Frau sein - ohne Genderwahnsinn

Zwei Meldungen der letzten Tage haben mich sehr nachdenklich gemacht:

Zum einen gelang es der Ehefrau eines syrischen Asylsuchenden einen Hilferuf an die örtliche Polizei zu schicken, dass sie von ihrem Ehemann eingesperrt und misshandelt werde. Sie wurde von der Polizei befreit und im Polizeiauto in Sicherheit gebracht. Ihr Schwager stoppte daraufhin das Fahrzeug, indem er vor das Auto lief und die Polizisten zum Anhalten nötigte. Er versuchte die Frau mit folgenden Worten zu entführen: "Sie ist das Eigentum meines Bruders". Kein öffentlicher Aufschrei, außer einer kurzen Nachricht in einer regionalen Zeitung, Stille.

Und zum anderen aber wurde eine erfolgreiche Sportlerin, gemäß ihrem geführten Titel von ihrem Arbeitgeber, dem Österreichischen Bundesheer als "Fr. Zugführer" geehrt, was eine enorme öffentliche Diskussion auslöste, weil nicht "gegendert" wurde.

Für mich drückt sich genau so die Hilflosigkeit und Feigheit sogenannter "Kampffeminist*Innen" aus. Während fast wöchentlich Frauen Opfer von patriarchalischen Familiensystemen werden, schwer misshandelt oder gar getötet, wird die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine gendergerechte Sprache gelenkt.

Als jahrelang erprobte "Kinder- und Vaterrechtsaktivistin" ist es mir ein Anliegen darauf hinzuweisen, dass die bewusst herbeigeführte "babylonische Sprachverwirrung" durch Gendern genauso ein Nonsens ist, wie die gesellschaftliche Auffassung, dass Mütter für Kinder wichtiger wären als Väter.

Niemals fühlte ich mich als Frau weniger Wert, wenn ich die Bundeshymne ohne die "Tochtersöhne" sang, ich fühle mich als Frau aber auch nicht mehr wert, weil ich bereits vor 40 Jahren für den Familienunterhalt zuständig war, während mein damaliger Partner in (unbezahltem) Karenz die Tochter erzog.

Auf Augenhöhe zu sein, heißt, dass beide Geschlechter selbstbewusst den Platz einzunehmen, den zum einen die Natur zugedacht hat und die Rolle einzunehmen, die in gegenseitiger Absprache für beide passt. Frauen bekommen die Kinder, Männer zeugen diese, daran lässt sich nicht rütteln. Aber danach darf es in der Wertschätzung der Geschlechterkeinerlei Unterschied machen, wie das Leben gemeinsam oder auch getrennt, weiter gestaltet wird.

Also schauen wir mehr hin, bei familiärer Gewalt, besonders gegen Frauen und weniger wenn das "* und/oder das Innen" in Worten fehlt. Damit wäre mir als Frau mehr gedient, als mit einem sprachlichen "*In" doch wieder nur zum "Anghängsel" der männnlichen Form zu werden.

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