1. In Europa beginnen wir mit dem Imperium Romanum und sind nun in einem Europa i.w.S. schon bei einem Imperium Americanum angelangt.

2. Sicher, dazwischen gab es etliche bemerkenswerte Stationen, Benedikt als Begründer des Klöster-Reiches des Mittelalters und in der Folge einer Oberhoheit einer klerikalen Oberschicht, die schließlich einmal symbolisch den Kniefall von Canossa zur historischen Realität werden ließ, - wer hätte das zu Herodes Zeiten gedacht?...

3. Und noch eine Reihe anderer Stationen gab es am Weg in Europa; - China lebte damals - wie viele Jahrtausende zuvor und danach - seine eigene Lebenswelt mit Himmel und seinem Vermittler dem chinesischen Kaiser als Zentrum irdischer Zivilisation... - In Europa war dann mal Burgund, mal die Niederlande, mal Aachen, mal Madrid, mal Petersburg u.v.a. die Zentren der Zivilisationsentwicklung...

4. Schließlich war Industrie und Wind-Schifffahrt soweit perfektioniert, die ein Land mit viel Küsten prädestiniert war, zumal mit Robin-Hoods und Captain-Drake's gut ausgestattet mit tapferen Männern (trotz oder gerade wegen der beachtlichen Zahl an englischen Insel-Königinnen), das "Ruder" im Weltkreis zu übernehmen. Es wurde eine Ära des Imperium Britannicum...

5. Nun - nachdem sich aus erfindlichen und unerfindlichen Gründen - die Kräfte Europas so sehr in tötliche Raufereinen eingelassen hatten, dass es auch den innovativsten Leuten links und rechts des Rheins eine gründliche Erschöpfung brachte, - und somit "Befreiern" aus anderen Kontinenten Raum gab, ihre Sicht von Leben und Welt, auch dem nunmehr "old Europe" vorzugeben, vorzuleben, und vorzuschreiben... - Wie auch immer, - es wurde von den neuen Generationen auch in Europa geradezu gierig aufgenommen, und Europa baute sich neu auf, nach Außen als Touristencampus für Groß-Hollywood, nach inner aber tief durchgeatmet eigentlich in drei Generationen wieder zum größten Binnenmarkt der Menschheit geworden...

6. Aber irgendetwas spießt sich noch erheblich; - schließlich bildeten wir unsere europäische Verfassung nich aus den großen Trecks über eine rießige Landmasse vormarschierend (wie auch immer "betrügend und mordend" sei dahingestellt, denn ähnliches wird schon beim Raub der Sabinerinnen Pate gestanden haben: so kann Europa wohl kaum mit Steinen aus seinem Glashaus werfen). - Kurz, aus einem langen Hick-Hack der kleinen und nur langsam immer größer werdenden Fürstentümer aller Art sich hochgerangelt, ,...irgendwas spießt sich noch enorm: Die slawische Mentalität, die germanischen Wurzeln der viele Stämme, die französischen Gründungen, die schon um 800 n.Chr. mit dem Rhein eine Sprachgrenze markierten, und erst recht die Mittelmeergebiete im italienischen und iberischen Raum...die Kontinentalen also... - und siehe da, nun machen sich sie gegenseitig wenig Problem. Aber dann auch noch die Inselbewohner, die sich ja mit "Salzwasser" abzugrenzen gewohnt sind, geht das auch noch ins "Haus Europa"? - Alle diese unter einem Dach, so erhebliche Mentalitätsunterschiede...?

7. Ja, alles konnte unter ein Dach gebracht werden, alle sogar gern und willentlich oft auch ein paar Nachteile gegen einen Haufen Vorteile in Kauf nehmend, - bis auf die stolzen Nachfahren der Captain-Drake's und seinen königlichen Kaperbriefen (die ja - noch gar nicht so lange her - ein riesiges Weltreich erbrachten und eine (kleine) Zeitlang zusammenhielten..). - Die ließen sich eben nicht von einer Kontinental-Hauptstadt so nebenbei "mitregieren"...; irgendwie verständlich.

8. Also über irgendeinen Schatten werden nun wohl die Briten springen müssen, - wenn sie nicht als 51.Bundesstaat in die "Vereinigten Staaten von Amerika" eingebaut werden, ... oder auch das nicht wollen... - Also was nun? (Vorschläge willkommen...)

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