Satirische Seitenblicke 10/2026 -Erstausgabe-

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🚙-Die Dienstscheesengroteske

"Freude am Dienstwagen" | DeepThought_2026

Es ist schon ein Kreuz mit dem Süd.. äh, Politikergeschäft. Da wird man gerade völlig überraschend zum Landtagspräsidenten gewählt, schon muss man sich mit allerlei Problemen rumschlagen, die man zuvor so gar nicht auf dem Schirm hatte. Banalstes Beispiel: der fahrbare (Dienst-)Untersatz. Als ob es nicht schon peinlich genug gewesen wäre, daß sich ein kleines Häuflein notorischer Brandmaurer klammheimlich als Wahlhelfer für die AfD, respektive für deren Tobias Rausch (Bild oben) betätigt hatte – dem man übrigens "gute Verbindungen" zu einigen hochrangigen Knallchargen des absteigenden Clubs Deutscher Unternehmer nachsagt –, entblödete sich kurz darauf ein Bayerischer Motor-Wagenbauer nicht, dem frisch gebackenen Parlamentsvorsteher von Sachsen-Anhalt eines von deren edlen "Freude am Fahren"-Vehikeln als Dienstwagen vorzuenthalten — womöglich gar in dem naiven Glauben, mit dieser gesichert dämlichen Posse den zuletzt doch sehr rasant vorpreschenden blau-weißen Alternativteufeln irgendwie Sand ins politische Getriebe streuen zu können.

Ganz böse Zungen munkeln sogar, daß sich die beiden Quandtsprösslinge Susanne Klatten und ihr Bruder Stefan als größte Anteilseigner der traditionsreichen und prestigeträchtigen Münchner Hochpreisklasseschlittenmanufaktur höchstpersönlich eingeschaltet hatten, um das stets sorgsam gepflegte Markenimage vor weiterem Ungemach zu bewahren, nachdem ja schon 15 Jahre zuvor eine TV-Doku über die NS-Vergangenheit des Quandt-Clans (kurzzeitig) für einigen Wirbel sorgte.

Man erfuhr damals, daß Großväterchen Günther Quandt zur Zeit der Naziherrschaft Zehntausende Zwangsarbeiter in seinen Unternehmen "beschäftige" und auch bei den sogenannten Arisierungen, also bei Übernahmen von Firmen aus jüdischem Besitz, mit denen er seinen Konzern erweiterte, eine nicht ganz so ruhmreiche Rolle spielte. Nichtsdestotrotz hielten seine Milliardärsenkel (Susi, mit ~26,4 Mrd. die reichste Frau Deutschlands; Stefan ~26,8 Mrd.) ihn dennoch nur für jemanden, der "sich mit den Umständen arrangiert hat" und "gut durch die Nazizeit gekommen war", nicht etwa für einen überzeugten Nazi oder gar einen Antisemiten. Gott bewahre!

Nun, die ehemaligen Zwangsarbeiter kann man wohl nicht mehr fragen, was sie von den Quandt'schen Ausführungen halten, ebensowenig die enteigneten Juden. Und überhaupt hatte der olle Adolf, der ja bekanntermaßen "gesichert rechtsextremistisch" war, auch keinen BMW, sondern einen Mercedes, nicht wahr? Soll sich der Tobi halt an die Untertürkheimer Nobelkarossenschmiede wenden...

Und falls die sich ebenfalls weigern sollten, dem von BMW geschmähten Sachsen-Anhaltinischen Lantagspräsidenten ein standesgemäßes Dienstgefährt zur Verfügung zu stellen, hätte ich da doch glatt ein paar Alternativen vorzuschlagen — nein, nicht für Deutschland, sondern wirklich nur für den so fies behandelten Tobi ...

Elon mit erstem Tesla-Prototyp | Musk Privatarchiv

"Dienstraupe Boris" | DeepThought_2026

"Merzoped" | DeepThought_2026

"Tobimobil" | DeepThought_2026

Ach, und falls es mit der Finanzierung irgendwie hapern sollte, wäre da ja noch dieses "Sondervermögen", welches angeblich noch nicht vollends aufgebraucht wurde. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht würde der Lars, also der mit dem Klingelbeutel ja dem Tobi was leihen, wenn er schon dem doofen Fritz nix mehr geben will. Aber ob da wirklich noch was zu holen wäre, weiß natürlich niemand so genau ... und will offenbar auch niemand so genau wissen.

"Sondervermögen" | DeepThought_2026

Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein — außer vielleicht: Passen Sie auf, wem Sie Ihr Geld anvertrauen, er könnte damit Schindluder treiben!

Schöne Restwoche noch...

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