TEIL 2: Kafkaeskes Telefonat mit der Hotline, noch ist nichts bestellt....work in progress

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Tag zwei, wir schreiben den 29.06.2020. Während der Arbeit versuche ich mein Glück bei der Servicehotline, nachdem mir überhaupt nicht klar ist ob nun ein Vertrag mit dem Telekommunikationsanbieter B1 zustande gekommen ist, oder nicht. Ob und falls ja, wie ich selbst meinen Neuanschluss Festnetzinternet und Telefonie installieren soll. Die Kabel hängen lose in einem Kasten, in dem ich mich nicht auskenne.

Ich habe Glück ich gerate an eine Stimme mit Kärntner Akzent. Womöglich ist das genau der Mitarbeiter, der mir von einem Bekannten als sehr serviceorientiert geschildert wurde? Meiner Erinnerung nach habe ich mich von der Servicehotline durchstellen lassen zu "jemanden, der sich technisch auskennt". Doch zu meiner ersten Überraschung teilt mir der Mitarbeiter, der sich mir als Herr H. vorstellt, mit: "Sie können nichts bestellt haben. Ich finde Sie nicht im System."

Ich insistiere, dass ich es ja schriftlich habe, dass es womöglich mit dem Datenschutzhäckchen zusammenhängen könnte, das ich nicht gesetzt habe. Die Bestellnummer gebe ich ihm selbstverständlich durch, vergeblich. Auch das nützt mir nicht. Herr H. findet mich nirgends. Herr H.: "Ohne Zustimmung zur Datenschutzerklärung, geht es ohnehin nicht." Kundin: "Ich kann beweisen, dass ich bestellt habe und dass mich das Programm nach dem fehlenden Datenschutzhäckchen ausdrücklich gefragt hat ob ich trotzdem bestellen will. Und ich habe die Ja Auswahl getroffen." Herr H.: "Ich habe da nur eine Frau..., mit Vorwahl ....". Kundin: "Wenn das der Ort ... ist (bestimmter Ort in einem anderen Bundesland, in dem ich eine Zeit lang vor fast 20 Jahren gewohnt habe), das könnte ich sein." Es kommt mir allerdings komisch vor, habe ich doch ganz normal meine aktuelle Adresse angegeben und auch meine Kontodaten. Darauf erfolgt keine Reaktion. Herr H.: "Es nützt nichts, wir müssen neu bestellen. Ich habe keine Bestellung herinnen." Kundin: "Aber das Tablet, heute ist ja die Tabletaktion schon aus. Wie komme ich jetzt zum Tablet?" Herr H.:"Sie bekommen die Mesh." Kundin:"Was ist das? Das interessiert mich nicht. Ich will das Tablet, und überhaupt, habe ich jetzt gültig bestellt oder nicht? Bekommen habe ich jedenfalls eine B1 Bestätigung, das kann ich Ihnen beweisen. Ich kann Sie Ihnen mailen."

Herr H.:"Das nützt nichts. Das System erlaubt das nicht. Wir müssen den Bestellvorgang neu machen. Ich kann das für Sie erledigen. Sie erhalten die Mesh. Die sind viel mehr wert als das Tablet." Kundin: "Was soll ich mit diesen Mesh überhapt?" Herr H.: "Das sind kostspielige WLAN Verstärker im Wert von €220,-, die Sie jedenfalls dazuerhalten. Sie können Sie auch verkaufen, wenn Sie sie nicht benötigen." Kundin: "Ich will vollverkabeltes Internet, ich will gerade KEIN WLAN. Das ist genau der Grund warum ich Festnetzinternet bestelle, weil ich eben GAR KEIN WLAN haben will, höchstens zum Ausdrucken oder für die Terasse. WLAN Verstärker brauche ich am allerwenigsten. Ich bin von 8 WLANs umringt und brauche kein 9tes." Im Nachhinein fühle ich mich jetzt wie Homer Simpson, oder doch Loriot?. Herr H.: "Die Tabletaktion ist jedenfalls aus. Ich kann maximal eine Gutschrift von 50 Euro für Sie erwirken." Kundin: "Ich bitte Sie sprechen Sie mit Ihrem Chef ob es nicht doch noch wo ein Tablet statt der Mesh gibt. Nach einigem Ringen gibt er mir dann doch eine B1 E-mailadresse, an die ich die von B1 erhaltene Bestellbestätigung schicke und hinzufüge: "Bitte mit Festnetzanschluss! Herzlichen Dank!" Wir verbleiben so, dass ich von ihm nach seiner Rücksprache angerufen werde.

Einige Stunden später erfolgt ein Anruf von Herrn H.: "Guten Tag, B1.... Sind Sie Frau ... aus ...(Ort meiner Kindheit im aktuellen Bundesland)?" Kundin: "Ich wohne seit meiner Kindheit nicht mehr dort, eigenartig. Aber ja, das könnte ich auch sein." Herr H.: "Wie ich befürchtet und Ihnen gesagt habe, war da nichts mehr zu machen. Ich kann für Sie neu bestellen, die Mesh bekommen Sie jedenfalls dazu." Kundin: "Was bleibt mir anderes übrig. Sie haben eh gesehen, dass ich auch ein Festnetztelefon brauche? Nötigenfalls mache ich ja jetzt gerade ein Fernabsatzgeschäft mit Ihnen und habe eine Widerrufsfrist, falls etwas nicht klappt." Herr H.: "Das ist alles kein Problem. Die Techniker werden sich bei Ihnen melden und sich alles vor Ort ansehen. Es kann nur sein, dass es eventuell etwas kostet." Kundin: "Wichtig wäre da auch noch, dass es am späten Nachmittag, am besten nicht vor 16:00 Uhr ist." Herr H.: "Geben Sie mir Ihre Kontodaten noch einmal durch und eine Ausweisnummer brauche ich auch!" Kundin: "Ich habe zwar alle ins Onlineformular eingetragen, am besten ich schicken Ihnen alles noch einmal per E-mail."

Mein E-mail vom 29.06.2020, die auch die Bestellbestätigung vom Vortag enthält:

"Sehr geehrter Herr H.! Wie soeben telefonisch besprochen, anbei noch einmal meine Ausweis- (vgl. Beilage) und Kontodaten. Ich erinnere auch an die versprochene 50€ Gutschrift und die Tatsache, dass ich noch keine Telefonbuchse habe, sowie auch einen Festnetztelefonanschluss gerne hätte. Ich arbeite 40 Stunden und hoffe, dass das vom Techniker terminmäßig berücksichtigt wird. Bitte um kurze Bestätigung dieser E-mail bei Erhalt....Kontodaten...Danke und freundliche Grüße! Kundin"

Fortsetzung folgt...

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Kai-Uwe Lensky

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