Der ungarische Ministerpräsident Victor Orban gilt schon seit ein paar Jahren als Liebkind der Rechten im Westen, die das Glück haben, nicht bei ihm im Osten zu wohnen. Kultstatus könnte er mit seiner Äußerung erreichen, wonach Ost-Mitteleuropa "migrantenfrei" sei - dank wackerer Kerle, wie er einer ist.(1)

Die Ungarn hauen ab aus dem migrantenfreien Land

Kleine Anmerkung: Westeuropa ist indes alles andere als "ungarnfrei", es sind vor allem die jungen und gut ausgebildeteten Magyaren, die ihrem polternden Staatsoberhaupt und der wirtschaftlichen Tristesse den Rücken kehren und den bösen multikulturellen Westen mit seinen vielen Chancen der Heimat vorziehen. Zwischen 2010 und 2015 kamen 15 Prozent der ungarischen Kinder im Ausland zur Welt. 600.000 Ungarn sind ins Ausland migriert. Im Westen sind die ungarischen Wirtschaftsflüchtlinge willkommen, so einfach funktioniert das.

Man kann es so zusammenfassen: Orban sorgt dafür, dass sein Ungarn migrantenfrei ist und schön langsam auch ungarnfrei wird. Die Verbliebenen beginnen trotzdem schön langsam, den Kitt aus den Fenstern zu kletzeln.

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