Eine Anekdote aus dem nationalen Befreiungskampf der AfD

Vor einigen Tagen, im beginnenden Bundestagswahlkampf, besuchte ich Rudi und wir spazierten durch die rheinische Kleinstadt, in der er lebt. Um die Mittagszeit herum begann der Abbau der Stände der jeweiligen Parteien, den Anfang machte die AfD. Da werde ja nun, sagte ich zu Rudi, die Luft gleich besser, wovon einer der AfDler, ein Mann mittleren Alters, dessen blaues Polohemd - es scheint sich dabei um eine Art Parteiuniform zu handeln - ein stattliches Embonpoint wölbte, sich angesprochen fühlte. Dass er mich duzte, verbat ich mir, woraufhin er in drohender Haltung näherkam und dabei auch "Vorsicht!" brüllte. Dann besann er sich, wohl eine schlechte Presse fürchtend, doch und zog unter leise gemurmelten Verwünschungen sich zurück.

Was an dem Geschehen bezeichnend ist, scheint mir weniger die Unfähigkeit des Mannes zu sein, sich adäquat zu wehren (wer hätte je von Rechten irgendetwas Kluges oder Witziges gehört?), als vielmehr die Selbstverständlichkeit, mit der sein aggressives Auftreten verknüpft war. Die trauen sich das jetzt. Und das ist das Problem.

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