Sterneküche oder Pferdeverwertung? Die wohl exklusivste Suppe der Stadt

Man stelle sich die Szene vor: Ein preisgekröntes Rennpferd, das einst über die Bahn fegte wie ein Sturmwind, findet sich plötzlich in einer ebenso preisgekrönten Küche wieder. Dort, wo sonst Trüffel, Safran und andere Delikatessen ihren großen Auftritt haben, landet nun ein Champion auf dem Schneidebrett. Und wer steht am Herd? Natürlich ein preisgekrönter Koch, der vermutlich schon beim Öffnen des Fleischpakets dachte: „Ah, das Aroma von Exzellenz.“

Während der Meisterkoch mit der Präzision eines Chirurgen das Fleisch würzt, ahnt niemand, dass der wahre Star des Abends nicht die Soße, sondern der eingekochte Mikrochip ist, der später im Suppentopf auftaucht wie ein besonders hartnäckiges Lorbeerblatt. Ein Gast findet ihn schließlich – und darf sich damit rühmen, das wohl exklusivste Überraschungs-Extra seit Erfindung der Haute Cuisine entdeckt zu haben.

Die Behörden reagieren natürlich weniger begeistert. Aber man kann es ihnen nicht verdenken: Nicht jeden Tag landet ein ehemaliger Rennchampion im Kochtopf einer öffentlichen Einrichtung. Und schon gar nicht in einer, die vermutlich nicht einmal einen Michelin-Stern besitzt, geschweige denn einen Preis für innovative Pferdeverwertung.

Doch die eigentliche Frage, die sich aufdrängt, ist eine ganz andere:

Wenn ein preisgekröntes Pferd von einem preisgekrönten Koch in einer preisgekrönten Küche verarbeitet wird – wie teuer war dann wohl das Menü?

War es ein Schnäppchen des Grauens oder das teuerste „Rindfleisch“, das je über eine Theke gewandert ist?

https://www.n-tv.de/panorama/Preisgekroentes-Rennpferd-endet-im-Kochtopf-id30471011.html

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