Der Stoff, den unser Körper jetzt braucht!

Im Winter sind Sonnenstrahlen rar. Das schlägt nicht nur aufs Gemüt, wir bekommen auch zu wenig UV-Strahlung ab, die für unseren Körper notwendig ist – vor allem für die Produktion von Vitamin D. Denn es wird zu rund 90 Prozent in der Haut gebildet – jedoch nur unter dem Einfluss der Sonne und die steht in der kalten Jahreszeit in unseren Breitengraden zu flach. Die Vitamin-D-Aufnahme über Lebensmittel spielt nur eine untergeordnete Rolle. Zwar enthalten fette Fische, Pilze, Avocado und Eier die notwendigen D-Vitamine, allerdings nicht in den für Menschen relevanten Mengen. Fakt ist: Von Oktober bis März leiden die meisten von uns unter Vitamin-D-Mangel.

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Eine Studie des Robert-Koch-Instituts über die Vitamin-D-Versorgung in Deutschland zeigt alarmierende Ergebnisse. Bei mehr als der Hälfte der über 4.000 untersuchten Personen aller Altersstufen wurde ein erhebliches Defizit an Vitamin D festgestellt: Der Vitamin-D-Spiegel im Blut von 57 Prozent der untersuchten Männer und 58 Prozent der Frauen lag unterhalb des kritischen Grenzwertes. Bei den über 65-jährigen Frauen waren 75 Prozent unterversorgt.

Wozu Vitamin D?

Vitamin D sorgt dafür, dass der Körper Kalzium aufnehmen und in den Knochen einbauen kann. Ein schwerer Mangel führt bei Kindern zu einer Rachitis, jener Krankheit, bei der die Knochen weich bleiben und sich verformen, was zum Beispiel zu X- oder O-Beinen führen kann. Auch Osteoporose, der Knochenschwund, kann eine Folge von zu wenig Vitamin D sein; bei Senioren steigt bei niedrigem Spiegel zudem das Risiko für Stürze oder Knochenbrüche. Auch in der Krebsprävention spielt Vitamin D eine entscheidende Rolle. Verschiedene Studien belegen, dass ein hoher Anteil Vitamin D im Blut das Risiko an Krebsarten wie zum Beispiel Darm- oder Brustkrebs um circa 40 bis 50 Prozent verringert.

Vitamin D steuert in unseren Zellen über 2000 Gene. Es hat so Einfluss auf die Ausschüttung zahlreicher anderer Substanzen und beeinflusst auf diesem Wege fast alle Bereiche unserer Gesundheit. Angefangen von der Gesundheit der Organe und des Herz-Kreislaufsystems, über das Immunsystem bis hin zu Muskeln, Nerven und Gehirn – Vitamin D ist an unzähligen körperlichen Prozessen beteiligt.

Den Mangel beheben

Eine Möglichkeit, den Vitamin D-Mangel zu beheben, besteht darin, Vitamin-Präparate einzunehmen. Wer seine Speicher auf diese Weise auffüllen möchte, sollte vorher den Vitamin-D-Gehalt seines Blutes bestimmen lassen und die Präparate mit Rücksprache und unter Aufsicht eines Arztes einnehmen. Eine Überdosierung des Vitamins durch Sonnenlicht ist nicht möglich, eine durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten aber schon. Deshalb rate ich davon ab, sich eigenständig damit zu versorgen.

Will man seinen Vitamin-D-Spiegel auf unbedenkliche Weise erhöhen, bleibt, einen Flug in die Sonne zu buchen, anstatt den Winterurlaub auf der Skipiste zu verbringen.

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Ronai Chaker

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Maria Lodjn

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