Alice Weidel fordert laut Bericht den Rücktritt des AfD-Fraktionsvizes Tino Chrupalla aufgrund der "Filz-Affäre", seiner Russlandnähe und seinem Führungsstil. Die Spannungen innerhalb der AfD eskalieren, während Weidel als Kanzlerkandidatin Einheit sucht und Chrupalla parteiintern Kritik an seiner NATO-Skepsis erntet. Tino Chrupalla ist ebenfalls in die sogenannte „Filzaffäre“ verwickelt. Er beschäftigt in seinem Görlitzer Wahlkreisbüro die Ehefrau des AfD-Landtagsabgeordneten Roberto Kuhnert. Chrupalla selbst räumte ein, dass diese Praxis „ein Geschmäckle“ habe, betonte aber, dass sie rechtlich nicht zu beanstanden sei. Die Vorwürfe der Vetternwirtschaft reichen damit bis in die Parteispitze der AfD.
Ein Machtkampf zwischen den Spitzenpolitikern droht die Partei zu spalten.
Zeitgleich hat Weidel den Rücktritt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Stefan Keuter gefordert, weil dieser seine Freundin als Mitarbeiterin angestellt hatte. Keuter weigert sich jedoch, zurückzutreten. Die Rücktrittsforderung gegenüber Keuter wurde aus dem Umfeld Weidels bestätigt, während ein Fraktionssprecher dies dementierte – wo eine Hand nicht nicht weiß, was die andere tut.
Das ist auch logisch, denn die Faschisten wähnen sich immer näher an den großen Töpfen und da will keiner freiwillig abdanken.
Dabei muss ich diesmal der Weidel gar recht geben. Jeder der auch nur annähernd in die Filz-Affäre verstrickt ist, hat in der Politik nichts mehr zu suchen. Wenn die AfD Erfolg haben will, muss sie sich konsequent von jedem Verdachtsfall trennen.
Dass Höcke anschließend die Weidel in die Wüste schicken wird, wenn sie ihre Dienste getan hat, dürfte auch Weidel klar sein.