Die AfD sorgt mit skurrilen Vorschlägen für Schlagzeilen: Um die Rentenkasse zu retten, will sie das Renteneintrittsalter faktisch abschaffen und Bürger bis 85 arbeiten lassen – selbst wenn sie pflegebedürftig sind. Wie der Fall einer kaum arbeitsfähigen Mittachtzigerin im Landtagsbüro zeigt, scheut die Partei nicht vor fragwürdigen Lösungen zurück. Ironisch mutet an, dass die AfD offenbar sogar Homeoffice-Arbeitsplätze in Pflegeheimen einrichten will, um die „Produktivität“ bis ins hohe Alter zu sichern. Kritiker sehen darin nicht nur Zynismus, sondern auch den Versuch, öffentliche Gelder für parteiinterne Netzwerke zu nutzen. Die Realität: Wer kaum noch aufstehen kann, wird kaum noch arbeiten können – außer vielleicht als AfD-Statistik.
Tatsachenbericht:
Der AfD-Landtagsabgeordnete Klaus Esser aus Nordrhein-Westfalen beschäftigt eine über 80-jährige Frau in seinem Landtagsbüro – obwohl diese kaum noch arbeitsfähig ist. Die Mittachtzigerin, Jahrgang 1940, wird offiziell als Mitarbeiterin geführt, obwohl ihr Ehemann bei Parteiveranstaltungen angibt, sie nicht lange allein lassen zu können.
Der Ehemann der Frau ist ebenfalls bei einem Europaabgeordneten angestellt, der Esser nahesteht. Esser selbst ist bereits wegen Regelverstößen bei der Aufnahme neuer Mitglieder und Vorwürfen gefälschter Hochschulabschlüsse auffällig geworden.
Der Fall wirft Fragen auf, warum die AfD auch bettlägerige oder nicht mehr arbeitsfähige Personen weiterbeschäftigt, um parteiinterne Loyalitäten zu sichern. Beide Eheleute Z. und Esser äußerten sich nicht zu den Vorwürfen.