Schlange vor einem Wahllokal für die Wahl zur Nationalversammlung 1919 | dhm.de

Eine Mehrheit, die in einem sogenannten demokratischen Staat aus politischer Sicht quasi "nichts" oder wahlweise immer wieder den gleichen Schmarrn macht – wie zum Beispiel Parteien zu wählen, deren "Politik" mit "Volksvertretung" soviel zu tun hat wie eine Sonntagspredigt mit dem "Wort des Herrn" –, macht aber auf jeden Fall eines: es einer winzig kleinen Minderheit möglich, Macht auszuüben.

Diese Tatsache – oder in ersterem Fall "Untätigkeitssache" – macht es natürlich weitestgehend unmöglich, jener Minderheit diese Macht auch wieder zu entziehen, selbst wenn diese fortwährend dazu genutzt wird, dem Volk Schaden zuzufügen, anstatt diesen von ihm abzuwenden — wie es irgend so ein schwindliger Amtseid, der das Papier nicht wert ist, auf das er einst gedruckt wurde, seinerzeit vorsah.

Aber so ist das nun mal in einer Demokratie, in der "das Volk" ja vermeintlich "die Wahl" hat. Dumm nur, wenn letztlich nur gewählt werden darf, ob der sich immer noch weithin als Suwärähn wähnende Mehrheitswahlmichel sich von Partei X oder Y oder Z oder einer beliebigen Koalition derselbigen verarschen lassen darf.

Max Erdinger schrieb dazu Ende 2024 mal sehr treffend:

»Der vermeintliche deutsche Souverän ist bereits derartig des differenzierenden Denkens entwöhnt, daß er gar nicht mehr in der Lage sein dürfte, einen Willen zu äußern, der keiner der derzeit angebotenen Optionen entspricht. So steht beispielsweise die fortdauernde Existenz der Parteiendemokratur nirgendwo zur Debatte. Und sehr wahrscheinlich ist es inzwischen sogar so, daß eine öffentliche Debatte zu diesem Thema gar nicht mehr geführt werden könnte. Was noch geht, ist das Denken in Polaritäten. Schwarz gegen weiß, USA gegen Russland, Zionismus gegen Islamismus, Deutschland entweder für dieses oder für jenes. Wenn für dieses, dann gegen jenes und so weiter. Das heißt, daß wir Deutsche quasi von außen in die Souveränität hineingestoßen werden müssten, ohne daß jemand wüsste, wo er den Souverän hernehmen soll, der damit umgehen könnte.«

Betrachtet man den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Status Quo in Deutschland, kann man feststellen, daß sich an den von Erdinger seinerzeit geschilderten Umständen so gut wie nichts geändert hat. Schlimmer noch: Der Zug Richtung Untergang, frei nach dem Motto "Augen zu und durch ... die Sackgasse!" oder auch "Rückwärts ... bis zum Endsiech!", hat rasant an Tempo zugelegt.

16 Jahre Rautenangie-Koalitionen – also das lustige Regierung-wechsel-dich Spielchen mit Kohls "mein Mädchen" als Croupier – haben das ehemalige "Land der Dichter und Denker" "sturmreif geschossen". Hier eine kleine Auswahl der Attacken:

Föderalismusreform (2006); Gesundheitsreform (2007); Finanzmarktstabilisierung (a.k.a. "€Urokrise" oder auch "Bankenrettung"; 2008); Abwrackprämie (2009); Atomausstieg (2011 endgültig eingeläutet); "m/w/d" (2013); "Minsk I-Abkommen" (genauer: Aufrüstungsplan Ukraine; 2014); "Wir schaffen das!" (...zügig "unsere" Sozialsysteme zu schrotten; 2015); Asylpaket 2, Ehe für Alle und "Staatstrojaner" sowie längste Regierungsbildung einer "GroKo" in der deutschen Geschichte (171 Tage; 2017); — und während seit 2020 das tödlichste Killervirus aller Zeiten die Welt heimsuchte, "korrigierte" Mutti die Wahl in Thüringen und schwurbelte unter der Kuppel des Deutschen Reichstags irgendwas vom cT-Wert und postulierte, die Plandemie könne erst planmäßig beendet werden, wenn die ganze Welt geimpft sei. Nachzulesen (fast) alles in "leicht redigierter" Form in ihrem 2024 erschienenen Märchensammelband "Freiheit"...

Nachdem diese Phase der Staatszermürbung durch zwei "GroKos" abgeschlossen und das politische Spektrum gut vorgegrünt und durchgerötet war, hatte die Mehrheit der deutschen Wahlschafe nichts besseres zu tun, als "die Ampel" vollends auf Grün-Rot zu schalten (irgendwo zwischendrin flackerte ein wenig "Rest-Gelb" ) und ein später als "Scholzomat" bekannt gewordener Ex-CumEx-Funktionär (vormals auch Finanzakrobat und Vizekanzelnder unter der Bundesraute) übernahm 2021 den Vorstandsvorsitz der Deutschland-zahlt-für-Alle(s) AG.

Am 27. Februar 2022 rief Scholzolaf dann die sogenannte "Zeitenwende" aus — ein Begriff der aus heutiger Sicht zumindest die Frage aufwirft, ob das, was da gewendet werden sollte, wirklich die Zeit war oder nicht etwas völlig anderes. Egal, Weiteres in Stichpunkten (weil der Beitrag sonst zu lang werden würde – und auch weil der suwärähnen Mehrheit deutscher Schlafbürger dies ohnehin ja alles bekannt sein müsste, schließlich haben sie's ja so gewo...äh, gewählt, nicht wahr?):

Fortführung der Plandemie nebst Steigerung des Corona-Wahns (1 bis 3G; Popel- und Maskeradenzwang; "Lockdowns"; rund zwei Drittel des Volkes [Mehrheit!] gebratwurstet, Verzeihung, "gepiekst"; Impfunwillige diskriminiert; Grundgesetz geschleift; Wirtschaft unter den "Maßnahmen"-Bus geschmissen, Kulturszene gleich mit; Bildungsniveau erfolgreich gesenkt; Medien gleichgeschaltet; Kritiker mundtot gemacht; Wissenschaft, Medizin, Jurisprudenz und Verfassungsorgane politisiert usw. usf., bis schließlich Anfang 2023 Pfizerfunktionärsminister Lallerbach irgendwas vom "Ende der Plandemie" daherfaselte ...

Weiters: 100 Milliarden "Sonderschulden"; erst 5000 Helme, später Unmengen an Tötungsgerätschaften und weitere Milliarden für einen Ex-Pimmelpianisten in der Ukraine; "Slava Ukraini!"; Kiffen nun offiziell erlaubt; öffentliche Auftritte von Messerartisten werden fester Bestandteil deutscher Kultur; plötzlich an jeder Ecke Nazis, die von gewaltbereiten Antifanten mit ministerieller Lizenz meist anlasslos geFaesert werden; Denunziantentum, "Hess und Hatze", aber auch dröhnendes Schweigen werden neue-alte Bürgerpflichten etc. pp. — und eine solide Mehrheit ließ sich trotz alledem weiterhin für dumm verkaufen.

Daß der Olaf das nicht alleine geschafft hat, ist selbstredend. Im Kanzlerwindschatten bezog gleich auch noch eine bunte Schar grenzdebiler Traumtänzer, professioneller Schwachköpfe und ungehobelter Vollpfosten Posten an den Schalthebeln der Macht. Gleichwohl wurde diese Narrenschiffsbesatzung, die von einer Mehrheit deutscher Schnarchnasen gewählt worden war, trotz fortgesetzter vorsätzlicher Gefährdung der "unsere Demokratie" mehr als drei lange Jahre geduldet. 3½, um genau zu sein.

"Regierungsselfie 2.0" | Rudolf Wildermann

Schlimmer kann's nimmer werden, dachte sich vermutlich eben jene Mehrheit, die die oben gezeigte Kasperltruppe zuvor "gewählt" hatte ... und schritt 2024 erneut an die Wahlurne — in dem festen Glauben, dadurch einen "Politikwechsel" herbeizuführen. An wen sie dabei ganz feste geglaubt hat, weiß vermutlich nur sie selbst, bleibt also weiter unklar. Wozu derlei Irrglaube geführt hat, zeigt die Realität mittlerweile so deutlich, daß es selbst eine noch so bedepperte Mehrheit allmählich kapiert haben sollte. Eigentlich. Weshalb ich auf den Nachfolger des grün-roten "Teflonkanzlers", einen gewissen Fritze, dessen Namen man nicht das Attribut "Lüge(n)" hinzufügen darf sowie seine pathologisch russophoben Kriegshetzerkumpanen auch gar nicht mehr groß eingehen mag.

Bleibt also nur ein kurzes nüchternes Fazit..

Ausgehend vom "Wir schaffen das!"-Momentum ist die deutsche Parteiendemokratur über ein kontinuierliches und beliebiges "Weiter so!" nun letztlich bei "Die Ukraine muss den Krieg gewinnen" angekommen. Pleite, aber vermeintlich kriegstüchtig. Deindustrialisiert, aber mit grünem Willen "das Klima" zu retten. Gebrandmauert, aber politisch hilflos. Moralisch entkernt und sozial destabilisiert. Reguliert, überwacht, bevormundet, kontrolliert, desinformiert und zensiert. Innerlich zerrissen, doch gemeinsam an einem Strang ziehend — jenem Strang, der diesem Land von einer Handvoll jämmerlicher Arschlitiker und ihrer völlig beduselten Wählermehrheit um den Hals gelegt wurde. Oder ist da gar kein Strang mehr, sondern nur noch der sprichwörtliche seidene Faden, an dem diese "unsere Demokratie" (noch) hängt?

Übrigens, haben "Sie" schon erfahren, wann die BRDigung sein soll? Nein? Dann warten "Sie" doch einfach noch ein Weilchen weiter so. Ich bin mir ziemlich sicher, "Sie" schaffen das! Und auch "Wunder gibt es immer wieder", angeblich — zumindest sang das Katja Ebstein 1970 beim Eurovision Song Contest. Ob eines recht bald bzw. noch rechtzeitig kommt, sollten "wir" derzeit wohl besser nicht abwarten. Doch leider scheint weiterhin zu gelten, was ich schon im Titel schrieb: Die Mehrheit macht's — auch wenn sie "nichts" oder wahlweise immer wieder den gleichen Schmarrn macht.

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