Keine Klicks? Serienvergewaltigung egal!

Der Fall des 68-jährigen Berliner Elektrikers, der mindestens 14 Frauen betäubt (14 Fälle gestanden, 22 Fälle angeklagt und in 58 Fällen verdächtigt) und vergewaltigt haben soll, zeigt ein bekanntes Muster in unserer Medienlandschaft: Er ist kein Migrant, also taucht er in den großen Empörungs-Wellen nicht auf.

Wenn man sich anschaut, warum dieser Fall in den sozialen Netzwerken und politischen Debatten fast lautlos untergeht, lassen sich die Gründe dafür einfach auf den Punkt bringen:

• Er passt in kein politisches Feindbild: Der Angeklagte heißt Frank S., ist deutscher Staatsbürger, gelernter Elektriker und lebte unauffällig in einem Berliner Plattenbau. Für bestimmte politische Gruppen und Filterblasen gibt es hier nichts auszuschlachten. Es lässt sich daraus keine Debatte über geschlossene Grenzen, Abschiebungen oder das Versagen der Migrationspolitik konstruieren.

• Das Prinzip der "kollektiven Schuld" fehlt: Begeht ein Zuwanderer eine schwere Straftat, stürzen sich Netzaktivisten und bestimmte Medien sofort darauf. Die Tat wird dann nicht als das Verbrechen eines Einzelnen gesehen, sondern einer ganzen Gruppe oder Kultur zugeschrieben. Bei einem deutschen Täter wie Frank S. funktioniert dieser Mechanismus nicht. Niemand kommt auf die Idee, wegen ihm alle deutschen Elektriker oder Rentner unter Generalverdacht zu stellen. Die Tat wird als das Verbrechen eines einzelnen, kranken Individuums abgehakt.

• Keine Klicks durch Angst im öffentlichen Raum: Frank S. lauerte seinen Opfern nicht nachts im Park auf. Er lernte sie ganz klassisch über Dating-Plattformen kennen und beging die Taten heimlich in Wohnungen. Das erzeugt in der Öffentlichkeit weniger unmittelbare Urangst als Gewalt auf der Straße – und bringt damit den Algorithmen im Netz weniger Klicks und Aufregung.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein Verbrechen wird in der heutigen Arena der sozialen Medien oft nicht nach der Schwere der Tat bewertet, sondern danach, wie gut sich die Herkunft des Täters für die eigene politische Agenda nutzen lässt. Da Frank S. dieses Kriterium nicht erfüllt, bleibt der große Aufschrei aus.

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