Eine Geschworenenjury in New York verurteilte Trump 2023 dazu, Carroll fünf Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) zu zahlen. Der Vorwurf: sexueller Missbrauch in den 1990er-Jahren in einem New Yorker Kaufhaus. Der Vorwurf der Vergewaltigung wurde von der Jury nicht als erwiesen angesehen, aber der sexuelle Übergriff und die spätere Verleumdung Carrolls durch Trump wurden bestätigt.
In einem zweiten Verleumdungsprozess 2024 wurde Trump zusätzlich zu einer Entschädigung von 83 Millionen US-Dollar verurteilt, weil er Carrolls Vorwürfe öffentlich als Lügen bezeichnet hatte
Trump wurde von rund 20 Frauen des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt, darunter auch Vorwürfe der Vergewaltigung. Die meisten dieser Fälle endeten mit außergerichtlichen Einigungen, deren Details nicht öffentlich sind.
- Eine anonyme Klägerin, die unter dem Pseudonym „Katie Johnson“ auftrat, warf Trump und Epstein vor, sie 1994 im Alter von 13 Jahren sexuell missbraucht, vergewaltigt, geschlagen und als „Sexsklavin“ gehalten zu haben. Die Vorwürfe wurden in einer Zivilklage detailliert beschrieben, darunter auch die Behauptung, Trump habe sie an ein Bett gefesselt und vergewaltigt.
- In einer FBI-Meldung (2020) behauptet eine anonyme Frau, sie sei 1984 mit 13 Jahren von Epstein und ihrem Onkel auf einer Yacht im Lake Michigan missbraucht worden. Sie gab an, ein Baby geboren zu haben, das ihr Onkel tötete und in den See warf. Donald Trump soll anwesend gewesen sein. Case 1:16-cv-07673, SDNY, EFTA00025010
- E. Jean Carroll (Autorin, Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwurf, gerichtlich bestätigt für sexuellen Missbrauch)
Stormy Daniels (Pornodarstellerin, Affäre und Schweigegeldzahlung)
- Karen McDougal (Ex-Playmate, Affäre und Schweigegeldzahlung)
- Summer Zervos (Teilnehmerin von „The Apprentice“, sexuelle Belästigung)
- Jessica Leeds (Geschäftsfrau, sexuelle Belästigung im Flugzeug)
- Rachel Crooks (ehemalige Empfangsdame im Trump Tower, unerwünschter Kuss)
- Natasha Stoynoff (Journalistin, sexueller Übergriff während eines Interviews)
- Jill Harth (Geschäftspartnerin, sexuelle Belästigung)
- Temple Taggart McDowell (Miss Utah, unerwünschte Küsse und Berührungen)
- Cathy Heller (ehemalige Mitarbeiterin, sexuelle Belästigung)
- Kristin Anderson (ehemaliges Model, unerwünschte Berührung unter dem Rock)
- Tasha Dixon (Teilnehmerin an Schönheitswettbewerben, unerwünschtes Betreten der Umkleidekabine)
- Bridget Sullivan (Teilnehmerin an Schönheitswettbewerben, unerwünschtes Betreten der Umkleidekabine)
- Amy Dorris (ehemaliges Model, sexueller Übergriff)
- Karen Johnson (Gast in Mar-a-Lago, unerwünschte Berührungen)
- Stacey Williams (ehemaliges Model, sexuelle Belästigung in Anwesenheit von Jeffrey Epstein)
- Ivana Trump (Ex-Frau, Vorwürfe aus Scheidungsverfahren, später widerrufen)
In den USA zeigt sich immer wieder: Wer genug Geld hat, kann sich oft aus Anklagen und Strafen „freikaufen“. Prominente Beispiele wie reiche Unternehmer oder Stars, die trotz schwerer Vorwürfe mit milden Urteilen oder gar Freisprüchen davonkommen, unterstreichen diesen Verdacht. Doch das bedeutet nicht, dass sie unschuldig sind – es bedeutet, dass das Justizsystem für Wohlhabende andere Regeln zu haben scheint.
Teure Anwälte, geschickte PR-Strategien und langwierige Prozesse, die sich nur Reiche leisten können, verzerren die Waage der Gerechtigkeit. Während Arme oft harte Strafen hinnehmen müssen, nutzen Begüterte ihr Vermögen, um sich Freiheiten zu erkaufen. Das Ergebnis? Ein System, das nicht nach Schuld oder Unschuld fragt, sondern nach dem Kontostand. Gerechtigkeit wird zur Ware – und wer zahlen kann, bekommt sie.
Es ist ein offenes Geheimnis: In den USA entscheidet nicht die Wahrheit über Schuld oder Unschuld, sondern der Kontostand. Wer genug Geld hat, kauft sich Freiheit – während andere für dieselben Vergehen jahrelang hinter Gittern verschwinden. Das ist kein Justizsystem, das ist eine Auktion, bei der nur die Reichen mitbieten dürfen.
Die Liste der Beispiele ist lang: Milliardäre, die sich mit lächerlichen Strafen aus Betrugsvorwürfen stehlen, Prominente, die trotz schwerer Vergehen mit Samthandschuhen angefasst werden, und Konzerne, die Bußgelder einfach als „Geschäftskosten“ verbuchen. Doch was sagt das über eine Gesellschaft aus, in der Gerechtigkeit zum Luxusgut wird? Dass sie korrupt ist. Dass sie die Schwachen opfert und die Mächtigen schützt.
Das Problem ist nicht nur das Geld – es ist die Dreistigkeit, mit der dieses System funktioniert. Anwälte, die Beweise verschwinden lassen, Medien, die Skandale totschweigen, und Richter, die vor den Reichen kuschen. Wer arm ist, wird bestraft. Wer reich ist, wird belohnt. Und am Ende bleibt nur eines: ein bitterer Beigeschmack von Ungerechtigkeit, der zeigt, dass in diesem Land nicht das Gesetz, sondern das Portemonnaie regiert.