Tod durch den Strick oder wie ein Hundetrainer seine Kunden behandelt

Irgendwo in Deutschland. Ein "Hundetrainer" bietet Antiaggressionstraining für "schwierige" Hunde an.

Eine betagte Dame mit einem Mischlingshund aus Griechenland hatte von Anfang an wohl nicht das richtige Händchen für den Umgang mit ihrem Hündchen, welches gerne auch mal zuschnappte.

Man sprach später von einem angeblich immer schon schwierigen, aggressiven Tier.

Die Besitzerin wollte den kleinen Hund jedoch nicht weggeben und konsultierte drei Trainer, die offensichtlich ebenfalls alle nichts taugten, bis sie endlich bei dem Antiaggressionsteufel in Wolfratshausen landete.

Was das bedeutet, können Sie gerne in diesem Artikel nachlesen:https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/raetsel-um-erstickungstod-von-hund-nikos-9800329.html

Es bedeutete, dass sich wieder irgendein dahergelaufener selbsternannter Obertroll das Würgen, Treten und Strangulieren unserer vierbeinigen Freunde vom mexikanischen Oberflüsterer abgeschaut und zur Einnahmequelle gemacht hat.

Einige Hunde überleben diese Torturen mit bleibenden schweren körperlichen Schäden. Seelische Schäden tragen nach so einer Behandlung sowieso alle davon. Einige sterben auch daran.

Ja, und bitte quäken Sie doch jetzt ruhig wieder vom tollen Retter aller bissigen Listen- und blutrünstigen Red Zone- Hunde, das darf an dieser Stelle auf gar keinen Fall fehlen! Wir wissen ohnehin alle, dass Millan der einzig wahre Retter vor Euthanasie blablablabla, ich kann es nicht mehr hören, ist.

Und weil er das ist, gibt es solche wie den mörderischen Obertrainer aus Wolfratshausen, der frohlockend und geldschürfend in dessen Fußstapfen steigt und Hunde unterwirft.

Weiter im Text bedeutete das "folgenschwere Unterwerfungsritual", wie es im verlinkten Artikel genannt wurde, den Tod durch den Strick für den Hund.

Nach einer wochenlangen grausamen Tortur, die der Hund mit dieser menschgewordenen Bestie durchleben musste, starb er. Tod durch den Strick, oder anders formuliert: Der tolle "Trainer" strangulierte den Hund, bis er elendig vor den Augen der Besitzerin krepierte.

Ich zitiere: "Dazu hatte er Nikos Schlingen um die Schnauze und den Hals gelegt und mit zwei Leinen verbunden... An jenem Tag im August zog der Hundetrainer mit dem Tier im Leinen-Korsett los. Eine Stunde waren die beiden unterwegs. Dann kehrten sie in die Wohnung des Frauchens zurück. Dort passierte es. Der 52-Jährige tippte Nikos mit dem Fuß an. Der Mischling rastete völlig aus – explodierte regelrecht. Der Trainer interpretierte das als Aggressionsanfall, er zog den Hund an den Leinen hoch. Die Halterin musste die Szene hilflos mitansehen. In der Luft habe Nikos heftig mit den Beinen strampelte und einen schrecklichen, herzzerreißenden Schrei ausgestoßen. Dann habe er sich nicht mehr gerührt."

Im Todeskampf setzte der Hund Kot ab.

Der gute Mann will den Hund aber noch lebendig gesehen haben, als er die Wohnung verließ.

"Für die Staatsanwaltschaft stand fest, dass das Tier soviel Druck auf Kehlkopf und Luftröhre bekam, dass er letztlich erstickte. Dafür, dass er bei oder infolge des Leinenzuges starb, spricht noch ein Detail, das der Hundeführer nicht – die Hundehalterin aber sehr wohl erwähnte. Neben der Hundeleiche habe sie Kot gefunden. Das wäre ein Indiz für den Erstickungstod. Denn in so einer Situation entleeren Hunde kurz vor dem Ableben automatisch ihren Darm."

Ein klarer Fall. Oder?

Aber: die Staatsanwältin muss Hunde wohl genauso hassen wie besagter "Trainer", denn "Eine Verurteilung wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz wollte sie dem Mann allerdings trotzdem ersparen." Weil sonst könne er seinen Beruf nicht mehr ausüben...

2800 Euro Bussgeld für einen kaltblütigen Hundemörder, der immer noch als "Trainer" tätig ist.

Prüfen Sie weise und genau, wem Sie Ihr Tier anvertrauen.

Herzlichst, Bela Wolf

Tierarzt, Journalist und Autor

www.tierarzt-wien.com

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