31 Tage Glück: Schädliche Gedanken erkennen

Zu einem Mönch kamen eines Tages mehrere Europäer, die ihn fragten: "Welchen Sinn siehst du in der Stille und in der Mediation?" Der Mönch war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einer tiefen Zisterne beschäftigt. Lächelnd antwortete er seinen Besuchern: "Schaut in die Zisterne! Was seht Ihr?" Die Besucher blickten in die tiefe Zisterne."Wir sehen nichts." Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch sie wieder auf: "Schaut in die Zisterne! Was seht ihr?" Die Leute blickten erneut hinein "Ja, jetzt sehen wir uns selber!" Der Mönch sprach: "Schaut, als ich vorher Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille. Man sieht sich selber! Und nun wartet noch eine Weile." Nach einiger Zeit sagte der Mönch: "Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?" Die Menschen schauten hinunter: "Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens." Da erklärte der Mönche: "Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge."

Vor einigen Jahren entdeckten Psychologen ein spannendes Phänomen: Sie legten Tiefseetauchern am Strand eine Liste von Wörtern vor, die sie auswendig lernen sollten. Kaum waren sie unter Wasser, hatten sie alle Wörter vergessen. Sobald sie jedoch wieder festen Boden unter den Füßen hatten, war die Erinnerung wieder da. Es funktionierte auch umgekehrt. An unter Wasser gelernte Wörter konnten sich die Taucher kaum erinnern sobald sie an Land waren.

Daraus lässt sich schließen, dass die Umgebung einen wichtigen Kontext für unser Gedächtnis darstellt. Bestimmt können Sie dieses Phänomen auch an sich selbst beobachten. Wenn sie an einen Ferienort Ihrer Kindheit denken, an dem Sie seit Jahrzehnten nicht mehr waren, werden Ihnen nur ein paar Dinge einfallen. Wenn Sie jedoch wieder hinfahren, werden Sie wieder jeden Weg, jeden Baum kennen und wissen welches Haus hinter der nächsten Biegung kommt.

Noch stärker springt unser Gehirn auf Gerüche an – beim Duft von Zimt und Vanillekipferl gibt es wenige, die nicht an Weihnachten denken – mit all seinen damit verbundenen Emotionen.

Genauso kann ein Lied wirken

Und so wie wir mit der Umgebung, dem Geruch oder Geräuschen positive Erinnerungen wecken können, so stark wirken diese Reize auch bei negativen Erinnerungen. Donnergrollen während eines Gewitters, das uns als Erwachsener noch Angst macht (wie wir schon gehört haben, ist diese Angst eingelernt), ein Musikstück das wir gehört haben, als wir gerade von der großen Liebe verlassen wurden, der Regen, der ans Fenster prasselte als der Anruf kam.

Wir können nicht verhindern, dass irgendetwas Unbehagen, Angst oder Unsicherheit in uns auslöst. Was wir tun können ist, die Spirale zu unterbrechen, die uns nach unten zieht!

Schädliche Gedanken erkennen, während sie gerade erst Gestalt in unserem Kopf annehmen, zu bemerken, dass sie nur einer Erinnerung entspringen und dann anzusehen, wie sie sich auflösen.

Und das ist der Moment, wo wir spüren, wie mächtig wir wirklich sind!

Dass uns die ganze Welt offen steht! Dass uns nichts klein halten kann!

Dass wir es in der Hand haben – das tiefe Glück, die (Lebens-)Freude, die Gelassenheit.

Und dass wir die wirklich wichtigen Dinge wissen – mit dem Herzen.

Denn Denken ist nur ein Teil von uns – und wie wir schon wissen, nicht immer ein förderlicher ;).

Mittels Meditation schaffen Sie sich einen Raum von dem aus Sie sich zuschauen können und erkennen: Sie müssen nicht immer auf alles sofort reagieren.

Achtsamkeit gibt Ihnen Zeit und Raum für alle Ihre Wünsche und Pläne die bestmögliche Lösung zu wählen.

Achtsamkeit hat nämlich nichts zu tun mit Entsagung und nichts mit Entspannung – auch wenn sie dazu beiträgt.

Achtsamkeit ist pure Aufmerksamkeit – präsent sein im Hier und Jetzt.

Denn das Hier und Jetzt ist der einzige Ort, an dem wir handeln können.

Das Vergangene kann ich nicht mehr ändern und das Zukünftige ist noch nicht da, ich weiß nicht einmal, ob ich den nächsten Moment überhaupt erlebe.

Hier und Jetzt ist alles was ich habe.

Und das darf und soll voller Wunder, erfreulicher Begegnungen, Liebe und Dankbarkeit sein!

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Start in die neue Woche. Beginnen Sie jeden Tag mit einem oder zwei achtsamen Atemzügen!

Info: Susanne Strobach ist Unternehmensberaterin und hilft Menschen dabei, ihren Weg selbstbestimmt zu meistern. Ihr usp in ihren Seminaren und Coachings ist die Verbindung von Neurowissenschaften und Achtsamkeit. Diesen Dezember hat sie sich vorgenommen, täglich einen Blog über Glück, Erfolg bzw. achtsames Leben auf fischundfleisch zu schreiben.

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