oceanverde/pixabay https://pixabay.com/de/photos/esel-%C3%A4ltere-tierleid-tierverein-1104992/

Die Not der Menschen in aller Welt ist groß. Aber das Elend der Tiere ist milliardenfach größer. Man denke nur an die allein in Deutschland durchschnittlich mehr als 2 Millionen geschlachteter Tiere pro Tag. Und all diese Tiere werden gewißlich nicht zärtlich totgestreichelt.-

(Zahlenquelle: Statistisches Bundesamt 2021)

Tierquälereien in der Öffentlichkeit wie es früher auch bei uns über Jahrhunderte üblich war, gibt es heute hier kaum noch. Man denke beispielsweise nur überladene Hunde-, Pferde- und Ochsenkarren. Überall in der Landwirtschaft, Bergbau, in den Städten wurde die Kraft von Tieren brutalst ausgenutzt.

In dem islamisch dominierten Land Afrika ist das zum großen Teil immer noch so. Tiere haben dort keinen großen Stellenwert. (Frauen übrigens auch nicht)

Man kennt es aus vielen Dokumentarfilmen und Fernsehberichten : Hochbeinige dürre Kamele, kleine magere Pferde, ausgemergelte noch kleinere Esel, schleppen unglaublich-riesige, schwankende Lasten über staubige Pisten. Unbarmherzig von fast automatisch ausgeteilten, ständigen brutalen Knüppelschlägen oder Peitschenhieben ihrer Besitzer angetrieben - die oft zudem noch faul und fettleibig auf den überlasteten Tieren thronen. (Unverständlich und deprimierend in diesem Zusammenhang auch, was manche Touristen plagt, dem nachzueifern und sich von diesen Tieren ebenfalls durch den Wüstensand schleppen zu lassen - und mit solchem touristischen Firlefanz letztlich Geschäftemacherei mit dem Elend der Tiere noch zusätzlich anzukurbeln.)

RespekTiere

RespekTiere

Schon vor über 20 Jahren schilderte Dr. Escarlata Brito, in einem von der Schweizer Tierrechtsorganisation ATRA und CIFAM (Frankreich) verbreiteten Bericht, besonders grausame Eselquälereien aus Mauritanien.

RespekTiere

"Die Esel werden hier gezwungen, stark überladene Karren zu ziehen. Ununterbrochen wird auf sie mit massiven Stöcken eingeschlagen, sodaß die Haut aufplatzt. Trotz der blutenden, infizierten Wunden werden die armen Tiere ohne Erbarmen weiter mit Schlägen traktiert. Meist unversorgt von ihren hartherzigen Besitzern, müssen sie sich von den Abfällen auf der Straße ernähren. Da dauerhaft überfordert, halten die Knochen der Belastung nicht lange stand. Sie werden sprichwörtlich zu Tode geschunden. Mit Wunden übersät und oft gebrochenen Gliedern werden sie wie Müll in der Wüste "entsorgt", um dort qualvoll zu verhungern und zu verdursten..."

RespekTiere

Ich war damals Vorsitzender eines kleinen Tierschutz-Arbeitskreises e.V. und dachte, mit extra auf französch abgefaßten Protestschreiben, an den damaligen Präsidenten Maouya Ould Sidi Ahmede Ould Taya, von Mauretanien gerichtet, etwas erreichen zu können.

Das war falsch gedacht. Natürlich kam keine Antwort, obwohl mindestens 100 Mitglieder des Arbeitskreises auch dorthin geschrieben haben.

Vermutlich hat man über ein solch naives Tierschutzbemühen aus dem fernen Germany dort nur gelacht.-

Hier nun ein aktueller Bericht aus Afrika über die Situation der Tiere, hier speziell der Esel in Mauretanien.

Er stammt von Tom Putzgruber, einem Österreicher, der seit 2005 kontinuierlich mit seinem kleinen Team RespekTiere e.V. VOR ORT, einen wirklich segensreichen Fortschritt für armen Tiere dort erreicht hat.

Von RespekTiere werden besseres Zaumzeug, Medikamente und Verbandsmaterial zur Verfügung gestellt und ein einheimischer Tierarzt versorgt mit seinen Helfern nicht nur Esel, sondern auch Pferde und Straßenhunde.

Tom Putzgruber:

°Tatsächlich gab es in Mauretanien vor unserem Erscheinen das Wort „Tierschutz“ in der gebräuchlichen Form nicht, und auch keine Vorstellung dessen. So zum Beispiel hieß „Esel“ in manchen Dialekten einfach nur „das Tier, das man schlägt“.

RespekTiere

Was war das Hauptproblem mit den Eseln? Ein permanentes Schlagen der Tiere, oft alleine aus Langeweile. Allesamt waren die Esel deshalb mit oft furchtbaren Wunden überzogen; dazu kam ein aus Stofffetzen, Metallteilen, Plastikteilen und verrostetem Draht zusammengeflicktes Zaumzeug, welches bei jedem Schritt scheuerte, so an allen möglichen Stellen Aufschürfungen und offene Fleischwunden verursachte. Immer blieben die Verletzungen unbehandelt, denn einen Tierarzt konnten sich die Menschen hierfür nie leisten. Ist es doch die unterste Bevölkerungsschicht, welche mit den Eseln arbeitet – Harantines genannt, Nachkommen ehemaliger Sklaven (ein weiterer Aspekt Mauretaniens: Es wird geschätzt, dass es unter einer Bevölkerung von rund 4 Millionen Menschen ganze 600 000 gibt, welche als Skalven oder in sklavenähnlichen Verhältnissen arbeiten. Damit belegt Mauretanien in einer traurigen Statistik Rang 1 – es verfügt gemessen an der Gesamtbevölkerung am höchsten Sklavenanteil weltweit). Dazu die Fütterung – bis zu 100 % durch Pappe! Tatsächlich sahen wir immer wieder, dass es einen eigenen Beruf gibt: Nämlich jenen, wo Menchen den ganzen Tag nichts anderes tun, als Altkartons zu zerkleinern, um diese Stücke dann als Eselfutter zu vermarkten.

RespekTiere

Dann die ungeheueren Lasten! Bis zu 1000 (!!!) kg werden den Eseln aufgebürdet!

Wir sahen einmal einen Mann, der 50 20kg-Kübel Farbe auf einen Eselkarren lud; daneben ein Pickup mit 140 PS, wo gerademal die Hälfte Platz fand. Wie denn das, so die Frage. „Der Wagen kostet viel Geld, hat einen Wert“, lautete die ehrliche, aber umso erschütternde Antwort. „Im normalen“ sind es zwei Wasserfässer zu jeweils 200 kg, welche der Esel zu schleppen hat. Dazu der schwere Eisenkarren, die Räder oft und oft nicht aufgepumpt, das Gewicht des Fahrers, das sind dann schnell mal 600 kg, welche allesamt durch Wüstensand bewegt werden möchten. Die Arbeitszeit, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Die Misere, in welche diese Menschen leben, wo sie nicht wissen, wie sie im Heute die eigenen Kinder satt kriegen. All das bildet einen herzzerreißenden Kreislauf...

RespekTiere

RespekTiere

Tom Putzgruber hilft einem zusammengebrochenen Esel

Tiere sind die Ärmsten der Armen. Man kann nur immer wieder festhalten: Für Tiere hat der Teufel keine Hörner und keinen Klumpfuß, sondern eine Menschenfratze.

Wahrlich für die Mehrzahl der tierischen Mitgeschöpfe in Menschenhand, wäre ein Nichtsein besser als das Sein.-

Erst durch das engagierte Vorgehen VOR ORT von dem unvergleichlichen Tom Putzgruber, der seit Jahrzehnten 24/7 an allen Fronten des Tierschutzes (u.a. in Österreich, Deutschland, Rumänien, Bulgarienn) aktiv ist, konnte diese Eselshilfe in Mauretanien, diesem vom Islam beherrschten Land aufgebaut werden.

Der ausführliche Bericht mit vielen Fotos ist unter dem Link https://www.respektiere.at/2024/01/30/zurueck-aus-mauretanien-das-projekt-im-19-jahr/ einzusehen.

Ein großes DANKE lieber Tom an Dich und das ganze Team von RespekTiere!

Danke auch an Wolodja, der diesen Bericht zuerst eingestellt hat. https://wolodja51.wordpress.com/2024/04/10/warum-sich-respektiere-e-v-der-leidenden-esel-in-mauretanien-angenommen-hat/

Alle Fotos : Tom Putzgruber RespekTiere e.V.

5101 Bergheim

Österreich

info@respektiere.at

https://www.respektiere.at/ -

❤️ Hier ist auch das Spendenkonto einsehbar ! ❤️

N.S.: Für den diesmal sehr bildlastigen Beitrag wird um Verständnis gebeten. Aber Fotos sagen oft mehr als 1000 Worte...

8
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

Tourix

Tourix bewertete diesen Eintrag 14.04.2024 14:23:36

Iris123

Iris123 bewertete diesen Eintrag 14.04.2024 08:31:20

invalidenturm

invalidenturm bewertete diesen Eintrag 13.04.2024 10:30:17

Aron Sperber

Aron Sperber bewertete diesen Eintrag 13.04.2024 07:49:11

nzerr

nzerr bewertete diesen Eintrag 13.04.2024 06:19:26

philip.blake

philip.blake bewertete diesen Eintrag 12.04.2024 22:10:05

Petra vom Frankenwald

Petra vom Frankenwald bewertete diesen Eintrag 12.04.2024 09:38:23

trognon de pomme

trognon de pomme bewertete diesen Eintrag 12.04.2024 09:31:17

162 Kommentare

Mehr von Ulrich H. Dittmann