Den "Jedermann" des berüchtigten österreichischen Schnulzendichters Hugo von Ehschonwissen habe ich nie gelesen, dies vorneweg.

Im Fernsehen aber habe ich mal (irgendwann zwischen 1983 und 1989) eine Inszenierung des "Jedermann" gesehen, Salzburger Festspiele, natürlich.

Regie Istvan Szabo, mit (unter anderem) Klaus Maria Brandauer, Marthe Keller, Will Quadflieg, Helmuth Lohner, Romuald Pekny, Susi Nicoletti, Rudolf Wessely, Ida Krottendorf, Alfred Böhm, Hans Clarin, Rolf Hoppe, Marianne Nentwich.

Ich war begeistert. Nach nüchterner Überlegung am Ende der Aufführung aber dachte ich mir: "Was für ein Scheißstück! Was für eine Holzhammerdramaturgie mit dem moralischen Zeigefinger!" (und dieses ewige, lächerlich altertümelnde "nit";) Aber: Was für eine Aufführung! Ein absolut phantastisches Team hat es geschafft, aus einem Haufen Innereiengatsch ein prächtiges Schnitzerl zu zaubern (in durchaus konventionellem Inszenierungsstil übrigens).

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