Der Ausverkauf an die Moderne gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Seit über einem Jahr drehen sich nahezu alle politischen Diskussionen oder Berichterstattungen in Deutschland nur noch um Corona und die Gefahr, speziell für die Risikogruppen. Auch wird als Definition gesehen, dass der Staat die Bürger per Grundgesetz schützen muss. Aber das Grundgesetz gilt nicht nur für einige Gruppen, sondern für alle Gruppen, mit dem gleichen Recht. Auch gibt es mehrere Grundrechte, alle mit gleicher Berechtigung. Und da sind eine derartige Maskerade, nun FFP2 Masken als Pflicht, diese Lockdowns und die Hysterie nicht angemessen. Schon gar nicht sind diese Maßnahmen langfristig.

Wie konnte es zu dieser Verengung des Diskurses kommen? Ich versuche meine Sicht dazu darzustellen. Im ersten Teil(Aktivismus/Risikogruppen/Lastenverteilung/Nutzen) gehe ich auf die Fakten ein. Im zweiten Teil(Kritik und Doppelmoral) auf die Gründe der Diskursverengung.

Aktivismus: Es wurden im Rahmen der Berichterstattung viele vorher selten benutzte Worte fest etabliert, wie „Übersterblichkeit“ oder „Lebenserwartung“. Wir sind Menschen, Lebewesen, die auch sterben können, aber sich dagegen wehren. Aber doch nicht mit allem. Es muss auch Grenzen geben, d. h. der Nutzen muss größer als der Schaden sein und alle Maßnahmen müssen maßgerecht erfolgen. Es ist mehr als bedenklich, wenn eine ganze Gesellschaft für die Vermeidung der Infektion bei den Risikogruppen alles andere aufgibt, sowohl bei der Wirtschaft, als auch bei Bildung oder den Finanzen. Aber genau dies geschah nach und nach bei den Maßnahmen und den Lockdowns, es vernichtete Unternehmen, Jobs, Perspektiven, vernachlässigte die Bildung und verursachte ungeheure Neuverschuldung.

Wobei die Lockdowns die Risikogruppen, speziell die Älteren in den Altenheimen, kaum mehr schützten. Dies taten erst die extra Maßnahmen, wie die Testung vor Zutritt. Die Lockdowns gingen komplett am Ziel vorbei. Warum versuchte man nicht mittels solch kleinerer Maßnahmen die Risikogruppen von Beginn an besser zu schützen, statt der Lockdowns. Viele Maßnahmen waren zudem unstimmig, teils unfair. Man hat von Beginn an gravierende Fehler gemacht, wie die Grenzschließung zu Beginn, will diese nicht einräumen und hält damit pragmatisches Handeln auf. Kritik ist daher höchst unerwünscht. Reiner Aktivismus.

Risikogruppen: Die Krankheitsverläufe sind bei den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vor allem bei Alter und Vorerkrankungen sehr unterschiedlich. Eine Statistik der Todesfälle durch Corona nach Alter zeigt dies deutlich. 5207 Bürger unter 70 Jahren verstarben bis zum 19.1.2021 an Corona 10,9%, wobei jeder an Corona Erkrankte als Todesfall in dieser Statistik gewertet wird, egal welche Vorerkrankung bestand. 42.287 Bürger mit 70 oder darüber verstarben bis dahin an Corona, 89,1%. Insgesamt sind dies 47.494. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/#professional

Kinder erkranken äußerst selten schwer an Corona, 13 Kinder unter 19 Jahre. Ich will zur Verdeutlichung ein weiteres Beispiel aus Schweden anführen: „In den vier Monaten vor Corona (November bis Februar) starben in Schweden 65 Kinder (1-16 Jahre); in den darauf folgenden vier „Coronamonaten“ (März-Juni) starben 69 Kinder (alle Todesursachen). Der Monat dieses Acht-Monatszeitraums mit der höchsten Sterblichkeit war der Januar 2020 mit 27 Todesfällen. Die Gesamtzahl der Kinder (1-16) in Schweden Ende Dezember 2019 war 1.951.905 Kinder.

Von den insgesamt 15 Kindern, die in diesem Zeitraum (März bis Juni) in eine Intensivabteilung eingewiesen wurden, mussten vier künstlich beatmet werden. Kein Kind ist verstorben."

Die Lehrer waren auch nicht mehr gefährdet als allgemein Berufstätige. „Und das in den schwedischen Grundschulen im ersten Halbjahr 2020, in (teilweise) voller Besetzung und ohne Masken und in einem Land mit massivem Infektionsgeschehen.“

Es ist allen bewusst, dass besonders die hochbetagten, oft schwer erkrankte Menschen an der Erkrankung sterben. Weshalb auch Seniorenheime als besonders gefährdet gelten.

Lastenverteilung: Besonders unter den Maßnahmen gegen Corona und den Lockdowns leiden Familien. Wenn bei Kindern ein Jahr der Bildung vernachlässigt wird, hat dies Folgen für das ganze Leben.

Hier eine Umfrage: „Fast jeder zweite Deutsche (49 Prozent) nimmt einer Umfrage zufolge die aktuellen Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie als sehr starke oder starke Belastung wahr...

Bei den unter 40-Jährigen sprechen sechs von zehn (59 Prozent) von starken bis sehr starken Belastungen. Bei den über 65-Jährigen sind es nur 37 Prozent." https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/fast-die-haelfte-der-deutschen-belasten-die-corona-auflagen-17159028.html

Dabei werden aktuell noch viele Lasten seitens des Staates aufgefangen, aber über neue Kredite. Die Belastung wird also für kommende Generationen bleiben, die schon jetzt sehr enorm belastet werden. Denn Kinder müssen während der Arbeit untergebracht werden oder ein Elternteil kann nicht arbeiten. Auch leiden ältere Bürger an Vereinsamung, wahrscheinlich nicht nur ältere. Ein sterbenskranker ältere Bürger wünscht sich wahrlich mehr den Beistand seiner Familie, sie einmal zu sehen. Die Belastung sind also sehr verschieden verteilt. Es braucht Konzepte für die Kinder und Jugendlichen, wie eine entsprechende Palliativversorgung für Sterbenskranke. Darauf wurde in den Maßnahmen nicht eingegangen.

Nutzen: Eigentlich sollte die Verhinderung zu vieler Opfer durch die Erkrankung, also der Schutz der Risikogruppen, der Nutzen dieser ganzen Maßnahmen sein. Aber dies scheint inzwischen längst in den Hintergrund getreten zu sein, wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung trotz Kritik erst im Dezember darauf kam die Schnelltests vor den Altenheimen durchzuführen.

Aber dies kann doch nicht das alleinige Ziel einer Gesellschaft sein, denn es sterben jährlich weit über 900.000 Menschen in Deutschland. Die Kinder brauchen Bildung und die Wirtschaft muss laufen, allein damit die Steuergelder für die Maßnahmen verdient werden. Auch Vorsorgeuntersuchungen dürfen nicht vernachlässigt werden, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die demokratischen Grundsätze gewahrt bleiben. Aber dies wird verdrängt, was zeigt das diese Maßnahmen nicht längere Zeit durchzuhalten sind.

Auch hier zeigte sich, dass es in Deutschland kaum mehr sachliche Diskussionen gibt. Wie verschoben die Diskussion ist, sieht man auf welcher Basis nahezu alle Entscheidungen getroffen werden. Auf den Infektionszahlen. Wenige Infektionen nutzen direkt nur bei den Risikogruppen. Wenn man dazu aber keine gesonderten Zahlen hat, dann gehört nach der Belegung in den Intensivstationen, der Händelbarkeit der Erkrankung bei den unterschiedlichen Gruppen und der größtmöglichen Schadensvermeidung entschieden um die Todesfallzahlen an Corona gering zu halten. Mediziner, wie der Virologe H. Streeck, die versuchten durch beharrliches Sammeln von Fakten, wurden teils unter der Gürtellinie angegriffen, weil seine Ergebnisse anderen nicht gefielen. Es zählten kaum die Fakten, sondern die Entscheidungen fielen auf Basis politischer Vorgaben.

Kritik: Sachliche Kritik fand nur in den Randmedien statt, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk fanden die Kritik kaum Einladungen, nicht weil sie nichts zu sagen hätten, sondern weil deren Meinung nicht zu dem Regierungskurs passte. In den Talkshows von ARD/ZDF,… wurden Leute eingeladen, die zwischen lockeren und kompletten Lockdown diskutierten, also ein J. Spahn, ein K. Lauterbach, die auch mitentschieden. Diese Scheindiskussionen, fanden ohne die Kritiker statt oder Leuten, die einen Lockdown ablehnten. Daneben fand dann fast nur noch moralisches Gezeter statt, wo jeder Kritiker an den Maßnahmen als „Leugner" oder „Covidiot" bezeichnet wurde, aber die Beschimpften sich nicht verteidigen konnten und auch die Maßnahmen nicht stimmig waren. Eine durch und durch verlogene Diskussion. Die prognostizierten Todeszahlen zu Beginn. In meinen Augen waren sie bewusste Lüge. Es wurde gebraucht um das Volk aufmerksam zu machen, um dann die Panikmache mit den Zahlen, dem Verlauf der Erkrankung und den Folgen weiter zu betreiben. Damit hat man das Volk in Hysterie versetzt und es trägt alle Maßnahmen mit, geradezu mit Erleichterung über weitere Einschränkungen. Und giftig gegenüber jeden, der sich nicht strikt daran hält oder Kritik übt. So schaffte man es schnell, die Demonstranten zu gesellschaftlich zu isolieren, auch da half man noch mit den bewährten Mitteln nach. Man unterstellte ihnen einen rechtsradikalen Hintergrund, der Sturm auf den Reichstag in Berlin war das beste Beispiel. In Berlin liefen zu dem Tag mehrere Demonstrationen gleichzeitig. Eine auf der Straße des 17. Juni, die war von den „Querdenkern“, völlig friedlich, einziges Vorkommnis, dass der angekündigte Protestlauf aufgelöst wurde, weil die Demonstranten die Abstände nicht eingehalten hatten. Aber gleichzeitig fand eine Demonstration vor dem Reichstag statt, mit Reichsfahnen, mit radikalen Auftritten u. a. des Starkochs, wo auch gegen die Corona Maßnahmen gewettert wurde, aber entsprechend radikal, was im dem Sturm auf den Reichstag endete. Danach wurden in nahezu allen Medien aber die Demonstration der „Querdenker“ dafür verantwortlich gemacht, mit ihnen ca. 100.000 Teilnehmer, die damit nichts zu tun hatten. Bewusste Lüge. Aber es war den Kopf der Bürger, das Ziel war erreicht. Ab dann war es nicht mehr schwer diese Demonstration gesellschaftlich auszugrenzen. Man hatte nur noch eine Wahrheit, die Kritik war ins Abseits geschoben. Es ging um Macht und Kontrolle, physisch wie gedanklich. Seitdem wird auch nicht mehr groß diskutiert, sondern nur noch entschieden in der Runde der Ministerpräsidenten der Länder mit A. Merkel. Die Landesparlamente stimmen dem andächtig zu. Und das Volk durchschaut diese Lügen noch nicht.

Dabei wäre es so einfach: Kinder in Bummelmütze helfen niemanden im Altersheim. Oder diese FFP2 Masken als Pflicht. Was soll dies den Risikogruppen helfen, wenn ich damit in der Innenstadt rumlaufe?

Doppelmoral: Bei den Impfstoffen wurde jahrzehntelang eingespielte Regeln für die Zulassung über Bord geworfen. Über Langzeitfolgen ist nichts bekannt, man hofft also und lässt die ganze Bevölkerung impfen, teils mit Druck. Doch warum die ganze Bevölkerung und nicht nur die Risikogruppe? Es ist ohnehin ein Witz, wie Grüne/Linke,… Gen-Mais oder Gen-Soja strikt ablehnen kann, diesen neuen Impfstoffen, die ja auf Basis einer neuen Gentechnologie entstanden sind, zujubeln. Reine Doppelmoral. Ich habe bei beiden kaum Vorbehalte und freue mich endlich die Freiheiten zurückzubekommen. Aber dies werde ich nicht, denn die Maßnahmen werden länger gelten. Es bleibt ohnehin die Frage ob wir unsere Freiheit so wie vorher je wieder bekommen.

Bei der Krebsforschung zeigt sich ähnliches. Derzeit wird fiebrig geforscht, es soll dabei je Person und Krebsart ein Medikament zur Behandlung erstellt werden. Da ist man schon enorm weit. Die Kosten sind da natürlich enorm, oft nur um den Tod hinauszuschieben. In den USA ist es klar geregelt, wer dies will, der hat es auch zu bezahlen. Doch in Westeuropa? Da zahlt es die Allgemeinheit, soll es bezahlen.

Fazit: Wir verkaufen uns bei der Medizin an die Moderne. Rücksichtslos, koste es was wolle und ohne die gesellschaftlichen Folgen zu bedenken.

Durch diese ausschließliche Fokussierung auf einige Gruppen verlieren wir das Miteinander in der Gesellschaft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Liebe, den Beistand. Wir verlieren das was uns ausmacht.

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LaMagra

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Michlmayr

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