Der Klimawandel Psychoterror ist langsam unerträglich.

Kein Tag, an dem wir nicht mit neuen Fakten und Ideen beglückt werden, mit einem neuen erhobenen Zeigefinger auf unsere Verfehlungen aufmerksam gemacht werden. Die neueste Idee, ist eine Fleischsteuer.

Wenn wir uns ehrlich sind, muss man schon ein ziemlicher Trottel sein um nicht zu wissen, dass es so nicht weitergehen kann und das etwas geschehen muss, aber und das ist ein großes ABER, das ganze muss global geschehen. Im Moment habe ich den Eindruck wir Europäer werden quasi mit der siebenschwänzigen Peitsche dazu getrieben, die Welt alleine zu retten und zwar einzig und allein zu Lasten unserer Geldbörse. Was wir nicht alles tun und lassen sollen um den Planeten abzukühlen. Keine Frage das es richtig ist, oder wäre, aber wir alleine werden es wohl nicht lösen können, aber scheinbar, sind wir die einzigen die so biegsam, oder steuerbar sind, dass man uns das einreden kann und wir braven Äffchen hüpfen auch sofort nach jeder grünen Pfeife, die gepfiffen wird!

Am 26. Juni 2019 schreibt „DerStandard“ in seiner Onlineausgabe „G20: Kohlekraftwerk-Subventionen mehr als verdoppelt“. Nur um das mal klarzustellen wer die G20 sind. Das sind Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, die Europäischen Union, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei, das vereinigte Königreich (England & Nordirland), die USA und die Volksrepublik China.

In der Abschlusserklärung vom G20 Gipfel am 30.11. und 1.12.2018 steht unter Punkt 19 unter anderem „Wir nehmen den jüngsten IPCC-Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C zur Kenntnis. Wir erkennen an, wie wichtig umfassende Anpassungsstrategien sind, wozu auch Investitionen in eine für Extremwetterereignisse und Katastrophen unanfällige Infrastruktur gehören. In diesem Sinn unterstützen wir Maßnahmen und Formen der

Zusammenarbeit in Entwicklungsländern, vor allem den besonders anfälligen, darunter kleine Inselstaaten wie jene in der Karibik. Wir haben langfristige Strategien für eine hinsichtlich der Treibhausgase emissionsarme Entwicklung ebenso erörtert wie die

Ausrichtung der internationalen Klimafinanzierung. Wir haben uns ferner über die Erfahrungen der einzelnen Länder ausgetauscht und das Arbeitsprogramm zur Anpassung 2018-2019 geprüft, wobei wir anerkennen, dass jedes Land seinen eigenen Weg hin zu einer emissionsarmen Zukunft einschlagen kann.“

Da ist kein Wort von irgendwelchen verpflichtenden Maßnahmen drinnen, nicht einmal ansatzweise und wir werden tagtäglich mit neuen Horrormeldungen geimpft und gequält.

Wir kaufen uns brav Elektroautos und stellen uns aber nicht die Frage, was z. B. mit unseren alten Dreckschleudern passiert. Die werden nämlich auf ein großes, schwerölbetriebenes Transportschiff geladen, nach Afrika verschifft und dort fährt man dann noch 10 Jahre damit. Es ist aber natürlich klar, dass all das was in Afrika passiert auch in Afrika bleibt, denn Luft bewegt sich ja nicht und kommt keinesfalls zurück nach Europa. Wie Umweltschädlich Elektroautos sind, muss ja eigentlich gar nicht mehr lange erläutert werden, das ist ja bereits bekannt und ich freue mich auch schon über die Demonstrationen, wenn wir dann neue Kraftwerke bauen müssen um den Strom zu erzeugen, den wir plötzlich für umweltfreundliche Elektroautos, Elektroscooter, Elektrobikes u.s.w. brauchen, denn es wir viele überraschen, der Strom kommt zwar aus der Steckdose, aber er wird nicht da drinnen aus Luft und Liebe produziert.

Wir bekommen jetzt auch dank der Autolobby in der EU tolles Rindfleisch aus Amerika, nur sollten Rinder nicht plötzlich über den Atlantik schwimmen können, muss das Fleisch ja wohl auch irgendwie hierherkommen. Ja, wir essen zu viel Fleisch, aber das ganze muss man doch etwas ganzheitlicher sehen, als auf den bösen Fleischesser hinzuhacken. Fakt ist, Paradeiser, Gurken, Zwiebel, Erdäpfel und all das andere Obst und Gemüse, produziert zwar weniger CO² im Zug der Produktion, andererseits braucht es die Fläche um wachsen zu können und man wird wohl nicht jede Rinderweide 1:1 zu einer Paradeiserplantage umwandeln können.

Ja, wir könnten und sollten weniger Fleisch essen, aber primär sollten wir wieder mehr regionales essen. Nehmen wir die so sehr boomende Avocado. Diese Superfrucht wird in weit entlegenen Ländern angebaut und nicht in Nachbars Garten. Fakt ist, wenn ein Kultiger Fernsehkoch irgendein Gemüse, oder Obst vorstellt und dessen tollen Wirkstoffe, gibt’s 2 Tage später jemanden der das kauft und importieren lässt, aber keiner fragt sich, woher hat dieser Koch sein Wissen, auf wessen Gehaltsliste steht er, dass er das predigt? Wichtig ist, das man „In“ isst und auch zeitnah, nach der Vorstellung dieses Zeug zu Hause hat!

Es ist primär der Drang jedes Lebensmittel aus jeder Ecke der Erde jederzeit kaufen zu können, das problematisch ist. Wir sollten uns öfter fragen, ob wir das wirklich brauchen und ob es nicht auch genügt Dinge zu Essen und zu trinken, die nicht einmal um den Erdball geschifft werden müssen.

Keine Frage, wir leben in einer globalen Welt und oft ist es gar nicht nachvollziehbar woher etwas kommt, es ist auch manchmal unmöglich regional zu kaufen, denn ein neuer Fernseher wird nun einmal nicht in Österreich produziert, aber ich glaube wenn jeder von uns (und ja auch ich muss mir oft auf die Finger klopfen, oder denke über mich „war das notwendig“) ein wenig mehr den Hausverstand verwendet, könnten wir schon viel bewegen.

Abschließend möchte ich aber noch einmal zum Ausdruck bringen, wie sehr mich dieses tägliche penetrieren mit diesem Thema ankotzt, weil ich es einfach satt habe, stetig als jemand dargestellt zu werden, der Schuld daran ist, das es ist wie es ist.

Fakt ist aber, dass ich mich noch sehr gut erinnern kann, das schon vor 20 bis 25 Jahren Wissenschafter davor gewarnt haben und jetzt wo plötzlich jeder Sommer in unseren Breiten sehr heiß ist und die Unwetter immer heftiger werden, jetzt, wo man quasi die eigene Komfortzone immer mehr bedroht sieht, weil man plötzlich auch in Wien schwitzt und nicht nur darüber liest, wie heiß es in Mexico City ist, jetzt quält man uns tagtäglich mit Fakten, die wir in Summe weit weniger zu verantworten haben als andere, denn solange „der Amerikaner“ weiterhin Autos baut und verkauft, die einen V8, V12 oder was auch immer für ein PS Monster unter der Haube haben, ist es müßig in Europa allein die Verantwortung zu übernehmen und stetig Pflaster auf einen offenen Brustkorb zu kleben.

Dieses Thema kann nur und ausschließlich global gelöst werden, was keinesfalls heißt, dass nicht jeder von uns trotzdem tagtäglich seinen Beitrag leisten sollte und muss!

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