A. Merkel gilt nicht umsonst als Erschafferin der AfD. Sie hat mit ihrer Machtübernahme 2005 Teile der CDU/CSU quasi in der Union bei Seite geschoben und ausgegrenzt, damit auch deren Meinungen. Es wurde seitdem immer seltener respektvoll mit Meinungen Andersdenkender, Kritiker umgegangen. Die Ausgründung der AfD aus der CDU war damit nur eine logische Folge.

Die Repräsentationslücke wurde damit immer größer, d. h. Probleme die eigentlich angesprochen werden sollten, die offen diskutiert und auch angegangen gehört werden müssen, wurden nicht mehr angesprochen. Wenn dann nur in den Hinterzimmern der Ausgrenzten. Euroeinführung und Eurorettung beispielsweise, was zu einer Entwertung der Ersparnisse der Deutschen führte, wurde kaum ehrlich diskutiert, das Ergebnis musste vorher schon feststehen. Dabei war der Euro bei den meisten Deutschen enorm unbeliebt, man spürte es auch sofort bei den Preisen der Güter.

Weitere Themen kamen unentwegt hinzu. Jeder hat noch die leidige Grenzöffnung 2024/15 im Kopf, die Teddybärenwerfer. Dabei waren damals viele Deutsche darüber entsetzt, weil sie erhebliche Unsicherheit für sich kommen sahen, was nun auch eintrat. Oder die Energiewende. AKW-Ausstieg, ruckartig nach einem Erdbeben in Japan. Dabei wurde Merkel auch wegen dem Versprechen gewählt, den AKW-Ausstieg rückgängig machen zu wollen. Das tat sie ja auch nach ihrem Amtsantritt. Aber die links-grünen 68iger Garde demonstrierte immerfort weiter, bei jedem Transport oder vor dem Schachtanlage Asse II im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel.

Wer gegen diese Proteste war, wurde beschimpft. Dabei ist keine Energieform so sauber und so effizient wie durch abgeschriebene AKWs. Wir leben mit teils Strompreisen von 39 Cent, während AKWs zuletzt noch kurz vor ihrer Abschaltung die Megawattpreise für einen Bruchteil dieser Strompreise zuverlässig bereitstellen konnten. Noch schlimmer war die Diskussion um die Zuwanderung. Noch letztes Jahr wurde jemand, der Abschiebungen forderte, als Mörder bezeichnet, als „Nazi“ oder als „Rechtsextremist“. Die AfD wurde per Brandmauer ausgegrenzt, selbst Wahlen rückgängig gemacht, wie im Thüringer Landtag.

Tatsächliche Probleme wurden also seit Jahrzehnten nicht mehr vernünftig diskutiert.

Ob man nun so weit gehen muss, dies auf nicht aufgearbeitete Geschichte der DDR, das Weiterwirken der ehemaligen Akteure schiebt, wie es in Minute 14 des Videos Prof. Dr. Christian Rieck, sei dahingestellt.

Ich denke, dass es deutlich einfacher ist: Das 68iger Denken hat sich zu Tode gesiegt. Es hat nahezu alle entscheidenden Positionen mit ihren Akteuren in der Bundesrepublik besetzt, Kritiker wurden erfolgreich ausgrenzt oder wegdelegiert. Damit hat das innerlich planwirtschaftliche linke Denken in den Köpfen vieler, überall Oberwasser erhalten. Auch in den Medien und Großkonzernen. Automatisch wurden andere Meinungen ausgegrenzt, nicht einmal darüber nachgedacht. Zum Entsetzen einer wachsenden Mehrheit, die sich immer weniger von dieser Elite repräsentiert fühlten. Aber noch immer rel. treu die etablierten Parteien wählen, weil sie Veränderungen riskant finden. Aber es wird immer Veränderungen geben, muss es auch geben, alles andere bedeutet Stillstand.

Und die Probleme traten immer drastischer zu Tage, eben wegen des Stillstands. Es ist Morgen also kein Schicksalstag für Deutschland, es sei denn eine Diktatur wird von CDU, SPD, Grünen errichtet um „ihre Demokratie“ zu retten, also letztlich die Macht der aktuellen Eliten zu sichern.

Deutschland muss lediglich zur Vernunft zurückkehren, den Stillstand beenden. Andere Meinungen prinzipiell akzeptieren, offene Diskussionen, keine pauschalen Ausgrenzungen und endlich die Probleme sehen, deren Lösungen offen diskutieren und dies auch zulassen. Weg mit dem 68iger Muff, weg mit der Scheinwelt Love & Peace. Zurück zu der Bonner Republik vor 1968 mit seinen harten Auseinandersetzungen um Details, mit seinem Föderalismus.

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