Es ging durch alle Medien, und die Gutgläubigen atmen seitdem auf: das BIP (Brutto-Inlandsprodukt) 2025 in Deutschland ist nach der längsten Nachkriegs-Rezession erstmals wieder gestiegen. Um ganze nullkommazwo Prozent! Viel ist das ja nicht; aber immerhin scheint das Ende der Talsohle erreicht, es geht wieder aufwärts.

Wirklich??

Was ist überhaupt das BIP? Es bezifferrt die Summe aller geldwerten (also bezahlten), produktiven Tätigkeiten innerhalb Deutschlands: also materielle Produktion wie Lebensmittel, Geräte, Haus- und Straßenbau - aber auch z. B. alle Arbeit von Polizisten, Lehrern, Rechtsanwälten oder Geistlichen. Auch Haus- und Wohnungsmieten zählen dazu, und zwar selbst dann, wenn der Eigentümer selber darin residiert - in letzterem Fall als fiktive Miete, geschätzt nach marktüblichem Preisniveau. Und sogar Steuern ("Gütersteuern" = Steueranteil am Endpreis von Gütern) werden da mit hineingerechnet

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Wenn also Merkel & Consorten Millionen sogenannter Asylbewerber ins Land holen, und die Kosten für deren Unterbringung, Verpflegung, medizinische und juristische Betreuung explodieren --> "Wirtschaftswachstum".

Wenn in der Folge die Wohnungsmieten durch die Decke gehen --> "Wirtschaftswachstum" - wundersamerweise sogar bei allen Eigenheimbesitzern, obwohl die gar keine Miete zahlen.

Wenn die Kosten für öffentliche Sicherheit (Absicherung von Weihnachtsmärkten etc., Polizeieinsätze bei politischen Massenveranstaltungen, Schutz sensibler Infrastruktur gegen Anschläge, Strafjustiz und Strafvollzug) in noch nie gekannte Regionen klettern --> "Wirtschaftswachstum".

Wenn die Preise für Heizöl, Benzin oder Gas durch CO2-Abgaben plus Mehrwertsteuer drauf in immer ruinösere Regionen getrieben werden --> "Wirtschaftswachstum".

Wenn immer mehr Geld in "Parkraumbewirtschaftung" (Baumaßnahmen zu willkürlicher Parkraumverknappung, Aufstellung und Betrieb teurer Kassenautomaten, systematische Kontrollen und Verfolgung von Verstößen) gesteckt wird --> "Wirtschaftswachstum".

Wenn unsere Politiker auf Teufel komm raus die Produktion von Kriegswaffen und Munition für ein anderes Land (was, bitte, ist daran produktiv?) anheizen und Rekord-Staatsschulden dafür aufnehmen --> "Wirtschaftswachstum".

Und wenn die Politiker jährlich ihre Diäten und die Gehälter für die epidemisch wachsende Zahl ihrer Hofschranzen erhöhen, während der einfache Bürger reale Kaufkraft einbüßt, dann gilt natürlich auch das als "Wirtschaftswachstum".

Jeder einzelne der oben eher zufällig herausgegriffenen Punkte (die Liste ließe sich um ein Vielfaches verlängern) dürfte schon für sich allein genügen, um die hauchdünne 0,2%-Eisdecke einbrechen und das wahre BIP wieder in die Rezession untertauchen zu lassen. Im Endergebnis ist das deutsche "Wirtschaftswachstum" 2025 eine faustdicke, dreiste Lüge.

Nun wird das BIP nicht einfach willkürlich zusammenfantasiert, sondern nach fest vorgegebenen Regeln errechnet. Das hoch komplizierte Regelwerk dafür wird - genauso wie der "Warenkorb" zur Berechnung der Inflationsrate - normalerweise alle 5 Jahre aktualisiert, denn die Zeiten ändern sich: genauso, wie der "Warenkorb" 2025 realistischerweise andere Dinge enthalten muss als ein Jahrzehnt früher, ändert sich mit der Zeit natürlich auch das, was man halbwegs zu Recht als "produktive Leistung" dem Brutto-Inlandsprodukt hinzuzählen kann und darf. Aber - jetzt halten Sie sich fest: eben das wurde seit über 10 Jahren nicht mehr aktualisiert! Das deutsche BIP 2025 wurde immer noch nach den zuletzt 2014 festgelegten Regeln berechnet - noch vor Merkels "Wir schaffen das", noch vor der Entstehung der Asyl- und Klimarettungs-Industrie, noch vor Corona, noch vor Nordstream-Zerstörung und Atomkraft-Abschaltung, noch vor der Kriegswirtschaft in Sachen Ukraine, noch vor dem Aufkommen der meisten "NGOs", noch vor dem politischen/rechtlichen/wirtschaftlichen Umbruch der Medienwelt. 2014 war eine völlig andere Zeit; was damals kategorisch als "produktive Leistung " galt, ist heute in vielen Fällen ausgesprochen kontraproduktiv und wirtschaftshemmend.

Zudem war die Definition von 2014 auch damals schon unrealistisch verwässert; die Maßstabsverzerrungen beim BIP haben eine viele Jahrzehnte alte Vorgeschichte.

Jede ehrliche Aktualisierung des BIP bedeutet für Politiker eine Einschränkung ihrer Möglichkeiten, ihre zunehmend kontraproduktive Politik fälschlich als "erfolgreich" zu verkaufen. Das hat einen Selbstverstärkungseffekt: je weiter sich die politische Realität von der veralteten Definition des BIP entfernt, desto mehr Narrenfreiheit gewinnen Politiker unter diesem Label. Um so mehr sind sie auch daran interessiert, diese Diskrepanz eher noch weiter zu vergrößern: eben in dieser Diskrepanz steckt ja die willkommene Lüge. Die schon seit 5 Jahren überfällige Aktualisierung ist folglich auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten, jedenfalls nicht unter der aktuellen Regierung.

Man muss also noch nicht mal konkrete Manipulation unterstellen, um die Behauptung eines "Wachstums" 2025 in Deutschland als Lüge zu entlarven - obwohl es in einer so komplexen, statistischen Datenerhebung natürlich auch haufenweise manipulierbare Elemente gibt. Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast... Schon in der offiziellen, formal korrekten Definition taugt das deutsche "BIP" schon lange nicht mehr als realistischer Maßstab für die Wirtschaftsentwicklung; es ist stattdessen längst zum bloßen Instrument der Staatspropaganda verkommen, wie weiland in der "DDR".

Wer heute als einfacher Bürger wissen will, wie es der deutschen Wirtschaft wirklich geht, der schaue erst mal in seinen persönlichen Geldbeutel: wieviel Geld ist da am Monatsende noch drin, wieviel kann ich "zurücklegen" - oder wieviele Tage sind womöglich am Ende des Geldes noch übrig? Und wie war das vor zehn Jahren, bei vergleichbarer Arbeitsleistung und Lebensführung? Wie oft im Monat kann ich mir aktuell leisten, komfortabel Essen zu gehen - und wie oft habe ich das vor 10 Jahren gemacht? Kann ich mir heute noch alle 5-10 Jahre ein neues (oder neues gebrauchtes) Auto leisten, wie ich es vor 10 Jahren noch konnte? Kann ich damit auch noch so viel fahren wie damals? Wieviel und welche Urlaube konnte ich mir vor 10 Jahren leisten - und heute? Welche Chancen konnte ich mir vor 10 Jahren noch ausrechnen, auch ohne Erbschaft irgendwann noch Wohneigentum zu erwerben? Und heute? Wie bedrohlich war vor 10 Jahren irgendeine Erkrankung für mich als Arbeitnehmer? Und heute? Wieviel % meines Bruttoeinkommens standen vor 10 Jahren nach Abzug von Steuern, Sozialversicherungen und Wohnungsmiete samt Nebenkosten noch zu meiner freien Verfügung - wieviel ist das jetzt? Und wofür reicht heute dieser frei verfügbare Rest, angesichts der gestiegenen Preise?

Das ist natürlich nicht so genau, wie es die 0,2 Prozent behauptetes "Wachstum" politisch vorgaukeln; aber im Gegensatz zu der Politpropaganda mit dem statistisch geschönten BIP ist es WAHR; es ist die unmittelbare, ungeschönte Realität! Ehrlich gerechnet, ist das BIP nämlich nichts anderes als die unterm Strich nach Abzügen bezahlte, produktive Leistung aller in Deutschland arbeitenden Menschen. Wir selber SIND das aufsummierte Brutto-Inlandsprodukt - jeder Einzelne von uns: mit dem, was wir von unserem Arbeitseinkommen frei verfügbar in der Hand haben. In Euro beziffert. Steigt das, haben wir Wachstum. Fällt es, dann haben wir Rezession.

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