Das ist wohl eine der unglaublichsten Wahrheiten, mit denen man die Menschen so konfrontieren kann. Ich muss das also etwas auskosten. Denn selbstverständlich glaubt so etwas ja niemand, wenn er es nicht mit eigenen Augen und Ohren sieht und hört.

Einmal mehr geht es um das leidige Thema Klimawandel, das uns leider meist in Form von unreflektierten, hetzerischen Medienenten kommuniziert wird. Wobei mir schon bewusst ist, dass die Erziehung zum dumm sein bei vielen auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Für jene sind die Alarmisten, die den Weltuntergang herbeireden, die Vernünftigen und Guten, und jene die an so überkommenen Werten wie Verstand und Zurechnungsfähigkeit festhalten wollen, die Bösen und die Spinner. Schöne neue Welt!

Da mit Fakten oder Physik argumentativ gegen zu halten ist meist ein aussichtsloses Unterfangen. Man will seinen Weltuntergang, aus! Als kollektivistisches Begehren wähnt sich das Individuum darüber hinaus auf der sicheren Seite.

Doch jenseits der science fiction Dokus eines Al Gore, oder dem pseudowissenschaftlichen Gebrabbel eines Harald Lesch, gibt es da eben noch eine andere Seite, die so unaufgeregt weil konsensual daher kommt, dass man sie leicht überhört.

Anstatt laienhaft und stellvertretend darüber zu streiten was irgendwelche nicht genannte Wissenschafter meinen, anstatt Physik zu diskutieren, für die sich ohnehin kaum einer interessiert, fragen wir mal worüber tatsächlich wissenschaftlicher Konsens herrscht.

Eine Streitdiskussion mit Professor Richard Lindzen ("Klimaskeptiker", also einer der Wissenschafter die es bei 100% Konsens gar nicht geben dürfte), Mark Lynas (Aktivist), David Rose (Journalist) und vor allem Professor Myles Allen (Oxford, IPCC) releviert da Spannendes. Das wären nicht die zahlreichen Punkte über die gestritten wurde, sondern jene auf die man sich einigen konnte.

1. Die Geschichte wonach "böse" Ölkonzerne hinter den Dissenzwissenschaftern stehen ist völliger Unsinn. Es ist letztlich eine politische Ente, um sich kritische Fragen zu ersparen.

2. Ist gibt keinen Konsens darüber, und wird daher vom IPCC auch nicht behauptet, dass Wetterextreme mit der Erderwärmung zu tun hätten. Einzig Hitzewellen würden, logischer Weise, vermehrt auftreten.

3. Es gibt keinen 97%igen Konsens oder dergleichen. Wissenschaft funktioniert so nicht. Der IPCC legt vielmehr Wert darauf unterschiedliche Standpunkte zu repräsentieren und diese auch zu kommunizieren.

4. und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: praktisch alle heutigen Klimaschutzmaßnahmen sind völliger Unsinn ("futile";). Darauf konnten sich die Diskutanten tatsächlich einigen. Myles Allen (IPCC):

"we can all agree that most of current policies are futile .. it is completely insane the way we are approaching this problem, but just because it's insane, it does not mean we don't need a plan to do it"

Nebst so gegensätzlich Wissenschaftern wie Allen oder Lindzen wurde dieser Punkt von Professor Bjørn Lomborg bzw. dem Copenhagen Consensus mehrfach herausgearbeitet. Einige der Gründe dafür habe ich hier bereits ausgeführt.

https://www.fischundfleisch.com/leitwolf/energiewende-wider-die-physik-40427

https://www.fischundfleisch.com/leitwolf/der-neueste-elektroschrott-das-e-auto-39198

Saubere Energien (Windenergie, Solarstrom) funktionieren nicht, und werden es auch in der Zukunft nicht. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, und wir wissen es. Darüber herrscht auch wissenschaftlicher Konsens.

Wenn die Politik also unsere Wirtschaft ruiniert, wenn sie Kosten in Billionenhöhe verursacht, dann tut sie das nicht im Sinne der Wissenschaft, sondern im Sinne einer völlig falschen und eigenwilligen Interpretation der Wissenschaft. Denn auch wenn strittig ist, ob das Problem denn überhaupt besteht, herrscht doch Einigkeit darüber, dass die gewählten Lösungen keine sind. Dem Schaden steht kein Nutzen gegenüber.

Man wird sich also fragen müssen, ob die Politik (und in Akkordanz die Medienwelt) einfach nur blöd ist, oder aber ob der angestrebte Schaden der eigentliche tiefere Sinn des Handelns ist. Erstere Möglichkeit ist freilich schon allein aufgrund der Vehemenz und Organisiertheit der Vorgehens eher auszuschließen.

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