Da ich das letzte Mal beim Strippoker und den Folgeerscheinungen extra verloren hatte, ja man muss seine Ehefrau ab und an mal gewinnen lassen. Sonst verliert sie die Lust.

Insbesondere wenn du sie beim Vier-Gewinnt-Spiel, ohne zu mogeln, vorher vernichtend geschlagen hast. Natürlich habe ich sie mehrmals am Tag darauf aufmerksam gemacht. Und in Social Media gepostet.

„Verlierer“, „Luuser“. Tätowierte es ihr in einer Nacht- und Nebelaktion auf die Stirn. Da alles seine Richtigkeit haben muss, kaufte ich ich mir einen Nebelwerfer und fuhr mit meinem Polo direkt unters Fenster. Ins Haus hinein. Und schaltete die Nebelscheinwerfer an. Egal, ist eh noch Garantie drauf. „Memo an mein Gedächtnis: Garantiefall anmelden!“.

Leider musste ich in der darauffolgenden Nacht nochmal Hand anlegen. Und machte aus dem „er“ bei Luuser eine „sie“. Alles muss seine Richtigkeit haben, nachher verklagt sie mich noch wegen m/w/d.

Zur Vorbereitung des Spiels musste sie 19,04 Liter H²O on the Rocks trinken, ich 1,904 Liter. Mir ist halt beim Aufschreiben meiner eigenen Regeln leider das Komma verrutscht. Und die Radiergummi in unserem Haus habe ich dem Nachbarn verliehen. Er hat gesagt, er bräuchte eigentlich keinen, als ich ihm 20 € für die Fünf zugesteckt hatte, nahm er sie.

Die Spielregeln des Spieles habe ich fein säuberlich studiert, auch einen Rechtsanwalt zugezogen. Jedes mal wenn sie aufs Klo ging, habe ich die Steine so bemalt, dass ich Vier Richtige hatte. Sie echauffierte sich, ich sagte zu ihr: „Dieses mal wird dir kein Chauffeur helfen können, gehe mal zum Augenarzt und lass dir Rot-Gelb-Blindheit attestieren!“.

So was geht ja gar nicht. Wenn man nicht verlieren kann, sollte man es sein lassen. Und in der Betriebsanleitung steht ja nicht, dass die Steine die gleiche Farbe wie zum Beginn des Spiels haben müssen.

Verloren ist verloren! Also machte sie mich darauf aufmerksam, dass ich nun die Hausarbeit zu verrichten habe. Ich offerierte ihr, dass ich kein Student bin, geschweige den eine Ausbildung als Diplomreinigungsfachkraft besitze. Rief meinen Rechtsanwalt noch mal an.

Sie kam mit einem Mopp ins Zimmer, das Zeichen verstand ich da ich mehrfach im Leben schon darüber gelesen hatte hatte und legte los: „Drecksstück! Schlampe! Reicht das? Oder muss ich noch freundlicher werden?“. Sie zeigte es mir.

Ich nahm den Griff und zermarterte den Boden, wie es eine Stampede nicht besser hinbekommen hätte. Sie: „Wasser fehlt“, „Na dann hättest gestern nicht alles trinken sollen“.

Sie: „Spülen!“. Also lief ich sofort ins Bad ließ Wasser in den Becher bespannte das Handborstenschwein mit Zahnpasta. Da ich multitaskingfähig bin lief ich nebenbei in die Küche. Hielt den Becher in der Hand und putze mir nebenher die Zähne. Einen halben Meter vor ihr fing ich an zu spülen und spuckte alles vor ihr auf den Boden. „Jetzt haben wir Wasser!“. „Gut so?“. Sie kringelte die Augen und plüsterte durch die Nase.

Sie: „Bügeln!“ Ging sofort in meine Kemenate der Wolllust und riss den Schwebetürenschrank auf und schmiss alles dahinbefindliche aufs Bett. Fein säuberlich sortierte ich die Bügel nach Farbe wieder in den Schrank. Sieht schön aus, dachte ich mir. Königsblau, Blau, Dunkelblau. Königsweiß, Weiß, Dunkelweiß. Nach genauerem betrachten hat sich meine weiße Unterhose mit dem Bügel verklebt. Riss sie natürlich natürlich gleich vom Bügel und präsentierte das Ergebnis. „Gut so?“. Sie kringelte die Augen und plüsterte noch mehr durch die Nase. „Was ist mit der Kleidung?“. „Es gehört doch eh alles Dir!“.

Sie: „Nachdem dem wischen folgt das Saugen“. Ein Lächeln zog mir ins Gesicht, da aber alles seine Reihenfolge hat, verpasste ich ihr erst eine Backpfeife. „Sind wir schon fertig, das ging aber schnell!“.

„Nein“, und holte den Boden-Fön-Inhalator. Ich machte sie darauf aufmerksam, dass ich aufgrund dessen das der Elektriker in 2 Wochen kommt den Strom abgestellt habe. Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Sie holte die Batterien aus ihrem elektrischen Hausfreund, diese waren aber nicht kompatibel. Diese doofe Ziege, nix mit Akku!

Fragende Blicke infiltrierten sie, „Nur so!“. Nur so kann ich auch, ging in meinen Wohlfühlraum, in dem sie nichts zu suchen hat. Unterm Sofa hatte sich Olga Blasphemisch versteckt, blies sie auf und legte sie in mein Ehebett.

Das kratzbürstige Doktor-Jekyll-Gesicht verwandelte sich in Hulk, „Ich kann auch woanders schlafen.“. „Deine Eltern sind tot und nehm bitte deine Kleidung mit“. Die Zeichen der Zeit, erinnerte mich an Highlander. Es kann nur eine geben! Wenn Plan A nicht funktioniert, vielleicht Plan B...

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