Grüner Schwanz wird mit türkisem Hund wedeln

Kurz wurde für „Mitte-Rechts“ gewählt, bildet aber ausgerechnet mit der linkesten Partei Österreichs eine Regierung. Die linksgrüne Übermacht in Medien und Justiz wird zusätzlich dafür sorgen, dass der grüne Schwanz nach Belieben mit dem türkisen Hund wedeln können wird.

Kurz ist damit bereits nach 2 Jahren dort gelandet, wo Merkel 2015 nach 10 Jahren Regierung hineingeraten war. Merkel galt bis 2015 als Politikerin mit Hausverstand, die sich nicht vom grünlinken Mainstream beschwatzen ließ. Die verantwortungsbewußte Mutti war nicht bei Journalisten, aber dafür bei den Wählern beliebt.

2015 erfolgte der komplette Paradigmenwechsel. Merkel wurde mit „Wir schaffen das“ Heldin des medialen Mainstreams (inkl. BILD), verlor jedoch die Bindung zum Volk. Nur durch die massive Stigmatisierung der AfD als Nazi-Partei durch das gesamte Establishment konnten die Wähler bis jetzt noch so weit eingeschüchtert werden, eine gewünschte Alternative zu Merkels Mainstream trotzdem nicht zu wählen.

Auch bei Sebastian Kurz zeigte die Wahl von 2019 in eine sehr ähnliche Richtung. Er hatte die Wahl zwar sogar noch etwas höher als 2017 gewonnen. Aber gegen welche Gegner?

2017 musste er noch starke Konkurrenten wie HC Strache (der damals noch auf Du und Du mit der Krone war und die größte Facebook-Seite hatte) und den smarten Christian Kern (der allerdings mit der Silberstein-Affäre zu kämpfen hatte) schlagen.

2019 hatte er eine durch Ibiza-Video, Intrigen und Krone-Kampagnen völlig zerschossene FPÖ als Gegner und die schwächste SPÖ-Kandidatin ever. Mit massiver Unterstützung der Benko-Medien ist sich gegen kaputte und inferiore Gegner zwar ein klarer Sieg ausgegangen. Dies schaffte Sebastian Kurz 2017 noch ganz ohne Krone, Kurier und Profil, die er heute zur Verfügung hat. Kurz wurde von den Wählern eigenständiges Denken und Hausverstand zugetraut wie der Merkel von 2005 bis Anfang 2015. Das war viel wichtiger als die Kommentare von Journalisten.

Gewählt wurde Kurz 2017 vor allem als Antithese zur Merkel von Herbst 2015, die auf einmal auf Spiegel & Co. hörte. Kurz ist jedoch bereits nach 2 Jahren 2019 zur Merkel von 2015 geworden. Statt eine neue Phase einer Politik mit konservativem Hausverstand einzuläuten, ist er wie die späte Merkel einen Pakt mit dem Mainstream eingegangen und hat seinen Hausverstand dafür geopfert.

Die Enttäuschung im Mitte-Rechts-Lager, das eine klare Mehrheit hätte, aber nun eine Links-Regierung bekommt, ist entsprechend groß. Statt dem zur Mutti gewordenen Kurz lange nachzutrauern, sollte das Mitte-Rechts-Lager sich seiner eigenen Stärke besinnen.

Kurz wurde nicht wegen seiner Schönheit gewählt, sondern wegen seinen Inhalten. Österreichs Wähler wollten in der Migration eine rechte Politik, ohne dafür gleich die FPÖ wählen zu müssen. Nicht die Person Kurz, sondern das politische Angebot, kam bei den österreichischen Wählern äußerst gut an.

Eine neue Mitte-Rechts-Partei, die jene Inhalte aufgreift, könnte rasch seine enttäuschten Wähler übernehmen. Ein idealer Aufhänger wäre die Abschaffung der Zwangsgebühren. Damit könnte sehr rasch ein gemeinsamer Nenner gefunden werden, um viele Menschen für eine neue Partei zu mobilisieren.

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