Steuerzahler als Sponsor: Warum ein AfD-Mann seinen Fußballverein mit öffentlichen Mitteln durchfüttert

Jeder Mensch hat das Recht, sein Hobby zu pflegen – ob Briefmarken sammeln, Gartenarbeit oder Fußball. Wer es sich leisten kann, kauft sich teure Modelleisenbahnen, jagt mit Privatjets um die Welt oder investiert in Kunst. Und ja, auch Fußballvereine: Dietmar Hopp hat sich den TSG Hoffenheim zugelegt, Roman Abramowitsch den FC Chelsea – beide mit selbst verdientem Geld, auch wenn bei Abramowitsch die Herkunft der Mittel oft hinterfragt wird. Selbst in der fünften Liga ist es längst üblich, dass Amateurvereine ihren besten Spielern oder Trainern ein kleines Gehalt zahlen. Das ist legitim, solange es aus privater Tasche oder ehrlich erwirtschafteten Einnahmen finanziert wird.

Doch was Tobias Rausch, AfD-Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt, sich herausnimmt, ist kein harmloses Hobby mehr – es ist dreiste Untreue, schamlose Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit. Während andere Fußballfans ihr Geld ausgeben, das sie selbst erwirtschaftet haben, bedient sich Rausch einfach an den Steuergeldern, die eigentlich für die Beschäftigung von Büropersonal vorgesehen sind. Statt qualifizierte Mitarbeiter einzustellen, die die Interessen der Wähler vertreten, lässt er sich seinen persönlichen Fünftliga-Fußballclub vom Land bezahlen. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist Betrug – systematisch, mit System, und vor allem: mit einer Selbstverständlichkeit, die erschüttert.

Hier zeigt sich eine kriminelle Energie, die nicht erst mit der Macht beginnt, sondern schon im Vorfeld einer möglichen Regierungsübernahme offen zutage tritt. Es ist die gleiche selbstverliebte Arroganz, die wir von Donald Trump kennen: Die Regeln gelten für andere, nicht für mich. Ich nehme mir, was ich will – Hauptsache, es dient meinem Ego. Rausch agiert wie ein kleiner Despot, der Steuergelder als sein privates Spielgeld betrachtet. Wo bleibt da das Unrechtsbewusstsein? Wo die Scham? Stattdessen: eine schamlose Selbstbedienungsmentalität, die sich nicht einmal die Mühe macht, ihre Machenschaften zu verbergen.

Man fragt sich, wann Rausch sich das Vereinswappen seines Fünftligisten vergolden lässt – und wer das dann bezahlen muss. Die Antwort ist klar: der Steuerzahler, der schon jetzt für Rauschs persönliche Fußballträume aufkommt. Während andere Vereine um Sponsoren kämpfen, sichert sich Rausch seine Finanzierung einfach über den Umweg der Staatskasse. Das ist nicht nur dreist, es ist ein Skandal, der zeigt, wie die AfD mit öffentlichem Geld umgeht: nicht als Treuhänder, sondern als selbsternannte Herren über fremdes Vermögen.

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