Der Rechnungshof ist eine der wenigen Institutionen, die über Jahre und Jahrzehnte Missstände des Landes aufgedeckt hat. Oft ein bisserl spät, aber immerhin. Die Beamten bleiben auch immer höflich und dimplomatisch im Ton, aber sie fördern Zahlen zu Tage, die man nicht leugnen kann.

DerStandard.at https://www.derstandard.at/story/2000142178079/50-anerkannte-impfschaeden-nach-corona-impfung-in-oesterreich

"Der Rechnungshof überprüfte die „Versorgung von Personen mit postakuten Infektionssyndromen“ und stellt in seinem heute veröffentlichten Bericht fest: Gesicherte epidemiologische Daten, also darüber, wie häufig und weit verbreitet eine Krankheit ist, wären wesentlich, um eine angemessene Versorgung der Betroffenen zu planen." Auf Deutsch: die zuständigen Stellen haben fahrlässig gehandelt. Anstatt exakte Zahlen zu erheben, haben sie ominöse "Inzidenzfälle" berechnet.

Aber der RH ist nicht blöd: "Um das PAIS-Geschehen in Österreich vor dem Hintergrund der stark eingeschränkten Datenlage ansatz- beziehungsweise näherungsweise darstellen zu können, zog der Rechnungshof unter anderem Arbeitsunfähigkeitsmeldungen der ÖGK, Maßnahmen der PVA im Bereich ambulante und stationäre Rehabilitation und Daten aus dem Bereich der Fondskrankenanstalten heran. Er legte seinen Auswertungen drei mit dem Gesundheitsministerium abgestimmte ICD-10-Codes zugrunde.

So waren bei der ÖGK im Zeitraum Jänner 2020 bis Ende Juni 2024 104.199 abgeschlossene Arbeitsunfähigkeitsmeldungen mit PAIS-Diagnosen erfasst, davon 90 Prozent in den Jahren 2021 und 2022. Drei Viertel der 104.199 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen dauerten maximal zehn Tage, 90 Prozent maximal 25 Tage. Die erfassten Personen waren durchschnittlich 42 Jahre alt und es waren mehr Frauen (rund 58 Prozent) als Männer betroffen."

Wer keine Zeit hat selbst nachzurechnen: 90 Prozent in zwei Jahren sind rund 47.000 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen mit PAIS-Diagnosen pro Jahr - in den beiden Jahren der Massenimpfungen!

Am 30. Dezember 2022 berichtete ethos über die massenmedienhaft verbreitete Lüge: "50 anerkannte Impfschäden in Österreich" und entlarvte die Mechanismen der Gleichschaltung: Die Tiroler Tageszeitung nennt wenigstens die APA als Quelle. Der Standard gibt an, die Info stamme von der "Redaktion" - es ist egal, ob sich die Zeitung mit dieser kleinen Fälschung selbst wichtig machen will, oder ob sie sich bereits so stark mit ihrer Rolle als Hofberichterstatter identifiziert, dass sie alle Regierungsmeldungen unkritisch als "redaktionelle" Information übernimmt. Die Presse schreibt als Quellle: APA/Red - die redaktionelle Leistung besteht in der Kürzung der Agenturmeldung. Auf Mein Bezirk zeichnet Adrian Langer persönlich für Copy-Paste verantwortlich - das ist oft die einzige Möglichkeit für "freie" (d.h. nicht fix angestellte) Journalisten, über Zeilenhonorar ein paar Euro zu verdienen. Nicht zuletzt reiht sich zackzack.at, das angeblich kritische ezine von Peter Pilz, in die Reihe der CopyPaste-Journaille ein.

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