Am Weg zu den sprichwörtlichen Gaskammern – der nächste Schritt.

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Am 5. Jänner dieses Jahres schrieb ich in meinem Blog „Es fing nicht mit Gaskammern an!“ folgendes:

Und da frag ich mich dann, wann und von wem die Forderung zum tragen eines „gelben Halbmondes“ kommt.

Die Kennzeichnung von Muslimen deshalb, weil ich mir nicht vorstellen konnte oder wollte, dass es in Österreich je wieder dazu kommt, dass Juden registriert werden sollen.

Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt.

Und jetzt ist es soweit!

Das Unfassbare ist passiert.

In Niederösterreich soll es zukünftig Listen von koscher lebenden Juden und Jüdinnen geben.

FPÖ-Waldhäusl - ja, der Waldhäusl, der, der ausländische Hunde aus Tierheimen werfen will, der Asylwerber mit Schweinen vergleicht, Homosexuelle als „Schwuchteln“ und politische Gegner als Triebtäter bezeichnet und findet, dass man die Kunst gewisser „Dreckskünstler“ verbieten sollte - will eine namentliche Registrierung koscher lebender Jüdinnen und Juden.

Zur Erinnerung: er war für einen Parteikollegen nachgerückt, der aufgrund des antisemitischen Liederbuchs seiner Burschenschaft untragbar schien.

In Niederösterreich geschächtetes Fleisch soll künftig nur mehr an Juden und Jüdinnen verkauft werden, die nachweislich koscher essen- und daher eine entsprechende Genehmigung zum Kauf von koscherem Fleisch erhalten haben. Nur sie hätten einen Bedarf, wird argumentiert.

Da gibt es dann eine Aufstellung mit Namen von observant lebenden Juden. "Das ist wie ein negativer Arier-Paragraph", meinte Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien,in einer Sitzung.

Die Situation und Geisteshaltung der diese Abscheulichkeiten entspringen sind hier gut von Alexia Weiss zusammengefasst:

"Oft wird dieser Tage seitens der Politik die christlich-jüdische Tradition Europas beschworen. Dann muss aber gleichzeitig auch dafür gesorgt werden, dass Jüdinnen und Juden gemäß ihrer Traditionen leben können. Und wenn es, wie in diesem Fall, so ist, dass die Interessen der jüdischen Gemeinde unter die Räder kommen, weil man Musliminnen und Muslimen zeigen möchte, dass sie sich hier gänzlich anzupassen und ihre Traditionen aufzugeben haben, dann ist das doch ein guter Fingerzeig dafür, dass das kein guter Weg ist. Integration bedeutet nicht Assimilation. Weder für Juden und Jüdinnen noch für Muslime und Musliminnen."

Dagegen verblasst dann der 7843 „Einzelfall“ eines „normal straffälligen“ FPÖ-Funktionärs als Lapalie.

Der Kärntner Landtag hat am Donnerstag die Immunität des stellvertretenden FPÖ-Klubobmanns Christian Leyroutz einstimmig aufgehoben. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt wegen Untreue und Geschenkannahme.

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