Ellen Schenke, verheiratete Kubitschek, schreibt unter dem Namen Ellen Kositza Kolumnen auf der Seite sezession.de, die von ihrem Mann Götz betrieben wird. Am 6.6. ging es um das Buch einer Lehrerin, welche sich mit der Situation an ihrer Gesamtschule auseinandersetzt und, folgt man dem Interview, das sie dem Deutschlandfunk gab (https://www.deutschlandfunk.de/lehrerin-julia-woellenstein-keine-religion-gehoert-in.680.de.html?dram:article_id=447179) , nicht ganz unvernünftige Ansichten hat. So erkennt sie zum Beispiel, dass zum Gymnasium nicht unbedingt die begabtesten, sondern "in erster Linie die Kinder, deren Eltern quasi wissen, wie es hier läuft", gehen. Falsch liegt sie aber damit, dass es sich dabei um "versteckte rassistische Strukturen in unserer Gesellschaft" handele, denn der Rassismus der Mehrheitsgesellschaft versteckt sich längst nicht mehr: Wenn die Lehrerin "in ihren Klassen nach den Berufswünschen ihrer Schüler (meist mit Migrationshintergrund)" frage, so "lauten die Antworten meist: Arzt, Anwalt." Das kommentiert Kositza hämisch: "Drunter gehts nicht." Im Weltbild der Rassist*innen hat eben alles und jeder seinen Platz und wenn die Migrantenkinder das Versprechen, man könne durch Bildung sozial aufsteigen, ernst nehmen, bekommen sie die gesellschaftliche Realität noch stärker zu spüren, als wenn sie sagten, sie planten ein Leben mit Hartz IV. Denn fremd ist unten und unten ist blöd. Diesen Dumpfsinn hat Sarrazin der Mehrheitsgesellschaft erfolgreich verkauft und von seinem Erfolg profitiert man auch im Ziegengehege zu Schnellroda. Drunter geht nichts.

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T Rex

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G. Szekatsch

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berridraun

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