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Menschen als angstkrank zu bezeichnen, weil sie angesichts eines Kampfhundes, der nicht angeleint und ohne Beißkorb frei auf der Straße herumläuft, Furcht empfinden, hieße, das Wesen der Angststörung gründlich zu verkennen. Eine solche Einschränkung gilt jedoch nicht für Personen, die panisch werden, bloß weil sich ein Nachtfalter in ihr Zimmer verirrt hat. Wem allein schon der Anblick einer Spinne, einer Schlange, einer Maus oder einer Ratte den Schweiß aus den Poren treibt, muss davon ausgehen, an einer Tierphobie zu leiden. Doch auch übertriebene Angst vor Hunden, Katzen, Pferden kann ein Hinweis auf eine Angststörung sein.

– Tierphobien haben insgesamt 15 % der Befragten. Jede fünfte Frau leidet darunter, aber nur jeder zehnte Mann.

– Jüngere Menschen sind signifikant häufiger davon betroffen.

– Tierphobien treten häufiger bei Menschen auf, die sich von bestimmten sexuellen Wünschen bedroht fühlen.

– Frauen mit Tierphobien leiden vermehrt unter Orgasmusstörungen.

– Betroffene leiden signifikant häufiger unter Verspannungen und erhöhtem inneren Antrieb.

Bei kleinen Kindern ist es selbstverständlich, dass sie Mensch und Tier noch auf dieselbe Stufe stellen. Auch in der Welt der Märchen und Mythen denken, fühlen und handeln Tiere oft wie Menschen. Was liegt also näher, als davon auszugehen, dass auch bei der Tierphobie Tiere dafür verwendet werden, Menschen bzw. personifizierte menschliche Organe darzustellen. Dass sich die Schlange für die Repräsentation des männlichen Phallus gut eignet, ist mittlerweile schon zum psychologischen Allgemeingut geworden.

Auch die in der Karikatur bis zum Überdruss dargestellte, vermeintliche Reaktion einer Frau auf den Anblick einer Maus oder einer Ratte (das Zusammenpressen der Oberschenkel) verweist auf die assoziative Verknüpfung mit dem männlichen Sexualorgan. Weniger bekannt ist vielleicht die Beziehung der Spinne zur verschlingenden Mutter oder zum dem als „verschlingend“ fantasierten weiblichen Genitale. (So fressen manche Spinnenweibchen ihren Sexualpartner noch während oder nach dem Koitus). Hunde, Pferde stehen im Unbewussten oft für den aggressiven, unberechenbaren, bedrohlichen Vater.

Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich Tiere hervorragend als Projektionsfläche eigener verdrängter Triebimpulse eignen. Die Gefahr, die scheinbar vom Tier ausgeht, entspricht der Triebgefahr, die den Angstkranken von innen her bedroht. Bewusst wollen sie nicht mit dem Nachtfalter, unbewusst aber nicht mit der abgewehrten Erregung, die durch das „flatternde“ Tier (oder die „kribbelnde“ Spinne) repräsentiert wird, in Berührung kommen. Im Ekel zeigt sich die sexuelle Lust – nur mit umgekehrten Vorzeichen, in abgewehrter Form.

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Iris123

Iris123 bewertete diesen Eintrag 04.08.2019 20:37:18

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