sein, als wenn ein weißer Mann einer Frau mal auf den Busen schaut, der zählt dann nämlich sofort zum Sexualstraftäter. Deutschland ist einfach nur noch verrückt.
Zu dem Fall Fernandes, wenn deren Ex das so gemacht hat, wie das vorgetragen wird, dann muss er dafür die Konsequenzen tragen. Aber das ist doch nicht unsere Aufgabe, jemanden zu verurteilen. Dafür haben wir aus gutem Grund Richter.
Oder wollen wir wieder ins Mittelalter zurück, wo man Leute aufgehängt hat, die nichts gemacht haben, nur weil sie jemand aus welchen Gründen auch immer, bezichtigt hatte und der Mob das leichtfertig glaubte?
Oder die Hexenjagd, bei der jeder jemanden denunzieren durfte, weil er angab, er hat etwas beobachtet dass darauf hinweist dass das eine Hexe ist. Und die Ermittlung über Schuld oder Unschuld half der Frau auch nicht. Denn die als Hexe beschuldigte wurde gefesselt ins Wasser geschmissen, wenn sie unterging, dann war sie unschuldig, aber eben auch tot, wenn sie nicht unterging dann war sie schuldig und wurde verbrannt. Das endete also immer mit dem Tod der Beschuldigten.
Solch eine Zeit wünsche ich nicht mehr zurück, in dem man dem Mob zum Frass vorgeworfen wird und nicht mehr die Unschuldsvermutung gilt, bis die Gerichte Recht sprechen.
Ich möchte weiterhin in einem Land leben, in dem die Unschuldsvermutung gilt, bis das Gegenteil erwiesen wird, auch wenn dann mal ein Schuldiger nicht verurteilt wird. Das ist immer noch besser, als wenn viele Unschuldige verurteilt werden. So wurde das in Deutschland viele Jahrzehnte gehandhabt und das war auch gut so. Ich war immer stolz auf dieses Land, auf diese Werte, auf unser Grundgesetz, auf unsere Demokratie.
Heute sieht das leider anders aus, in dem man nur noch die Menschen aufeinander hetzt, tut man den Werte keinen gefallen. Dabei müssen wir zusammenarbeiten, denn so gewinnen wir keinen Blumentopf, wenn jeder gegen jeden hetzt, wenn wir so unversöhnlich uns gegenüberstehen.
Übrigens ist das nur in bestimmten woken links-grünen Kreisen so. Wir anderen machen da meistens gar nicht mit. Wir mögen uns noch. Bei uns ist die Welt also noch in Ordnung, da mögen Frauen die Männer und die Männer die Frauen.
Da sollte man sich dann aber auch nicht wundern, dass da solche Parteien, die für diese Hetze und das Klientel der Hetzer stehen, wie LINKE, Grüne, SPD keine Mehrheit haben.
Um das noch zu erwähnen, ich war immer Feministin. Heute will ich mich aber nicht mehr zu diesen heutigen Feministinnen zählen.