Nach „Je suis Charlie“, „Je suis Paris“ und „Je suis Bruxelles“ ebbt die Begeisterung der Gutmenschen ab, sich mit Opfern zu solidarisieren. Leider nachvollziehbar. Wer will heute nach den Schlampereien der verschiedenen deutschen und anderen Sicherheitsbehörden „Je suis Berlin“ ausrufen. Die progressive Süddeutsche Zeitung SZ schreibt:

Das Wort "Terrorismus" gehört auf den Müllhaufen. Der Begriff hat keine allgemeingültige Definition und wird von Autokraten wie demokratischen Institutionen gleichermaßen benutzt.

Was für den einen Terror ist, ist für den anderen positiv belegt. So zum Beispiel die Französische Revolution von 1789. Zur selben Gruppe gehört der Holodomor (Tötung durch Hunger). Der schweren menschengemachten (Stalin) Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 und 1933 sind – je nachdem, wer rechnet: Russe oder Ukrainer - 3,5 bis 14,5 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Welcher Gutmensch möchte heute noch bekennen: „Je suis l'Ukraine“ oder „Je suis Holodomor“?

Am 15. September 1977 wird Bundeskanzler Helmut Schmidt in der „Bild“ mit folgendem Satz zitiert: "Wir besiegen die Terroristen". Doch wollen wir Helmut Schmidt keinesfalls mit Angela Merkel vergleichen. Schließlich sind Helmut Schmidts Terroristen Deutsche ohne Verbindung zum Islam und Mitglieder der RAF und das Opfer der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer! Heute ist die RAF eine Befreiungsbewegung und Hanns Martin Schleyer ein SS-Mann. Dass er zudem ein überzeugter Judenhasser (gewesen) ist, wollen wir lieber verschweigen, damit die Gutmenschen hier und anderswo ihn nicht zum Märtyrer erheben. Heute heißt es politisch korrekt:

„Ich bin Terroristen-Versteher!“

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nzerr

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Aron Sperber

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