Katastrophen - viel Show oder doch "echte" Anteilnahme?

Das jüngste Ereignis, das weltweit für viel Aufsehen und für viel Stoff in den Medien sorgte ist vorüber! In Thailand wurden die zwölf Buben und der Trainer einer Fußball-Mannschaft aus einer überfluteten Höhle gerettet – alle sind mittlerweile wohlauf. Tragisch dennoch, ein Taucher kam dabei ums Leben, was aber eigentlich "nur" eine Randnotiz wert war!

Die "Höhlenrettung" war das eigentliche Spektakel und wurde sogar zu einer "Touristenattraktion" - ist ja auch ganz toll, wenn man zuhause erzählen kann, dass man live dabei war und dass man sozusagen aus erster Hand davon berichten kann!

Irgendwie erschreckend, aber alle sind schlussendlich glücklich und zufrieden darüber, dass ja "fast" alles gutgegangen ist. Sogar diejenigen, denen das Schicksal von tausenden Menschen und Kindern, die schon im Mittelmeer ertrunken sind, wurscht ist, klatschen begeistert in die Hände. Egal, das waren ja "nur" Ausländer und Flüchtlinge, die sind nicht so einen großen Medienrummel wert!

Aber über zigtausende Tote berichtet man halt nicht so gerne, Beispiele aus der Vergangenheit gibt es ja genug.

Tschernobyl, am 26. April 1986 explodierte der Block 4 eines Atomkraftwerkes, wie viele Menschen heute noch an den Folgen leiden, weiß man noch immer nicht so genau.

Fukushima, 11. März 2011, ein Beben und ein darauffolgender Tsunami zerstören ein Atomkraftwerk, 18.500 Tote, ein Aufschrei weltweit - weg mit den Atomkraftwerken - auch viel "Show"!

Im Mai 2016 will die EU den Bau von Atommeilern vorantreiben und die Rahmenbedingungen für die Investoren stärken!!! Ohne Worte!!

Österreich - Jahrhundert-Hochwasser 2002 und 2013 verwüstet Österreich. Da lässt sich wieder etwas daraus machen - eine gute "Show" - Politiker/Innen rein in die Gummistiefel und vor laufender Kamera rasche und unbürokratische Hilfe versprechen....

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele von diesen betroffenen Menschen dieser Katastrophen heute noch auf Hilfe warten....

Es ist aber auch die Pflicht der Medien darüber zu berichten und viele Politiker/Innen nützen so eine Katastrophe schon auch ganz gern als "Plattform", um sich zu profilieren - um wie viel "Show" und um wie viel "echter Anteilmahme" es sich dabei handelt, darüber sollte sich jeder selbst eine Meinung bilden!

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Persephone

Persephone bewertete diesen Eintrag 18.07.2018 14:19:05

G. Szekatsch

G. Szekatsch bewertete diesen Eintrag 13.07.2018 02:04:58

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