Studie: Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt droht zu scheitern.

Vorab, ehe die Rassimuskeule wieder ausgepackt wird: Ich zitiere aus der WELT und nicht aus einem rechtsextremen Fake-News-Medium. Wo das nun geklärt ist, kommen wir zur Sache: Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass unser Ausbildungssystem mit dem Wunsch vieler Flüchtlinge bei uns eine Ausbildung zu machen kaum in Einklang zu bringen ist. Die WELT schreibt:

"Die deutsche Wirtschaft braucht dringend Azubis und Tausende Flüchtlinge wollen gerne eine Ausbildung machen. Das passt doch wunderbar zusammen, oder? Forscher zeigen, warum das nicht so ist.

Die gern erzählten Erfolgsgeschichten von jungen Flüchtlingen, die hierzulande erfolgreich eine Ausbildung zum Bäcker oder Tischler absolvieren, sind immer noch Einzelfälle. Denn obwohl es in Deutschland in vielen Regionen ein Überangebot an Ausbildungsplätzen gibt, findet die Mehrheit der Flüchtlinge keinen. In diesem Jahr bleiben rund 49.000 Ausbildungsplätze unbesetzt, obwohl knapp 25.000 Flüchtlinge bei Jobcentern und Arbeitsagenturen Interesse an einer Berufsbildung angemeldet haben.

Innerhalb eines Jahres hat sich diese Zahl fast verdreifacht und wird in den kommenden Jahren noch einmal deutlich steigen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum „Bildungsstand von Geflüchteten“, die der WELT vorliegt. Die Forscherin Kristina Stoewe stellt darin ein klares „Passungsproblem“ auf dem deutschen Ausbildungsmarkt fest – Betriebe und junge Menschen finden einfach nicht zueinander."

Die Ursache? Wir sind einfach zu verschieden. Im Irak, Iran, Afghanistan und Syrien endet die Schulpflicht grundsätzlich nach neun Jahren; in Eritrea und Somalia nach acht. Doch während im Iran und in Syrien (bis zum Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011) fast alle Kinder eingeschult wurden, liegt die Einschulungsquote in Eritrea bei 40 Prozent, in Somalia sogar nur bei 20 Prozent. Zudem gehen gerade einmal fünf Prozent eines Jahrgangs in die Sekundarstufe II über. Im Iran sind es vier von fünf Jugendlichen, in Syrien waren es bis vor sechs Jahren 70 Prozent. Hinzu kommt, dass es in diesen Ländern gesellschaftlich nicht angesehen ist, eine Ausbildung (zB Lehre) zu machen. Lest euch den Beitrag wirklich durch, er ist sehr aufschlussreich. Hier noch mal der Link https://www.welt.de/wirtschaft/article171748044/Berufsausbildung-Fluechtlinge-passen-nicht-ins-deutsche-System.html?wtmc=socialmedia.facebook.shared.web

Noch Fragen? Ich will, dass es klappt, ich will ein friedliches Miteinander, aber die Voraussetzungen sind einfach schlecht und darüber sollten wir offen und ehrlich reden – ohne Rassismuskeule. Danke!

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