Es bewahrheitet sich immer wieder: Die demokratische Front zeigt der AfD, die sich mit nationalsozialistischer Symbolik und Geschichtsverklärung selbst ins Abseits stellt, wie Demokratie tatsächlich funktioniert. Wochenlang wurde das Netz mit Hetze, Falschbehauptungen und frei erfundenen „Warnungen“ zur Briefwahl geflutet – doch der Effekt bleibt aus. Die Wählerinnen und Wähler in Sachsen‑Anhalt haben deutlich gemacht, dass diese Strategie nicht verfängt. Und genau dieses Muster wird sich auch anderswo zeigen: Wer permanent gegen das Grundgesetz schießt, darf sich nicht wundern, wenn die demokratische Mehrheit irgendwann zurückschießt – mit Stimmzetteln.
Besonders auffällig ist die Flut an nahezu identischen Lügenposts, die in sozialen Netzwerken massenhaft verbreitet werden. Für viele Beobachter ist das längst ein Hinweis darauf, dass hier nicht nur parteiinterne Akteure am Werk sind. Die Muster, die Taktung, die Themenwahl – all das ähnelt bekannten Einflusskampagnen aus Russland, die darauf abzielen, Vertrauen in demokratische Institutionen zu zerstören. Ob die AfD direkt gesteuert wird, müssen Ermittlungen klären. Aber der Eindruck, dass hier fremde Interessen mitspielen, drängt sich vielen Menschen inzwischen auf. Offensichtlich ist, dass die AfD sich nicht um die Interessen Deutschlands, sondern um die Putins sorgt.
Und genau hier zeigt sich etwas, das die AfD gerne unterschätzt: Die deutschen Wähler sind nicht so leicht zu manipulieren, wie manche AfD‑Vertreter es glauben machen wollen. Ein AfD‑Politiker behauptete einmal, der durchschnittliche Wähler habe „nicht mehr Verstand als eine 14‑Jährige“. Doch die Realität widerspricht dieser Geringschätzung täglich. Die meisten Menschen durchschauen plumpe Propaganda, erkennen orchestrierte Desinformation und lassen sich nicht ein zweites Mal vorführen wie am Ende der Weimarer Republik.
Die demokratische Mehrheit weiß, wo Extremisten hingehören: auf die Oppositionsbank, ganz rechts außen – und unter genauer Beobachtung.