Die Anzeigenquote bei sexuellen Missbrauch liegt etwa bei 5 %, was bedeutet, dass 19 von 20 Fällen in keine Statistik eingehen.

Bei Delikten wie Hasskriminalität verzichten 2/3 auf eine Anzeige.

Fehlt vom Täter jede Spur so wird am Sinn einer Anzeige gezweifelt sodass bei Sachbeschädigungen und Bedrohungen im Internet vielfach auf eine Anzeige verzichtet wird.

Da bei sogenannten 1 zu 1 Delikten Aussage gegen Aussage steht und somit die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung gering ist ist auch hier die Anzeigebereitschaft niedrig.

Screenshot von Facebook

Da somit die Kriminalitätsstatistik nur einen Ausschnitt der wahren Bedrohung widergeben kann kommt Dunkelfeldstudien eine immense Bedeutung da.

Wer nur eine sinkende Kriminalitätsstatistik bejubelt ohne jene Fälle zu beachten, die niemals in diese Statistik aus Scham, Grad der Gewöhnung, Angst usw. eingehen wird das oftmalige Auseinanderklaffen von subjektiven Sicherheitsempfinden der Bevölkerung und Entwicklung der Kriminalitätsstatistik nicht verstehen.

Dunkelfeldstudien liefern zu Teil alarmierende Ergebnisse und geben einen deutlich besseren Einblick in das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung als die offizielle Kriminalitätsstatistik jemals geben könnte. Zusätzlich können sie wichtige Information für Prävention und im Bereich des Opferschutzes liefern.

Das von der Bevölkerung wahrgenommene hohe Gefährdungspotential wird übrigends durch die Aussage des österr. Verteidigungsministers bestätigt, welcher verkündete: "Die Sicherheit ist bereits gefährdet".

Euer

Robert Cvrkal

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philip.blake

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Sepp Adam

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