Silvester: Jedes Jahr aufs Neue dieser Horror für die Tiere!

Gestern abend gegen 19 Uhr zündete jemand - verbotenerweise! - einen Böller in unserer Siedlung, irgendwo am Waldrand. Es gab einen dumpfen, ohrenbetäubenden Knall wie bei einer Bombenexplosion. Das Haus vibrierte ganz leicht. Der Hund, der friedlich in seiner Hütte schlummerte, stürmte aus eben dieser heraus, lief wie von Sinnen im Kreis und drückte letztlich in seiner Panik von außen die gläserne Wintergartentüre ein. Eine im Wintergarten befindliche Katze ergriff vor dem panischen Hund die Flucht und lief in die anbrechende Nacht hinaus. Bis jetzt ist sie nicht zurück. Es handelt sich um eine scheue Langhaarkatze. Wir waren die halbe Nacht auf den Beinen, um sie zu suchen und hoffen, dass sie durch den plötzlichen Schrecken nicht ihr Zuhause vergessen hat. Ihr Spielgefährte vermisst sie bereits.

Wie kommt ein Tierbesitzer dazu, den Irrsinn anderer Leute auszubaden, nur weil der Gesetzgeber zu dumm oder zu bequem ist, das Knallverbot, das in Städten und besiedelten Gebieten herrscht, auch in der Praxis korrekt umzusetzen?

Die Polizei weiß von dem Verbot, unternimmt aber nichts!

Was war denn letztes Jahr beim Tierschutzhaus los? Verrückte haben gezielt Knallkörper aufs Areal des Vereins geworfen - in der vollen Absicht, die Tiere zu erschrecken. Sind das noch Menschen? Nein, das sind keine Menschen mehr, sondern geistesgestörte Barbaren. Wegen ihnen muss sich das Tierschutzhaus diesen Silvester extra gut schützen. IST DAS NOTWENDIG?

https://wien.orf.at/news/stories/2887075/

https://www.nachrichten.at/nachrichten/chronik/Silvester-Horrornacht-im-Wiener-Tierschutzverein;art58,2774521

Die Kriminalität nimmt immer mehr überhand und mit ihr auch die Gefahr für die Schwächsten der Gesellschaft, unsere Tiere.

Wir machen uns Sorgen um die Katze, da bei uns auch Füchse, Marder, Dachse zuhauf unterwegs sind. In Hütteldorf, das nicht weit weg ist, wurde sogar ein Wolf gesichtet!

Schafft es die Katze nicht bis morgen abend zurück, wird der Silvesterhorror unter freiem Himmel ihr den Rest geben. Wir sind hier besonders "gesegnet" mit dem Gekrache der Wahnsinnigen, weil der gesamte "Plebs" aus der Stadt auf den Cobenzl hinaufzieht, um es dort oben krachen zu lassen. Auf der Fahrt von Ottakring und Hernals bis hinauf zum Cobenzl ziehen die Knallwütigen eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Überall Mist und Gestank und Feinstaub. Und die Stadt lässt sich das gefallen. In welchem Jahrhundert leben wir?

Wir haben schon einmal eine Katze zu Silvester drei Tage lang gesucht, unsere kleine Hexe, eine schwarze Wuschelkatze. Sie hat es am Silvestertag nicht mehr rechtzeitig nach Hause geschafft (heute sind wir klüger!) und sich in einem herumliegenden Kanalrohr verkrochen, als der Krach losging. In diesem Rohr blieb sie stecken, konnte nicht vor und nicht zurück. Entweder war das Rohr zu eng oder der Schock zu groß. Wir mussten das Rohr aufschneiden, um sie herauszuholen. Hätten wir sie nicht gefunden, wäre sie in dem Rohr wahrscheinlich verhungert.

Ich hasse nicht leicht. Hass kenne ich kaum. Aber Menschen, die wehrlosen Tieren etwas antun, könnte ich aus vollstem Herzen hassen. Ich habe für sie jene abgrundtiefe Verachtung übrig, die ich im gleichen Maß an Liebe und Sorge für Tiere habe. Und dafür schäme ich mich keineswegs. Ein Tierquäler ist der letzte Mensch auf Erden, verdient die Bezeichnung "Mensch" nicht. Bei Tieren fängt es an, mit Kindern geht es weiter.

Familie Strache hat einen neuen, kleinen Hund. Nun, vielleicht erlebt ein Politiker einmal hautnah, was es heißt, sich um ein Tier ernsthaft zu sorgen. Vielleicht hören dann endlich diese scheinheiligen Lippenbekenntnisse unserer Politiker hinsichtlich Tierschutz auf!

Ein Hund hört sechzehnmal besser als der Mensch. Schon ein Staubsauger oder Rasenmäher ist eine akustische Qual für einen Hund. Man kann sich also vorstellen, was Silvester für einen Hund bedeutet, auch wenn er "schussfest" ist.

Wir haben Bekannte, die zu Silvester Stadt und Land verlassen und sich mit ihren Hunden in "knallfreien Zonen" einquartieren. Das Angebot steigt von Jahr zu Jahr mit der Nachfrage. "Ihr Silvesterdomizil - absolut knallfrei!"

Weit haben wir es als Gesellschaft gebracht! Nun muss man bereits mit seinem Tier vom Wohnort flüchten, weil man vor kriminellen Krachmachern nicht mehr sicher ist.  

Ein großes Lob an die Politik!!

https://pixabay.com/de/mops-hund-tier-niedlich-690566/

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berridraun

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Frank und frei

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zeit im blick

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