Ein Polizeibeamter, der sich vor ein Fahrzeug gestellt hat, wird als vom Beamten verursachte Gefahr definiert und rechtfertigt KEINE tödliche Gewaltanwendung.
In einer nicht anonymisierten Entscheidung urteilte das Gericht, dass „Richter die Gesamtheit der Umstände berücksichtigen müssen“, die zu einem Vorfall geführt haben, und nicht nur den „Moment der Bedrohung“, in dem Gewalt angewendet wurde.
Und:
Aus Titel 1, Richtlinie des US-Justizministeriums zum Einsatz von Gewalt:
„Schusswaffen dürfen nicht allein zum Zwecke der Ausschaltung von fahrenden Fahrzeugen abgefeuert werden. Insbesondere dürfen Schusswaffen nicht auf ein fahrendes Fahrzeug abgefeuert werden, es sei denn: (1) eine Person im Fahrzeug bedroht den Beamten oder eine andere Person mit tödlicher Gewalt durch andere Mittel als das Fahrzeug; oder (2) das Fahrzeug wird in einer Weise gefahren, die den Tod oder schwere Körperverletzungen zu verursachen droht ... und es scheint keine anderen objektiv angemessenen Verteidigungsmittel zu geben, einschließlich des Verlassens der Fahrbahn des Fahrzeugs.”
Außerdem stellt das Begeben in die Fahrbahn eines fahrenden Fahrzeugs eine vom Beamten verursachte Gefahr dar und untergräbt jede Behauptung, dass tödliche Gewalt notwendig war.
Dieses Urteil vom Obersten Gericht der USA, welches schon überwiegend von trumptreuen Richtern besetzt war. Das Urteil hat in den Sicherheitskreisen in den USA für viel Gesprächsstoff besorgt.
Jonathan Ross, der seit 20 Jahren bei verschiedenen Sicherheitskräften ist konnte und musste von diesem Urteil wissen.
Hier nachzulesen: