Putins Schuß ins eigene Knie: Finnland will in die NATO

Schon seit 2004 hat Rußland eine insgesamt 656 km lange Land- und Binnenseegrenze direkt zur NATO (Estland und Lettland).

Der direkte Nachbarstaat Finnland mit 1.309 km gemeinsamer Grenze zu Rußland ist bisher formell bündnisneutral, arbeitet aber militärisch primär mit der NATO zusammen.

Nun führt Putins grundloser Überfall auf die Ukraine auch den Finnen schon seit 7 Wochen vor, wie verloren - trotz aller Unterstützung durch die NATO-Staaten - ein relativ kleines Land gegenüber Rußland sein kann, wenn es kein reguläres NATO-Mitglied ist.

Wäre die Ukraine in der NATO, dann wäre Putin vor dem Einmarsch zurückgeschreckt - oder wir alle wären schon im 3.Weltkrieg, weil ein militärischer Angriff auf einen NATO-Staat den Bündnisfall gemäß Artikel 5 des NATO-Vetrages auslösen würde.

Angesichts der nun ganz offensichtlichen Unberechenbarkeit Putins steht Finnland für das Szenario "Er überfällt auch uns" vor den Alternativen:

a) bündnisneutral bleiben und von der NATO "nur" technische Unterstützung (Waffen etc.) à la Ukraine bekommen

b) in die NATO eintreten und dann dem Putin mit der geballten Übermacht der ganzen NATO in den Arsch treten.

Wohin die Reise gehen wird, scheint mir völlig klar zu sein: Finnlands reguläre NATO-Mitgliedschaft. Und Schweden wird wahrscheinlich gleich mitziehen.

So schießt Putin sich mit jedem weiteren Kriegstag gegen die Ukraine sicherer ins Knie, denn dann wird seine direkte Auslandsgrenze zur "schrecklich bösen, bedrohlichen" NATO nicht mehr 656 km lang sein, sondern 1.965km.

3
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

CK13

CK13 bewertete diesen Eintrag 13.04.2022 23:17:19

tantejo

tantejo bewertete diesen Eintrag 13.04.2022 23:00:57

Coccinellidae

Coccinellidae bewertete diesen Eintrag 13.04.2022 18:32:41

47 Kommentare

Mehr von Sepp Adam