Deutsche Trottelei: durch übereilten Atom- und Kohleausstieg extrem Putin-Gas-abhängig

Deuschland ist sowohl von der Wirtschaftskraft her als auch von der Bevölkerung das größte Land innerhalb der EU und eine der potenziellen Führungsmächte. Umso problematischer sind natürlich Fehlentscheidungen in diesem Staat.

Und zahlreiche von den Grün-Sympathisanten in den Medien mit-diktierten Entscheidungen der letzten Jahre, darunter der überhastete Atomausstieg und der überhastete Kohleausstieg, könnten nun zu massiven Problemen führen, nämlich zu einer extremen Abhängigkeit Deutschlands von Putin, dem russischen Öl und Gas und der deutsch-russischen Northstream-Pipeline.

Durch diese extreme Russlandabhängigkeit Deutschlands kann Deutschland auch gar keine eigenständige Politik mehr betreiben, sondern ist praktisch ein russischer Sklave, der alles abnicken muss, was Russland macht und der nichts mehr kritisieren kann, was Russland macht.

So gesehen dürfte auch die sehr große Aufnahmebereitschaft syrischer Flüchtlinge durch Kanzlerin Merkel bzw. Deutschland bei gleichzeitigem Vertuschen der russischen Mitschuld an der Syrienflüchtlingswelle 2015 eine Folge der extremen Abhängigkeit Deutschlands von russischen Rohstoffen sein. Mit russischer Waffen- und Truppenhilfe vertrieb das alawitisch-schiitische Assad-Regime in Syrien die syrischen Sunniten, was die Ursache der Flüchtlingswelle 2015 war, was Merkel aber nie erwähnte und deutsche Medien praktisch nie. Merkels "Wir schaffen das" hiess so gesehen "Wir schaffen das, die russische Mitschuld an der Flüchtlingswelle völlig zu vertuschen", was in der Tat funktioniert hat. Allerdings werde ich Merkel zu diesem "Erfolg" nicht gratulieren - lieber hacke ich mir wohl eine Hand ab.

Während Merkel sich verlogenerweise als die größte Europäerin aller Zeiten selbstinszeniert, hat sie sich und Deutschland durch völlig falsche Politik beim Atomausstieg und beim Kohleausstieg in eine extreme Abhängigkeit von russischen Rohstoffen gebracht, die sonst nirgendwo in Europa zu finden ist.

Mit dieser extremen europäischen Aussenseiterposition zerstört Deutschland auch die EU, bzw. die gemeinsame Aussenpolitik der EU, die GASP.

Allerdings traut sich niemand in den Medien und meisten Parteien, Merkel ihren Antieuropäismus vorzuwerfen, auch der Furcht heraus, damit der AfD zu nutzen, bzw. die AfD ist selbst noch putin-sklavischer als Merkel und kritisiert Merkel deswegen nicht. Oder alle Parteien kritisieren diese Merkel-Fehler aus einem Schielen nach einer Koalition mit der dominanten CDU/CSU heraus nicht.

Alles in Allem scheint Deutschland das neue Problemland der EU, der neue Schildbürgerstaat in der EU zu sein, mit einer völligen Unfähigkeit aller Medien und Parteien, Probleme auch nur anzusprechen, geschweige denn zu lösen.

CC / Raimond Spekking https://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel#/media/Datei:Besuch_Bundeskanzlerin_Angela_Merkel_im_Rathaus_K%C3%B6ln-09916_(cropped).jpg

Führungsschwache deutsche Kanzlerin Merkel (CDU): liess sie sich durch eine quasi-totalitäre und oppositionslose Allparteien- und Allmedien-Allianz (ähnlich wie im Nazistaat 1933-1945) in eine extreme Abhängigkeit von russischem Öl und Gas treiben, die die europäische Gemeinsamkeit und die gemeinsame EU-Aussenpolitik zerstört ? Mit diesen zahlreichen Mängeln erfüllt Deutschland zahlreiche Kriterien für failed states, für gescheiterte Staaten.

Mich erinnert Merkel in ihrer Führungsschwäche an Kaiser Franz Joseph II. von Österreich-Ungarn, der auch den Beinamen "Der Weiterwurschtler" hatte, weil er eben nichts tat, sondern notwendige Reformen und Kursänderungen unterliess. In den Weltkrieg schlitterte er mehr hinein, als er rational entschied, mit einem Desaster als Folge.

CC / Samuel Bailey https://de.wikipedia.org/wiki/Nord_Stream#/media/Datei:Nordstream.png

Umstrittenes deutsch-russisches Pipelineprojekt North-Stream, das die europaweit einzigartige Russland-Abhängigkeit Deutschlands noch verschärfen würde und damit auch die EU gefährdet.

Das Pipeline-Bauprojekt Northstream kann man wegen dem Ausscheren aus der europäischen Gemeinsamkeit als den DEXIT, den EU-Austritt Deutschlands, bezeichnen. Auch den Demokratiemangel, und der Gleichklang aller deutschen Parteien und Medien in vielen Fragen kann man als Verstoss gegen die Lissabon-Kriterien, die die Mitgliedschaftswürdigkeit in der EU definieren, betrachten. So gesehen - so kann man argumentieren - müsste Deutschland alleine schon deswegen aus der EU ausgeschlossen werden. Die Merkel´sche "Alternativlosigkeit", die in vielen entscheidenden Fragen von allen deutschen Medien und Parteien geteilt wird, bedeutet so gesehen eine Form der Diktatur und ist nicht vereinbar mit den Demokratiebedingungen der EU. Die extrem große Macht von Deutschland innerhalb der EU ist auch ein Grund für die völlige Kritiklosigkeit anderer europäischer Staaten und Regierungen an Missständen in Deutschland und EU-Regelverstössen durch Deutschland.

Man kann nicht gleichzeitig Teil der EU und Teil der russischen Einflusszone sein wollen, so wie Deutschland das scheinbar beabsichtigt: Deutschland wird sich irgendwann einmal entscheiden müssen, auch wenn es bisher immer nur herumlaviert und polygame Beziehungen sowohl mit der EU als auch mit Russland innehat.

Mit dieser deutschen Polygamie, sowohl mit der EU als auch mit Russland verheiratet zu sein, legitimiert Deutschland auch die islamische Polygynie (die Ehe eines Mannes mit mehreren Frauen im Islam; laut Koran bis zu vier, bei Mohammed neun) und ist daher logischerweise das Einfallstor für den Islam in Europa.

Der größere Hintergrund dieser deutschen Konzentration auf die eigene Wirtschaft unter Vernachlässigung aller anderen Faktoren war der "Kalte Krieg" 1948 bis 1991, als von Deutschland eine unpolitische Rolle erwünscht wurde, auch wegen des Misstrauens gegenüber Deutschland wegen des Nationalsozialismus.

Aber diese Zeit ist vorbei, und auch das träg-egoistische und in die reine wirtschaftliche Innenschau unter Vernachlässigung aller europäischen und globalen Aspekte verliebte Deutschland sollte sich endlich mit einer gewissen Normalisierung auseinandersetzen.

Auch wegen der Notwendigkeit eines Wiederaufbaus nach den Weltkriegszerstörungen billigte man Deutschland eine Konzentration auf die eigene Wirtschaft zu, aber auch diese Zeit ist vorbei, was Deutschland endlich erkennen sollte. Deutschland war so gesehen lange ein Schmarotzer/Profiteur eines Sicherheitssystems, das primär von den USA getragen und finanziert wurde.

Die Klassiker der antiken Staatstheorie, Sokrates, Plato und Aristoteles, sprachen von denen, die nur an die eigene Wirtschaft denken, und an nichts sonst, als den "idiotes", den "Trotteln" eben, weil Politik mehr ist als der Fokus auf die eigene Wirtschaft, weil kurzfristiger wirtschaftlicher Erfolg eben schnell vergehen kann, wenn man zum Beispiel militärisch überfallen wird, in eine politische Abhängigkeit und Erpressbarkeit gerät, oder wenn man Risken wie etwaige Naturkatastrophen ignoriert.

Normalerweise heisst es ja, dass in Österreich alles 30 Jahre später passiere, auch der Weltuntergang. Aber in diesem Fall ist es wie manchmal umgekehrt, die deutsche Trottelei scheint die österreichische von vor 30 oder 40 Jahren zu kopieren.

1979 "beschloss" Österreich durch eine total vergurkte Volksabstimmung, der der die Atomkraft-Frage verquickt wurde mit der Kanzler-Kreisky-Rücktrittsfrage, den Atomkraftausstieg und wenige Jahre später (1984) gab es die Wasserkraftwerk-Hainburg-Blockade durch hauptsächlich die Grünen, aber auch durch Vertreter der anderen Parteien, die Kanzler Sinowatz mit einer "Nachdenkpause" beendete, die bis heute anhält. Politikern ohne Hirn fällt eine derartige Pause vom Nachdenken (nicht zum Nachdenken!) leicht, sie machen eh ständig eine solche.

Dadurch entstand in Österreich eine extreme Energieknappheit, die Österreich durch Stromlieferverträge mit der Ukraine "löste", die damals Teil der russisch geführten Sowjetunion war.

Kurz danach, nämlich 1986, gab es den Super-GAU (Größten anzunehmenden Unfall) im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl, der möglicherweise mit der extremen Energiebedürftigkeit Österreichs zusammenhing, weil im AKW Tschernobyl wegen der extremen sowjetischen Devisenknappheit den Technikern möglicherweise befohlen wurde, herumzuexperimentieren, wie sie noch mehr Strom zum Export nach Österreich aus dem AKW rausholen können.

Seither ist der AKW-Tschernobyl-Reaktorunfall ein Tabuthema bei allen österreichischen Parteien, über das nicht gesprochen werden darf, weil diesbezüglich alle Parteien zuviel Dreck am Stecken haben. Mit Ausnahme vielleicht der NEOS, die damals noch nicht existierten, aber NEOS-Leute sind oft so jung, dass sie sich an die Hintergründe damals nicht erinnern können.

Was ich damit sagen will: auch wenn Verträge mit diesen östlichen Staaten auf den ersten Blick sehr verlockend aussehen, so kann man den Vertragsabschluss 10 oder 20 Jahre später bitter bereuen, weil dabei Dinge schiefgehen können, die normalerweise bei westlichen Staaten gar nicht schiefgehen können. Beim AKW-Unfall in Three Mile Island hatten die US-amerikanischen AKW-Betreiber wenigstens ein Containment, das den Schaden stark eingrenzte und auch die atomare Verseuchung. Ein derartiges Containment, also einen dicken Stahlbetonmantel, hatte das AKW Tschernobyl nicht, weil in diesen Staaten auch armutsbedingt ein Menschenleben viel weniger Wert hat als bei uns.

Ich warne daher Deutschland: wiederholt nicht die österreichische Trottelei, Ihr könntet das in 10 oder 20 Jahren bitter bereuen!

So wie ich als Österreicher, wobei ich wegen der sonstigen mafiaartigen Omerta (also Schweigepflicht) zu diesem Thema fast gar nichts zur Meinung meiner Landsleute sagen kann. Es gibt lediglich einen ehemaligen TU-Professor, der damals bei der WKW-Hainburg-Verhinderung dabei war, und der mir zu dem Thema eine ehrliche Antwort gegeben hat: "Wenn wir gewusst hätten, dass der Strombedarf so stark steigen wird, hätten wir das Wasserkraftwerk Hainburg gar nicht verhindert"

Ganz abgesehen davon würde Deutschland durch diese Öl- und Gaslieferverträge mit Russland die russische Armee und ihre Offensiven, wo auch immer auf der Welt finanzieren, egal, ob in der Ukraine oder in Syrien oder in Georgien oder wo auch immer sonst.

De facto wäre das also die Legitimierung der Eroberungskriege.

Frei nach dem Motto "Fool me once - Shame on You! Fool me twice - Shame on me !" könnte man sagen, einen Fehler erstmalig zu begehen, das mag ja noch verstehbar sein, aber einen Fehler erneut zu begehen, obwohl man bereits aus den Fehlern der Nachbarn hätte lernen können, das ist schon ziemlich arg und unverzeihlich.

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