Ein herzliches Danke an die Userinnen @rahab und @G.Szekatsch, die mich auf ein Phänomen hinwiesen, das mir zwar bekannt war, für welches ich aber die Bezeichnung nicht kannte. Offensichtlich kann man auf Social Media immer noch dazulernen, auch wenn man dies kaum noch für möglich halten würde.

Mansplaining bezeichnet herablassendes Sprechen eines Mannes, der fälschlicherweise davon ausgeht, er wisse mehr über den Gesprächsgegenstand als die – meist weibliche – Person, mit der er spricht. Der Begriff benennt die in der Kommunikation häufig von Frauen empfundenen Machtasymmetrien, deren zugehörige Ab- und Aufwertungswirkungen von Männern oft nicht bemerkt werden. Die Wortneuschöpfung entstand bei der Reflexion kommunikativer Machtausübung durch Männer als Teil der verinnerlichten misogynen Einstellungsmuster hierarchischer Geschlechterordnungen.

Inhaltliche Grundlage für die Wortneuschöpfung war ein Essay der US-amerikanischen Publizistin Rebecca Solnit von 2008, in dem sie das Phänomen der kommunikativen Machtausübung durch Männer beschreibt. Der Artikel diente als Initialzündung für das Aufkommen des Begriffs und seine schnelle Verbreitung im Internet. Die Verwendung des Begriffs wird kontrovers diskutiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mansplaining

„Das geschilderte Gesprächsverhalten ist eine Methode, im höflichen Diskurs Macht auszuüben – die gleiche Macht, mit der auch im unhöflichen Diskurs und durch Akte körperlicher Einschüchterung und Gewalt Frauen zum Schweigen gebracht, ausgelöscht, vernichtet werden – als Gleichwertige, als Partizipierende, als Menschen mit Rechten und viel zu oft schlicht als Lebende.“

Mansplainer kann man nicht nur, man muss sie dem rechtsrechten Spektrum zuordnen, damit Klarheit herrscht, welche Männer sich solcher Mittel bedienen und warum. Mit dem Erstarken rechter Parteien in Europa dürfte auch die Missachtung der Frau in Gesprächskreisen wieder Einzug halten. Gebildete, intelligente Männer, die politisch eher links stehen, haben ein solches Verhalten einer Frau gegenüber nicht nötig.

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lesespass

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G. Szekatsch

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Fischler

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