Andrea Damm/pixelio.de

Jäger sehen sich immer öfter der öffentlichen Kritik ausgesetzt. Undifferenziert und unhinterfragt wird hier von Menschen gesprochen, die aus purer Lust und Laune töten. Menschen, denen nicht das Wohl der Natur am Herzen liegt, sondern ausschließlich die eroberte Trophäe. Schießwütig, blutgeil, aggressiv und testosterongesteuert, so das Bild, das nur oft genug gezeichnet und gerne abgemalt wird. Opfer dieser Unterstellungen, tun sie ihr Möglichstes mit der Wahrheit durchzudringen, doch ach, wie schwach ist die Stimme der Vernunft. Allzeit treu und redlich, im Sinne der Tradition handelnd, sind sie Opfer einer medialen Öffentlichkeit, die weder Erbarmen noch Einsicht kennt. Und dennoch setzen sie unermüdlich ihr Werk fort, verfolgen weiter ihre wichtige Arbeit und setzen sich ein. Dieser Einsatz macht auch vor einer Spezies nicht Halt, die ihre Erhalter am vehementesten bekämpft, die der Veganer.

Diese Menschengattung wird immer wieder gesichtet, wie sie den Wald durchstreift. Diese bringt den Großteil ihrer Zeit, wie andere Pflanzenfresser, damit zu, ihr Futter zu suchen. Natürlich ist das verständlich, wo doch jeder weiß, dass nur Fleisch und andere tierische Produkte den menschlichen Eiweißbedarf zu decken vermögen. Denn die Tiere sind auf der Welt vom Menschen gefressen zu werden. Wozu sonst wären sie gut. Das lässt sich ganz deutlich daran erkennen, dass der Mensch in der Steinzeit noch keinen Kühlschrank kannte und deshalb auf Lebendreserven angewiesen war. Diese bestanden in Form freilaufender Tiere. Hätte der Mensch ein Veganer sein sollen, dann hätte die Evolution dafür gesorgt, dass der Kühlschrank nicht erfunden worden wäre. Aber das führt nun zu weit. Es ist eine Tatsache, dass diese Spezies existiert und sich auch immer mehr verbreitet. So lange es sich um eine überschaubare Gruppe weniger Individuen handelte, war es noch relativ leicht diese unter Kontrolle zu halten, doch mit der ungezügelten Ausbreitung wurde dies zusehends zu einem Problem.

Veganer essen immer und überall. Schließlich ernähren sie sich ausschließlich von Gemüse, Obst und Getreide. Eingeschränkt zu sein auf drei Lebensmittel macht es verständlich, dass sie sich immer noch Essbarem umsehen. Leider auch bei ihren häufigen Streifzügen durch den Wald. Jäger erkennen sie sofort daran, dass sie alle zwei Schritte stehen bleiben, ein paar Hälmchen vom Wegrand abreißen und versonnen daran kauen. Dazwischen machen sie ein paar sonderbare Verrenkungen, die sich Yoga-Übungen nennen. Die Identifizierung ist leicht. Schwieriger ist der Schutz, denn durch ihr undiszipliniertes Vertilgen von ungereinigtem Blattfutter nehmen sie auch immer wieder die Eier des Fuchsbandwurmes zu sich, die der Wirt dieses Wurmes mittels seiner Exkremente hinterlässt. Mit den entsprechenden Vertretern dieser Spezies in Diskurs zu treten, erwies sich als unmöglich, so ausdrücklich und körperbetont dieser auch sein mochte, sie verstanden es nicht. Kurz wurde überlegt Veganer aus dem Wald auszusperren, doch das stieß in der Öffentlichkeit auf Unverständnis. Doch das kommt davon, wenn jeder überall mitreden darf. Wie anders und wie viel einfacher war das während des Feudalismus.

Letztlich blieb nur noch eine einzige Möglichkeit, eine, die dem weidgerecht handelnden Jäger natürlich zutiefst zuwider ist, aber nichts desto trotz unausweichlich. Der Fuchs musste mit allen Mitteln bekämpft werden. So ist letztlich die Uneinsichtigkeit der Spezies der Veganer schuld an der radikalen Verfolgung des Fuchses. Aber statt diese Leistung entsprechend zu würdigen, werden Jäger unreflektiert angegriffen. Es ist höchste Zeit zu sehen, dass es ihnen um nichts anderes, als den Schutz der Arten geht.

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