Verfasser unbekannt

Der Text wurde am 10.08.2005 im Wienerisch-Forum auf janko.at gepostet und ich wollte ihn unseren deutschen FUFlern nicht vorenthalten.

Der Ansturm deutscher Studenten macht unseren Medizinunis schwer zu schaffen. Das Problem: wir müssen deutsche Bewerber gleich behandeln wie die Österreicher. Die Lösung: Der Numerus Austriacus Medicinalis. Ein Eignungstest, der deutsche und österreichische Bewerber mit völlig identischen Fragen aus dem praktischen medizinischen Alltag konfrontiert. (Die dezente Heranziehung minimal identitätsstiftender Austriazismen muss dabei erlaubt sein!)

1. Ein wamperter Tschecherant steht blunznfett mit einer Eitrigen auf einem Fensterbankl im Mezzanin. Sind notfallmedizinische Maßnahmen aus ärztlicher Sicht angezeigt?

2. Darf raunzendes Pflegepersonal scheanglnden Tachinierern ein Jaukerl geben, während diese büseln?

3. Sie besuchen ein Wiener Kaffeehaus und geben sich als Medizinstudent(in) im ersten Semester zu erkennen. Die korrekte Anrede durch den Ober lautet:

a. Herr/Frau Metzgerlehrling

b. Awezahrer & BAföG-Zutzler

c. Herr/Frau Doktor oder gleich Herr/Frau Medizinalrat.

4. Ein Zniachtl von einem Patienten verkutzt sich: Seine Birne sieht plötzlich aus wie ein Paradeiser. Ist es korrekt, die Birne des Patienten einzufatschen, sollte man ihm ein Pulverl geben oder reicht es, wenn er ein gutes Papperl bekommt?

5. Wären die obgenannten Methoden geeigneter, wenn unser Patient statt dem Friedhofsjodler ein Schlagerl gehabt hätte?

7. Muss jemand mit marodem Beuschl, der fesch weitertschickt, den Löffel abgeben?

8. Ein schaasaugerter Patient reißt einen Stern. Nach dem Buserer hat er einen Dippel. Er hat einen ziemlichen Fetzen. Er speibt sich in der Notaufnahme an. Kann zum entfernen des Gespiebenen auch der Fetzen des Patienten verwendet werden? Wenn nein - warum nicht?

9. Ein verwoadaglter, nicht assekurierter Straßenmusiker kommt mit der Quetschn am Arm ins Spital. Die Quetschn wird nicht behandelt. Kann er mit der Quetschn am nächsten Tag wieder musizieren?

10. Ein Chirurg darf nicht tramhappert sein, sondern muss bei seiner Hackn aufpassen wie ein:

a. Schuhmacher(in)

b. Engelmacher(in)

c. Haftelmacher(in)

11. Unterm Bett eines Patienten liegt ein Lurch. Was tun sie?

a. Lassen sie die Station evakuieren und verständigen das amphibische

Institut.

b. Sie versuchen mit Hilfe des Patienten den Lurch zu fangen.

c. Sie rufen den Reinigungsdienst und lassen auch gleich den Nachtscheam

ausleeren.

Da unter deutschen Studenten bereits Skripten und Schummelzettel für die letzte Woche publizierten Fragen kursieren, haben wir im Auftrag des Bildungsministeriums neue Testfragen ausgearbeitet:

Tipp: Positionieren Sie den Mauszeiger auf einem der unterstrichenen Wörter; nach 2-3 Sekunden erscheint die hochdeutsche Erklärung dazu.

1. Dem Wiener Bürgermeister geht im Wahlkampf das Geimpfte auf. Warum ist eine konservative Therapie hier keinesfalls angezeigt?

2. Wirkt sich auf die von Ihnen gewählte Behandlungsmethode aus, dass der Häupl seiner Oidn den Weisl gegeben hat?

3. Sie haben eine Blinddarmoperation konsequent vagoglt. Pompfüneberer nehmen sich nun des Patienten an. Alles paletti oder eigentlich ka Gaudi?

4. Ist es tatsächlich leiwand, dass die Assistenzärzte einihackln und barabern wie net gscheit und der Primar die ganze Marie einsteckt?

5. Auf dem (OP-)Tisch liegt eine Eitrige mit Buckel. Welches (OP-)Besteck verwenden Sie?

6. Müssen Sie bei einem Österreicher, der über Schmerzen in den Füßen klagt, auch die Oberschenkel untersuchen?

7. Im Mikroskopierkurs kriegen Sie beim Scheangln durch den Zuwezahrer Schädlweh. Lassen Sie sich vom Professor trotzdem weiter karniefeln?

8. Ist Schuhplattln ansteckender als Schafblattern?

9. Exkurs Strahlenmedizin: Wie viel Millirem hat ein Millirahmstrudel?

10. Läuft es in jedem Fall unter "ambulanter Eingriff", wenn Sie Patienten definitiv am Tag der Operation hamdrahen?

11. Fortpflanzungsmedizinische Spezialfrage (v. a. für Med-Uni-Innsbruck-Bewerber). Ausgehend von dem Axiom "Bevorsch von an Oberlander a Bussl kriagsch, hasch von an Unterlander scho a Kind" sind die Einwohner welcher Tiroler Region sexuell am aktivsten?

12. Der neunte Hieb

a. ist wie jeder Hieb ein geistiger Defekt.

b. kann auf der Bluatwiesen dazu führen, dass man ein Bankl reißt.

c. ist der Standortbezirk des AKH Wien.

13. Wenn 4 von 5 Deutschen unter nervösen Stimmungsschwankungen leiden, heißt das, dass einer von fünf Deutschen seine nervösen Stimmungsschwankungen genießt?

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