Brüder und Schwestern, liebe Freunde in Fischundfleisch, liebe Community!

Anlässlich meiner Osterpredigt ist es unserer Schwester Vera schwer gefallen zu glauben, dass ich den Kunstraum in der Nähe der Wiener Oper nach Richtlinien der Gemeinwohlwirtschaft betreibe. Ich will hier nicht die 500-Seiten-Chronik der Galerie publizieren, um den Beweis dafür anzutreten. Aber ich werde die Chronik tatsächlich einmal schreiben, wenn mir Vera dieses Projekt finanziert.

Bis dahin möchte ich auf fischundfleisch aber immer wieder ein Gemeinwohlhäppchen aus der Galerie servieren. Dabei gilt VORSICHT: es könnte sich um WERBUNG handeln! Für die Wirkung ist der Leser selbst verantwortlich. Bei Nebenwirkungen, die vorwiegend bei Ungläubigen:) auftreten können, wendet euch bitte an Vera!

thurnhofer.cc www.kunstsammler.at

Warum organisiert der Kunstraum am Samstag, 15. Juni, einen Piano-Day? Es kann vorkommen, dass ein Pianist seinen Flügel irgendwo unterstellen muss, weil er sich eine entsprechend große Wohnung gerade nicht leisten kann. Da ich Bedenken hatte, dass Größe des Instruments und Probenzeiten des Pianisten mit den Geschäftsinteressen der Galerien nicht kompatibel seien, habe ich längere Zeit gezögert. Nachdem der Pianist im September des Vorjahres auf seinem eigenen Flügel im Kunstraum ein Konzert gegeben hat (wobei ein befreundeter Unternehmer den Transport gesponsert hat), haben wir uns geeinigt, dass der Flügel im Kunstraum bleiben wird.

Wie ein Lauffeuer hat sich in der Musikszene Wiens verbreitet, dass man für eine geringfügige Miete (zum Vergleich: ein Zehntel der Abend-Miete des Ehrbar Saales) im Kunstraum Konzerte geben kann. Mindestens 30 Pianisten haben im vergangenen halben Jahr den Flügel genutzt aber immer bemängelt, dass die Mechanik des Gerätes nicht mehr perfekt ist. Könnte mir ja wurscht, sein, ich bin schließlich kein Konzertveranstalter, sondern stelle nur die Galerie zur Verfügung und die Miete gebe ich an den Eigentümer des Flügels weiter. Unternehmer zeichnen sich aber nicht durch Unterlassung aus, deshalb hab ich den Piano-Day am 15. Juni organisiert, um aus Spenden der Besucher die Mittel für die Generalsanierung des Flügels aufzubringen.

Wer immer an der Gemeinwohlwirtschaft teilnehmen will, ist am 15. Juni 2019 herzlich willkommen. Tolles Programm von Klassik über Filmmusik bis Boogie ist garantiert! Zehn Top-Pianisten haben bereits zugesagt.

Schwester Vera verlangt explizit: „Ich will keine Erklärung, was Gemeinwohlwirtschaft ist, sondern was an der Galerie des Herrn Thurnhofer Gemeinwohlwirtschaft ist.“ Hier die Antwort: Gemeinwohlwirtschaft ist die Öffnung der Kunstgalerie für Musiker, die hier in bester Lage Wiens eine zusätzliche Möglichkeit bekommen haben, für einen symbolischen Umkostenbeitrag, manchmal kostenlos (das soll aber bittschön unter uns bleiben!) - aufzutreten. Und des öfteren, wenn junge Musiker noch keinen großen Fan-Club haben, leg ich selbst einen Geldschein in die Spendenbox. Aus meiner Privattasche.

Ziehet hin in Frieden, aber nicht her über mich :)

Siehe auch: so schön kann Arbeit sein!

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G. Szekatsch

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MarieRedelsteiner

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