Solidarität ist zum Schlagwort für eine einzige Sache verkommen

Wo man dieser Tage hinhört - überall wird Solidarität verlangt und vehement gefordert.

Besonders die Grünen tun sich darin hervor, sie fordern entrüstet diese Solidarität vor allem von den sogenannten Visegrad-Staaten, also denjenigen, die man mit "ehemaliger Ostblock" umschreiben kann.

Diese würden sich lt. der Grünen besonders unsolidarisch der europäischen Gemeinschaft gegenüber verhalten, auf der anderen Seite jedoch gern und fleissig EU-Unterstützungsgelder kassieren.

Worin besteht nun diese eingeforderte und nicht geleistete Solidarität im konkreten?

Und wem gegenüber soll sie geübt werden?

Was wird den restlichen EU-Staaten denn so vehement von diesen Ländern verweigert?

Ist es irgendeine Leistung, die die anderen einander selbstverständlich und ohne Bedenken einräumen?

Reise- oder Arbeitsfreizügigkeit für EU-Bürger?

Die Zollunion?

Nein, es ist die verlangte Unterstützung von flüchtenden Menschen, die es gerade bis an die Pforten der EU geschafft haben und nun in großer Zahl ad 1) in den Ankunftsländern wie zB Griechenland oder Italien hocken, und ad 2) solchen, die sich bereits über irgendwelche Schleichwege in anderen Mitgliedsländern aufhalten und dort zuhauf die Sozial- und Gesellschaftssysteme belasten.

Diese möge man doch bitte zu einem von Brüssel bestimmten Prozentsatz übernehmen, Verteilung ist das Zauberwort.

Dazu werden stets der vielgepriesene Gemeinschaftsgeist und eben diese Solidarität zwischen den EU-Staaten untereinander beschworen.

Man könne doch nicht auf der einen Seite die reichlich fliessenden EU-Gelder bereitwillig in die Tasche stecken, sich auf der anderen jedoch so völlig unsolidarisch verhalten. Schließlich beruhen die Zahlungen ja auch auf der Solidarität der anderen EU-Mitglieder.

Nun, ich denke hier liegt ein großer Trugschluss vor:

Diese immer wieder genannte Solidarität mit Menschen, die von weither auf den europäischen Kontinent strömen, hat weniger als nichts mit jedweder Solidarität INNERHALB der EU zu tun, dies ständig gleichzusetzen, ist nachgerade absurd.

Solidarität innerhalb der EU-Staaten kann sich nicht auf Drittstaaten-Angehörige beziehen, das wäre ja paradox.

Wenn nun ein Teil dieser Staatengemeinschaft aus lauter Gutherzigkeit beschliesst, eine erkleckliche Anzahl an Menschen, die von weither kommen, aufzunehmen, ungeachtet der Probleme, die sie damit in den eigenen Ländern schaffen, dann ist das wohl deren eigene Sache.

Dass sie damit zudem die eigene Bevölkerung völlig überfordern und mit den Konsequenzen daraus alleinlassen, macht die Sache zudem nicht besser.

Und wenn man sich dann auch noch dazu versteigt, allen, die dies dann doch nicht ganz so positiv sehen, entweder Rechtsextremismus .) im eigenen Land - und eben das Fehlen dieser Solidarität .) in den Visegrad-Staaten - vorwirft, dann hat die Geschichte schon eine ganz andere Dimension.

Wie kommen andere Länder dazu, sich mit der überbordenden Gutherzigkeit einiger weniger solidarisch erklären zu müssen?

Und wie steht´s eigentlich mit der Solidarität zu den eigenen Bürgern?

Sollte das Hauptaugenmerk eines jeden Staates nicht darauf liegen, dass es den eigenen Leutln gut geht und nicht in erster Linie darum, wie man es Neuankömmlingen besonders kommod´ macht?

Neuankömmlingen, die sich im übrigen in erklecklicher Zahl unter nicht ganz wahrheitsgemäßen Angaben einen Aufenthalt in den einzelnen Ländern erschleichen, um dort die Sozialsysteme ganz gehörig zu belasten?

Oder solchen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen kommen und dieses ebenfalls zunächst einmal eine ganze Weile in Anspruch nehmen?

Dass diese Menschen dann den eigenen Leuten praktisch von Anfang an gleichgesetzt sein sollen, widerspricht dem Empfinden sehr vieler EU-Bürger, die diesem Treiben nur mehr kopfschüttelnd zusehen.

Bürger, denen seit geraumer Zeit immer wieder gesagt wird, für diese und jene Anliegen sei kein Geld vorhanden, der Staat müsse eisern sparen, weil die Schuldenberge immer mehr anwachsen, sollen also dann selbstverständlich Verständnis dafür aufbringen, dass man auf der anderen Seite das Füllhorn über Menschen, die von weither kommen, ganz selbstverständlich und prompt ausschüttet.

Bürger, denen oft nur sehr widerstrebend und penibel auf den Cent heruntergerechnet jene Unterstützung gewährt wird, die sie möglicherweise dringend benötigen.

Bürger, die angesichts der in vielen Schulen eben durch diese geflüchteten Menschen verursachten Probleme nur mehr verständnislos reagieren können.

Bürger, die dann mitansehen (oder gar am eigenen Leib erleiden) müssen, wie diese Solidarität von denen, denen sie zuteil wird, missachtet und ausgenützt wird und dass sich diese alles andere als dankbar erweisen.

Und die angesichts der oft nicht integrierbaren Lebensweise und Kultur der Geflüchteten vermehrt ein großes Unbehagen beschleicht?

Wie weit muss die geforderte Solidarität gehen?

Bis die eigenen Sozialsysteme zusammenkrachen?

Bis die Unzufriedenheit so weit gediehen ist, dass es zu Aufständen in den einzelnen Ländern kommt?

Bis tatsächlich eine rückständige Lebensweise in westlich-orientieren Gesellschaften die Überhand gewinnt?

Wenn es dann allen schlecht geht, werden die Grünen dann zufrieden sein?

Ist dann der Solidarität genüge getan?

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